Ich denke oft an Piroschka
Das Restaurant K&K servierte mir auf der Gourmetmeile das Gericht genannt nach dem gleichnamigen Film von 1955 mit Liselotte Pulver in der Hauptrolle.
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Ein gegrillter Putenspieß mit Letscho (geschmorte Paprika, Tomaten und Zwiebeln) und Kartoffeln. Das Putenfleisch wurde vor dem Grillen in eine Biermarinade eingelegt. Die genaue Zusammensetzung der Marinade wurde nicht verraten, aber eine Kleinigkeit Mayonnaise soll mit im Spiel gewesen sein. Das Fleisch war sehr zart. Vor dem Servieren wurde ein Öl mit Birkenraucharoma darüber geträufelt.

Ein Freund, der das gleiche Gericht bestellt hat und sich als Letscho-Experte bezeichnet, fand dieses recht gelungen. Dazu bestellte er einen Grüner-Veltliner-Weißwein vom Weingut Johann Topf (Österreich), angeboten vom Feinkosthaus Minden. Mit Wein kenne ich mich nicht so aus, aber wenn ich mich recht erinnere sagte er etwas von “hoher Säure” und “gut passend zum Essen”.
1001 Nacht, Aladin wird schwach gemacht

Beim Stand des Restaurants Al Shami hatte ich dieses Gericht. An den Falafel gab es nichts auszusetzen. Das Brot war etwas schwabbelig. Es konnte auf dem Stand nicht frisch gebacken werden. Ich erinnere mich an eine interkulturelle Veranstaltung an gleicher Stelle, wo man aber genau dies gemacht hat. Na ja. Was eine Taratur-Soße ist, wusste ich nicht. Das Internet klärte mich auf, dass es wohl eine Paste aus Sesamkörnern ist mit Knoblauch und Zitrone. Sie hat einen etwas bitteren Nachgeschmack. Muss man sich wohl erst dran gewöhnen. Den Sesam habe ich aber nicht heraus geschmeckt.
Sindbads Leidenschaft

Dies hatte meine Frau. Die gegrillten Hackfleisch-Spieße vom Rind und Lamm waren leider nicht sehr warm, hart und trocken. Die kamen wohl nicht frisch vom Grill, sondern aus dem Speisenwärmer. Das war bei vielen der Verkaufsstände auf der Gourmetmeile so. Ich meine: ‘ne Bratwurst kommt ja auch frisch vom Grill und nicht aus dem Speisenwärmer. Der Dipp war wieder dieses Taratur. Der Reis war wohl eine der günstigeren Sorten.
Little red Rooster

Ein Sommersalat mit selbst gemachtem Kefir-Orangen-Dressing und gegrillten Hähnchenbrustfiletstreifen mit süßer Chili-Soße vom Restaurant “Zum seriösen Fussgänger”. Letztere Soße war zwar nicht selbst gemacht, aber die Kombination schmeckte frisch und leicht. Die Hähnchenstreifen waren noch saftig und nicht in der Soße oder dem Dressing ertränkt. Hat mir gut geschmeckt.
Roastbeef – Flirt

Bei Bauerngut gab es wieder am Stand gegrilltes Fleisch. Ich kaufte ein Roastbeef. Dieses lag wohl etwas zu lange auf dem Grill. Es schmeckte gut, aber an einigen Bissen hatte ich ganz schön zu kauen. Die Beilagen waren nicht der Rede wert und wurden von mir nicht mitgegessen.
Rostiteller

Das Hotel Schäferhof sprang für das verhinderte Restaurant “Laterne Anno Dazumal” ein. Deren Rostiteller fand ich unspektakulär. Meine Nachfrage, ob denn das Aioli selbst hergestellt sei, beantwortete man mir mit einem barschen “Weiß ich nicht.” Aus dem “Off” hinter den Kulissen kam dann ein “Nein”. Weitere Fragen zur Herkunft des Räucherlachses und den anderen Dingen habe ich mir dann gespart. Der einfache Salat ertrank im Dressing, die Rösti konnte man essen.
Meine Gewinner
Der Stand vom Restaurant K&K. Hier bekam man nett, freundlich und ungefragt Informationen über das bestellte Gericht und den Wein. Geschmeckt hat es auch. Außerdem der Sommersalat vom Stand des seriösen Fussgängers, der zeigte, dass auch ein einfacher Salat nicht langweilig seinen muss.