Was schief gehen kann…

Der O2-Surf-Stick ist angekommen und funktioniert. Für die, die nicht wissen was das ist: Ein USB-Stick, den man in das Notebook steckt und womit man dann per Mobilfunk überall surfen kann. Bis der hier war und lief waren aber noch einige Hürden zu überwinden.

Letzte Woche habe ich den über die O2-Homepage bestellt. Dann bekommt man etwas Rabatt. Bei der Bestellung musste ich meine Personalausweisnummer eingeben. Kein Problem. Nach der Bestellung bekam ich eine Mail mit dem Hinweis, dass der Stick per Post-Ident-Verfahren nur persönlich ausgeliefert wird und man sollte seinen PA bereithalten. Hm. Versandadresse war Büro, aber als persönliche Adresse hatte ich schon unseren neuen Wohnort eingetragen. Auf meinem PA steht aber noch die alte Adresse. Ich also zum Bürgerbüro. Musste mich und meine Frau ja sowieso ummelden.

Vorher habe ich mich natürlich im Internet schlau bemacht, was ich alles für eine Ummeldung brauche. Auf der Minden-Seite fand ich auch schon entsprechende PDF-Formulare, die ich herunterlud und ausfüllte. Ummeldung, Einwilligung zum Meldegesetz, Ummeldebestätigung und Bestätigung der Wohnungsgeberin. Alles schön ausgefüllt und von allen unterschreiben lassen. Dann zum Bürgerbüro.

“Das brauche ich alles nicht.”, sagte die Dame vom Bürgerbüro. “Haben sie ihren PA dabei?” Klar hatte ich. “Unterschreiben sie hier.” Und fertig. Ich schnappte mir meine ganzen Internet-Formulare und meine frisch aus dem Laserdrucker geschlüpfte Ummeldebescheinigung.

Zurück im Büro suchte ich meinen PA. In allen Taschen und im Auto. Nix. Mist. Hatte ich wohl im Bürgerbüro liegengelassen. Ich Mittags da wieder hin. Die Dame, die mich bedient hatte, war zu Tisch. Ich sollte morgen anrufen. Nachmittags kam der Hermes-Mann mit dem O2-Stick.

Aber ich hatte ja meine Ummeldebestätigung und dort war auch meine PA-Nummer vermerkt. Der gute Mann gab die in sein Terminal ein. Piep. Nummer falsch. Nochmal. Piep. Nummer falsch. Ich sagte: “Moment. Ich schaue mal auf die O2-Bestellung, ob ich die PA-Nummer dort falsch eingegeben habe.” Doch der Mann war schneller. Piep. Identifizierung fehlgeschlagen. Man hat nur drei Versuche. Auf der O2-Bestellung stand eine 9 am Ende der PA-Nummer – auf dem Bürgerbürowisch eine 99. Hm. Der Hermes-Mann musste den O2-Stick wieder mitnehmen und ich habe bei O2 angerufen: “Kein Problem, wir korrigieren die Endziffer hier auf  ’99′ und schicken ihnen einen neuen Stick.” O2 can do.

Am nächsten Tag rief ich im Bürgerbüro an. Nein, es wurde kein PA gefunden. Da bin ich noch mal mit einer Taschenlampe durchs Auto. Und hinter dem Beifahrersitz lag dann der PA. Keine Ahnung, wie der da hingekommen war. Ich schaute auf die Nummer. Nur eine ’9′ am Ende. Hm. Also hat die Tante im Bürgerbüro die Nummer falsch auf das Formular gedruckt. Ich beschloss dem Hermes-Mann nicht mitzuteilen, dass der PA sich angefunden hatte, denn er brauchte ja jetzt die Nummer mit ’99′ am Ende.

Am Montag kam er dann. Wieder der gleiche Hermes-Mann. “So, also diese Nummer nur mit einer ’9′ am Ende”, sagte er und: Piep. Nummer falsch. Ich: “Neeeiiin!  Geben Sie die Nummer so ein, wie sie da steht!” – “Aber beim letzten Mal ging sie doch nicht.” – “Jetzt geht sie aber.” Na, beim zweiten Versuch ging es dann und ich bekam den Stick.

Ausgepackt. Ein Haufen Papier, der Stick und eine Mobilfunkkarte. Karte in Stick eingelegt. Und dann stand da noch, ich sollte die Karte aktivieren. Ganz einfach auf der O2-Homepage. Dazu musste die 19-stellige Kartennummer eingegeben werden. Das alles stand auf dem Zettel, wo auch die Karte aufgeklebt war. Und da wo die Karte geklebt hatte, stand eine 19-stellige Nummer mit Barcode. Diese habe ich dann eingegeben. Piep. Nummer falsch. Nochmal ganz langsam. Piep. Nummer falsch. Ich dachte ich werde wahnsinnig.

Man kann die Karte auch per Telefon aktivieren. Also habe ich dort angerufen. Computer war am anderen Ende. “Bitte geben sie die Nummer ein”. Ich tat es. “Die Nummer lautet 07951- ist das richtig?” Man, ich hatte 19 Ziffern eingegeben und das Ding erkannte nur fünf. Sollte ich jetzt antworten oder welche Taste muss ich für “nein” drücken? Ich: “Nein”. – Computer: “Bitte geben sie ihre Nummer erneut ein”. Ich tat es erneut. “Ihre Nummer lautet also bla bla bla – ist das richtig?” – Ich: “JA!” – Computer: “Die Nummer ist ungültig.” Ich fing an zu singen: “La la la la.” – Computer: “Ich habe sie nicht verstanden!” – Ich: “La la la la.” – Computer: “Ich habe sie immer noch nicht verstanden.” Das ging so fünf mal. Dann: “Ich stelle sie zu einem Kundenberater durch”. Endlich.

Der nette O2-Mann: “Ja, dann sagen sie mir mal die Nummer”. Ich fing an. Er: “Halt. Die Nummer muss mit ’089′ beginnen. Das ist die falsche Nummer.” Ich guckte auf den Zettel auf dem die Karte geklebt hatte. Da gab es keine andere 19-stellige Nummer. Auf der Karte selber auch nicht. Dann suchte ich in dem Berg von Papier und auf dem Lieferschein fand ich eine Nummer, die mit “S/N” gekennzeichnet war, was ich mit “Seriennummer” gleichsetzte. Die fing mit ’089′ an. Das war dann auch die richtige. Er: “So, die Karte wird jetzt in 1-2 Stunden aktiv. Es kann aber auch bis zu 24 Stunden dauern..” – Ich: “Ja, danke!” Klack. Ich hatte keine Lust mir noch sein Sprüchlein zu Ende anzuhören.

Dann habe ich den Stick in mein Notebook gesteckt. Die Software installierte sich automatisch. Mobilfunk-PIN eingegeben und – zack – war ich im Internet. Nix mit 24 Stunden. Und hier in Minden auch mit HSDPA-Geschwindigkeit. Übrigens auch in der Wesling-Klinik, jedenfalls außerhalb vom Gebäude. :-)

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4 thoughts on “Was schief gehen kann…

  1. Whoahh, was für ein Umstand.
    Vielen Dank nochmal, dass Du mir den Stick gekauft hast.
    Jetzt kann ich im Krankenhaus auch surfen. Aber nur wenn das Fenster auf ist .. :D

  2. Oh je, das war ja wirklich eine komplizierte Aktion! Aber gut, dass der Surfstick letztlich doch den Weg zu dir gefunden hat und auch hält, was er verspricht :-)

    Beste Grüße vom o2 Surfstick Team!

  3. Dann haste ja auch die langsame Verbindung wie alle anderen die den Stick noch haben.

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