Vorratsdatenspeicherung bei youTube

youTube wurde in Amiland dazu verdonnert umfangreiche Log-Daten an die Filmindustrie (FI) zu übergeben.

Das youTube Nutzungsdaten speichert ist selbstverständlich. Nicht nur, wer wann ein Video hochgeladen hat, sondern auch wer wann ein Video angeschaut hat. Genau diese Daten gehen jetzt an die FI und die könnte dann fleißig abmahnen.

Das Horrorszenario wäre dann, dass man zum Beispiel ein Musikvideo bei youTube anschaut und dann eine Abmahnung bekommt. Ein User kann ja nicht erkennen, ob ein Video legal oder illegal bei youTube vorliegt. Man braucht auch noch nicht einmal auf die youTube-Seite zu gehen, da ja viele Seitenbetreiber youTube-Videos in ihre Seiten einbinden.

Auch wäre es möglich, dass die FI mit Hilfe der eingeklagten Daten eigene Profile von Usern erstellt und die User dann ohne das Zutun von youTube bespamt oder die Nutzungsdaten an Spamer oder “befreundete Unternehmen” weltweit weitergibt.

Und so, wie viele an die youTube und Google-Daten herankommen möchten, so besteht auch Interesse an den Daten der deutschen Vorratsspeicherung. Ein Dreh läßt sich bestimmt finden, wenn die Daten erst mal gesammelt sind.

Mein youTube-Konto habe ich erst mal gelöscht. Reicht ja, wenn die meine IP loggen. Meinen Benutzernamen brauche ich ja nicht noch extra dazutun.

Künstler schreiben an die Kanzlerin

200 “Künstler” jammern in einem offenen Brief an die Kanzlerin. Sie reden jedoch nicht von Kunst, sondern von Geld und halten ihre Werke für das “Öl des 21. Jahrhunderts” und das sie zu wenig über das Internet verkaufen.

Tja, was soll man dazu noch sagen? Vielleicht das hier. Oder, etwas ausführlicher, das hier. Oder, etwas hübscher, hier.

Danke für die Namen. Von folgenden “Künstlern” möchte ich in Zukunft nix mehr hören und sehen und zwar im wahrsten Sinne des Wortes. (Die “fetten” kenne ich, von den anderen habe ich noch nie etwas gehört.)

