Fräulein vor mir am Geldautomat:
Erstmal stellt sie ihre Handtasche auf dem Automaten ab. Wenn Frauen, die so gekleidet sind, dies tun, weiß ich schon: Es kann länger dauern.
Sie kramt die Zigaretten raus und steckt sich eine an. Dann sucht sie ihr Portemonnaie in ihrer Handtasche. Gefunden! Sie holt die EC-Karte heraus, steckt diese in den Automaten, zieht erst mal an ihrer Zigarette und packt das Portemonnaie wieder zurück in die Handtasche. Braucht sie ja auch erst mal nicht mehr.
Da der Schirm so schön spiegelt, kann man ja mal seinen Lippenstift kontrollieren. Huch, da steht ja was auf dem Bildschirm. Spiegelt aber auch stark. “Geld abheben” wird gedrückt. Nach dieser erfolgreichen Eingabe wird erst mal wieder an der Zigarette gezogen. Geheimnummer? Moment. Die Freundin wird herbei gerufen, um die Zigarette zu halten. Erst mal den Zettel in der Handtasche suchen. Gefunden! 6 – 0 – 9 – 8 (oder so was ähnliches nehme ich an). Wieso passiert nichts? Ach, noch bestätigen. Nummer falsch. Erst mal mit der Freundin beraten, um herauszufinden, dass sie den Zettel falsch herum hält. 8 – 6 – 0 – 9. Die Zigarette wird von der Freundin gereicht und es wird ein Zug genommen. Und… und… Bestätigt! Dann erst mal umschauen, ob auch niemand die Geheimnummer erspäht hat. “Oh, da ist ja eine Schlange von Leuten hinter uns.”
Irgendwann ist sie dann mit ihren Eingaben fertig. Freundin muss wieder Zigarette halten, Portemonnaie wird wieder aus der Handtasche genommen, Karte und Geld werden sorgfältig dort hinein gepackt. Dieses dann wieder in die Handtasche. Zigarette zurück holen. Vielleicht noch mal den Sitz der Frisur im Display überprüfen? Nein, sie ist jetzt wirklich fertig und geht.