Porta: Von Wilhelm zu Widukind

Geschichte neu erleben auf dem Wittekindsberg

Kaiser Wilhelm II am Denkmal
Kaiser Wilhelm II am Denkmal

Zwei Tage Programm von jeweils 11 bis 17 Uhr gab es am 7. und 8. September 2013 auf dem Kammweg zwischen dem Kaiser-Wilhelm-Denkmal und der Wittekindsburg. An insgesamt zehn Stationen traf man dann, ähnlich wie bereits bei den Zeitinseln in der Mindener Innenstadt im Juni, auf Darsteller (Reenactors), welche verschiedene geschichtliche Epochen wieder aufleben ließen.

SPD
„Hoch lebe die Sozialdemokratische Partei Deutschlands“

Nachgestellt wurde dabei auch die Einweihung des Kaiser-Wilhelm-Denkmals vom 18. Oktober 1896. Neben der großen Einweihungszeremonie durch Kaiser Wilhelm II. mit Gefolge gab es noch eine kleine alternative Version, die damit endete, dass ein angetrunkener Gast die Sozialdemokratische Partei Deutschlands hoch leben ließ und sogleich verhaftet wurde. Das wäre bei der echten Einweihung aber nicht möglich gewesen, da damals nur ausgesuchte Gäste teilnehmen konnten.

Römer
Römer

Auf dem Kammweg entlang ging es dann in Richtung Wittekindsburg. Man traf Römer und konnte sich über deren Ausstattung informieren zu der auch ein Scorpiogeschütz gehört. Das ist ein Art große Armbrust auf einem Gestell. Einmal eingestellt lassen sich damit Pfeile recht genau immer auf die gleiche Position schießen, was den Besuchern auch vorgeführt wurde.

Kunigunde
Kunigunde – Frau von Kaiser Heinrich II.

An der Margarethenkapelle gab es Gelegenheit sich ausruhen. Es wurden Essen und Getränke angeboten, unter anderem ein Wildburger. Gleich nebenan wurde in einem Meiler Holzkohle hergestellt. Rund um diesen Bereich herum befanden sich die weiteren Stationen mit Figuren aus unterschiedlichen Epochen. In der Kreuzkirche traf man zum Beispiel Kaiser Heinrich II. und seine Frau Kunigunde (10./11. Jahrhundert) und an der Kapelle Bischof Dietrich II. mit gerüsteten Diestmannen.  An anderer Stelle wurde vorgeführt, wie man in der Steinzeit ein Tier ausgekommen und das Fell abgezogen hat.

Runa
„Runa“ aus dem Mittelalter

Während der Zeit der Veranstaltung war die Zufahrt hoch um Denkmal-Parkplatz gesperrt. Ein Shuttle-Service brachte die Besucher nach oben und wieder herunter. Das Zusteigen war an verschiedenen Haltestellen möglich. Grillfreunde konnten an der Haltestelle oben auf dem Berg die großen Säcke mit der im Meiler hergestellten Holzkohle kaufen.

Weitere Bilder und Informationen

Ein Gedanke zu „Porta: Von Wilhelm zu Widukind“

  1. Widukind, volkstümlich Wittekind, war ein westfälischer Heerführer im achten Jahrhundert, der der Sage nach auf dem Wittekindsberg eine Burg besaß; daher soll der Name des Berges kommen. Er war der erfolgreiche Gegner Karls des Großen. Mehr hierzu: Widukind – Sagen und Erzählungen, Berlin 2013

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