2raumwohnung (ich denke die Wohnsituation hat sich inzwischen gebessert), Daniel Acht, Fatih Akin, Götz Alsmann (Verkauft Jazzschlager aus den 20er und 50er-Jahren, bei denen die Schutzfrist abgelaufen ist, als neue schutzbedürftige Werke. Schlau!), Stefan Arndt, Bob Arnz, Uli Aselmann, Andreas Auth, Lutz Bandte, Wolf Bauer, Claudia Baumhöver, BAP, Dr. h.c Wolfgang Beck, Christian Becker, Oliver Berben, Christoph Biermann, Julia Boehme, Claus Boje, Ranja Bonalana, Dr. Jörg Bong, Prof. Dr. Heinrich Breloer, Silke Brix, Till Brönner, Burkhard Brozat, Prof. Christian Bruhn, Francesco Bruletti, Anni Brunner, Detlev Buck, Sven Burgemeister, Leander Carell, Yvonne Catterfeld (tolle Künstlerin), Roger Cicero (wen kopiert der eigentlich), Culcha Candela, Jakob Claussen, Caroline Dabue, Samy Deluxe (Die Musik habe ich. Ach nee, habe ich ja als DRM-Download beim Sony-Connect-Shop gekauft und der wurde geschlossen und jetzt kann ich die Musik nicht mehr abspielen), Renan Demirkan, Joy Denalane, Helmut Dietl, Die Labbese, DJ Ötzi (toller Künstler. Sollte mal was zusammen mit Yvonne Catterfeld machen), Klaus Doldinger, Bernd Eichinger, EL*KE, Peter Eötvös, Jörg Evers, Dieter Falk, Dr. Wolfgang Ferchl, Axel Fischer, Helene Fischer, Uschi Flacke, Julia Franck, Egon L. Frauenberger, Amelie Fried, Molly von Fürstenberg, Joseline Gassen-Hesse, Hans W. Geißendörfer, Bijan Ghawami, Dr. Peter Gölitz, Ulrich Granseyer, Herbert Grönemeyer (deine Musik nervt mich mindestens 3x am Tag auf dem FFN-Radio meines Kollegen. Die Musik habt ihr in meinen Kopf kopiert und ich bekomme die nicht mehr raus. Merkel, hilf mir!), Ludwig Güttler, Till Hagen, Martin Hagemann, Kirsten Hager, Klaus Hanslbauer, Titus Häusermann, Peter Heppner, Max Gerre, Gerd Hesse, Sabine Hirler, Mischa Hofmann, Dr. G.-Jürgen Hogrefe, Höhner, Dr. Gottfried Honnefelder, Klaus Humann, Viola Jäger, Christoph John, Juli, Udo Jürgens (Geh in die wohlverdiente Rente. Die Schutzfristen für deine Stücke laufen eh bald ab. Ach so, das ist ja das eigentliche Problem.), Dr. Joachim Kaps, Ewa Karlstroem, Andreas Langenscheidt, Toni Kater, Joachim Kaufmann, Georg Kessler, Dietrich zu Klampen, Klaus&Klaus (Wie bekommt man denn die Vinyl-Schreiben zum Kopieren ins CD-Laufwerk?), Alexander Klaws, Patrick Knippel, Astrid Lollex, René Kollo (wohl eher seine Erben), Meike Kordes, Harald Kügler, Mickie Krause (Werke mit großem Anspruch und Komplexität. Das Kopieren einer CD benötigt mehr Grips), Joachim Król, Michael Krüger, Dieter Thomas Kuhn, Peter Lackner, LaFee (64% der Hauptschüler ohne Lehre und 46% der Frauen haben überhaupt kein Internet. Also zu 110% weiß sie gar nicht, was sie da unterschrieben hat. Und ansonsten: Heul doch!), Prof. Ulrich Limmer, Udo Lindenberg (Nanu? CD auf Platz 1 und Geld reicht immer noch nicht? Zieh aus dem Hotel aus!), Peter Lohmann, Annett Louisan und Peter Maffay (Die passen zusammen in ein CD-Laufwerk. Da wäre ich auch gegen das Kopieren.), Manfred Mai, Martin May, Helge Malchow, Marquess, Marc Marshall (wieso hat sein Vater nicht auch den Brief unterschrieben?), Jens Meurer, Reinhard Mey (Die Musik habe ich. Ach nee, habe ich ja als DRM-Download beim Microsoft Music Store gekauft und der wurde ja geschlossen und jetzt kann ich die Musik nicht mehr abspielen), Kari Meyer, MIA., Michael Mittermeyer (ich kann ihn nicht mehr sehen), Monrose (Künstler ausgewählt aus tausenden von Künstlern und in einer künstlerisch anspruchsvollen Unterhaltungssendung von Kunstexperten künstlich zusammengeführt. Wenn diese Liste nicht alphabetisch wäre, müssten sie ganz oben stehen), Martin Moszkowicz, Christoph Müller, Nobelpenner, Oomph! (Ups!?), Margit Ostewold, Erick Öxler, Wolfgang Pampel, Stefan Peters, Dr. Joerg Pfuhl, Uli Putz, Thomas Quasthoff, Rabaue, Karl-Klaus Rabe, Frank Ramond, Reamonn, Uschi Reich, Aribert Reimann, Steffen Reuter, Revolverheld, Dr. Andreas Richter, Prof. Dr. h.c. Wolfgang Rihm, Rosanne Rocci, Hilke Rosenboom, Ursula Rosengart, Rosenstolz, Jennifer Rostock, Dr. Christian Rotta, Sasha, Prof. Dr. Enjott Schneider, Philipp Schepmann, Schiller, Monika Schlitzer, Jörg Schlönvoigt, Bernhard Schmid, Kim Oliver Schmidt, Dr. Patricia Scholten, Walter Scholz, Barbara Schöneberger und Atze Schröder (zwei wichtige Säulen der deutschen Fernsehunterhaltung — nein), Hermann Schulz, Dr. Susanne Schüssler, Jan Schütte, Til Schweiger (wer den Manta-Film kopiert gehört allerdings eingesperrt – in eine schicke Gummizelle), Scooter (Der Dieter Bohlen der elektronischen Tanzmusik. Ihr kopiert doch ständig eure eigenen Stücke.), Seeed (weil “Seed” ist ein Peer im BitTorrent-Netzwerk und das wäre als Band-Name doch unpassend), Mark von Seydlitz, Rodion Shchedrin, Ralph Siegel (für seine Musik haben wir schon bezahlt – mit Blut und Tränen), Söhne Mannheims, Martin Spencker, Tom Spieß, Dagmar Stehle, Dr. Jörg D. Stiebner, Ulrich Stiehm, Dr. Henning Stump, Alexander Thies, Tokio Hotel (Ok, wer die Frisur kopiert gehört auch eingesperrt), Imre Török, Judy Tossell, Matthias Ulmer, Andreas Ulmke-Smeaton, Ulla Unseld-Berkéwich, Philip Voges, Prof. Lothar Voigtländer, Neele Vollmar, Dr. Ralf Weigand, Stefan Waggershausen (“Beim ersten Rip tut’s noch weh…”), Peter Wackel, Wagner Love, Joachim Weidler, Max Wiedemann, Ursula Woerner, Johanna Wokalek, Sönke Wortmann, Peter Zenk und Tom Zickler.

Weitere Verbrauchereinschränkungen beim Urheberrecht

Der am Mittwoch im Rechtsausschuss verabschiedete Gesetzentwurf zur Urheberrechtsnovelle (“zweiter Korb”) hat heute das Parlament passiert. Wenn es im Herbst ohne Änderungen durch den Bundesrat geht, ergeben sich für den Verbraucher folgende Änderungen (so wie ich das verstanden habe):

Man darf keine Privatkopien erstellen von Werken, die aus einer Tauschbörse stammen. Privatkopien von nicht kopiergeschützten Werken sind ja erlaubt, aber nicht, wenn diese schon offensichtlich illegal waren. Hier hat man noch mal für die MI/FI nachgebessert und klar gestellt, dass Dateien aus Tauschbörsen als “offensichtlich illegal” einzustufen sind.

Eine Bagatellklausel wurde nicht aufgenommen. Das bedeutet, auch wenn man nur wenige Dateien illegal kopiert ist man dran. Also die Gefahr der “Kriminalisierung der Schulhöfe” ist weiterhin gegeben und die MI kann unser Rechtssystem weiterhin mit Kleinigkeiten auslasten.

Die MI/FI möchte gerne die Privatkopie noch weiter einschränken und nur auf Originale begrenzen. Also Privatkopien von Privatkopien verbieten. Dies ist aber nicht durchgekommen. Paradoxer Weise sind die Grenzen für Abgaben für Privatkopien auf Geräte aber gefallen. Die Verbraucher zahlen nämlich für Privatkopien bei jedem Kauf eines Brenners, Recorders, Druckers, Handys, Digitalkamera usw. Demnächst dann wahrscheinlich noch mehr als bisher und bei noch mehr Gerätetypen.

Außerdem kein “Open Access” auf Wissen. Das bedeutet für Studierende eingeschränkten bzw. kostenpflichtigen Zugriff auf wissenschaftliche Werke, weil die Urheberrechtsinhaber (z.B. die Verlage) dazwischen funken. Wissen also nur für Leute mit Kohle.

Für den Verbraucher gibt es keine Verbesserungen durch den “zweiter Korb”. Immer noch ist es praktisch nicht möglich eine legal gekaufte Musik auf beliebige Abspielgeräte zu kopieren oder eine Sicherheitskopie anzufertigen. DRM und Kopierschutztechniken auf den CD verhindern dies. Der Verbraucher muss vor dem Kauf genau aufpassen und evtl. nachfragen welche Einschränkungen es beim Gebrauch gibt.

Der “zweiter Korb” ist noch nicht ganz durch, da ist der “dritte Korb” schon in Arbeit. Mal sehen was dann noch auf uns zu kommt…

DRM-Freie iTunes-Songs verseucht

Hatte mich ja schon gefreut, dass jetzt unter iTunes plus kopierschutzfreie Songs angeboten werden. Leider enthalten diese Dateien aber meinen Namen und weitere personenbezogene Daten (als Wasserzeichen). Dies dürfte sich aber für mich nur dann negativ auswirken, wenn ich wirklich nachweisbar (z.B. über eine IP-Adresse) die Dateien massenhaft im Internet tausche oder diese sonstwie nachweisbar illegal verbreite. Denn legal darf ich ja die Musik im privaten, kleinen Kreis weitergeben.

Die Anzahl der legalen Kopien wächst aber explosionsartig: Ich gebe es an 7 enge Freunde, die wieder an 7 und die wieder an 7. Wären dann schon 343 Personen.

Ich möchte deshalb trotzdem nicht, dass die Dateien mit meinen Daten versehen werden. Also warten wir auf Programme, die das Wasserzeichen entfernen.

iTunes Store endlich ohne Kopierschutz

Ab heute gibt es im iTunes-Store den neuen Bereich iTunes Plus. Dort werden Songs in hoher Qualität ohne DRM angeboten. Ich habe iTunes “geupdated” und mir “Bunter Hund” von Reinhard Mey gezogen. Einzelsong kostet 1,29 Euro. Ganze CD aber 9,99 wie gehabt (4min-Song=7,7MB). Format ist AAC, jeder Song kann aber mit “rechte Maustaste – konvertieren zu MP3″ umgewandelt werden (das geht mit DRM geschützen Songs nicht), falls der mobile Player kein AAC abspielen kann. Im Moment werden nur Songs von EMI angeboten. Wird es ein Erfolg, folgen die anderen ganz sicher.

Somit hat Steve Jobs Wort gehalten sich um DRM-freie iTunes-Angebote zu bemühen. Und das Angebot steht in Ami-Land und Deutschland gleichzeitig. Super. Jetzt kann ich legal, komfortabel, systemunabhängig Musik herunterladen und überall abspielen. Am Preis muss noch gearbeitet werden, aber ich denke jetzt geht der Wettbewerb los.

Langsam wird es grotesk

In Amiland (in einigen Staaten) wird man jetzt erkennungsdienstlich behandelt, wenn man seine gebrauchten CDs an den Second Hand Shop verkauft. Fingerabdrücke und Ausweiskopie muss man abgeben! Ich dachte erst, das ist ein verspäteter Aprilscherz.

Bei uns wird aber auch kräftig Lobbyarbeit geleistet. Jetzt auch von und mit Udo Jürgens. Der möchte gerne, dass der Internetanschluss gekündigt wird, wenn man über diesen Urheberrechte verletzt. Er hat es wohl nicht so mit dem Internet. Sonst wüsste er, dann ein Anschluss meistens von mehreren Leuten genutzt wird. Besonders in WGs, Unis, Firmen, Familien, Internetcafés usw.

Dann möchte er auch gerne die Schutzfrist von 50 auf 95 Jahre erhöht haben. Tja, für „Merci Chérie“ läuft die Schutzfrist 2016 ab. Damals, 1966, hat er wohl nicht gedacht, dass er und seine olle Kamelle so lange im Geschäft bleiben. Da möchte er dann doch gerne mit 83 auch noch Geld für sehen. Also seinen damaligen Vertrag mit der Öffentlichkeit rückwirkend ändern. Dumm nur, dass er mit den Beatles und ein paar anderen ziemlich allein da steht. Viele alte Werke sind nicht mehr zu haben, weil die MI die nicht mehr vertreibt und andere diese aber wegen der Schutzfrist nicht verbreiten dürfen. Das bedeutet Kulturgut wird der Öffentlichkeit entzogen. Eigentlich sollte die Schutzfrist verkürzt werden.

Bin gespannt, was die MI den Politikern als Nächstes unterschiebt, ohne das die Verbraucher das mitbekommen.

Es gibt was gratis!

Pimp my Rights - Vol. 1Und zwar Musik. Völlig legal! Der Chaos Computer Club Regensburg (CCC-R) hat eine CD mit freier Musik verschiedener Künstler zusammengestellt. Die CD heißt „Pimp my Rights“ und kann auf der Seite des CCC-R kostenlos heruntergeladen werden. Am Besten über den Link dort „Die ganze CD gibt es auch komplett [...] MP3“ als MP3-Dateien herunterladen. Für jeden Musikgeschmack ist etwas dabei: Rock, Pop, Heavy Metal, Elektro, Punk, Chillout. Leider kein Country. :-) Meine Hörtipps: Paniq – Elektronische Musik (Deutsche Elektronikmusik) und Eden – Cansado de morir (Italo Heavy Metal).

Mit der Aktion möchte der CCC-R zum Boykott der Musikindustrie aufrufen, die laut dem CCC-R musiktauschende Jungendliche in ihren Werbespots kriminalisiert und ihre eigenen Endkunden durch verschiedene Maßnahmen schikaniert.

Kann man nur wünschen, dass das klappt. Aber BenQ-Produkte kauft in Deutschland ja auch keiner mehr :-) .

Legale Musik aus dem Internet

Es gibt mehr als iTunes und Musicload. Das sind wohl zur Zeit die beiden Platzhirsche. Beide arbeiten mit DRM. Das bedeutet die Musikdateien sind mit einem Kopierschutz versehen, der es zum Beispiel auch nicht erlaubt, die Lieder auf beliebigen MP3-Playern abzuspielen. Ein Lied kostet rund einen Euro bzw. ein komplettes Album rund 10 Euro. Die Einschränkungen findet man bei Musikload bei jedem Lied unter „Nutzungsrechte“ angegeben: „Nur 5x brennen“, „beliebig kopieren“ und so weiter. „Beliebig kopieren“ natürlich nur auf Abspielgeräte, die das Microsoft-DRM-Format unterstützen und selbst da gibt es noch Versionsunterschiede. Bei iTunes ist es wieder etwas anders. Die Lieder laufen zum Beispiel nur auf dem PC oder einem iPod-Player.

Neuerdings ist es auch gesetzlich verboten mit einem Hack-Programm den DRM-Schutz von seinen legal erworbenen Dateien zu entfernen, um zum Beispiel die Lieder auf beliebigen Abspielgeräten benutzen zu können. Einen legalen Trick gibt es aber noch: Die Lieder als normale Musik-CD brennen („5x brennen erlaubt“…) und dann wieder einlesen und im MP3-Format speichern (geht auch mit iTunes). Sobald aber die Musik-CD nicht mehr das führende Format ist, wird dieses Brenn-Recht wohl abgeschaltet werden. Außerdem ist das natürlich recht umständlich. Diese ganze DRM-Geschichte ist für Laien recht undurchschaubar und hat für den Konsumenten keine Vor-, sondern nur Nachteile. So schleicht sich die Durchsetzung der Interessen der Musikindustrie in unsere Musikdateien, Abspielgeräte, Computer und auch in unsere Gesetzgebung. Der Bundesverband der Verbraucherzentralen versuchte bzw. versucht gegenzuwirken.

eMusic – Songs ohne DRM

Es geht aber auch anders. Ich habe zum Beispiel ein Abo bei www.emusic.com. Beim Basic-Monats-Abo für 9,99 Dollar (ca. 7,87 Euro, heute) kann ich mir 40 Songs aus dem Angebot DRM-frei als MP3-Datei herunterladen. Also so ca. 20 Euro-Cent pro Lied und ohne Kopierschutzeinschränkungen. Allerdings sind hier nur Künstler von unabhängigen Vertriebsgesellschaften vertreten. Die Sachen, die uns die großen Musikunternehmen täglich im Radio und MTV um die Ohren hauen, findet man hier also nicht. Hier muss man sich mal selber ein paar Lieder anhören und sich eine eigene Meinung bilden. Das Angebot bietet auch Plattenbesprechungen und Empfehlungen von einer Redaktion und natürlich auch von Kunden. Wer möchte kann ja mal reinhören. Zum Beispiel bei „Chely Wright – The Metropolitan Hotel“ oder, wer 80er-Musik mag, bei „I Know What Boys Like“ .

Pandora – mein eigener Radiosender

Radiosender gibt es wie Sand am Meer per Kabel, Satellit oder Internet. Mit dem Winamp-Player oder auch über die iTunes-Software kann ich mir die Internet-Radiostation aussuchen, die meine Musik spielt. Für www.pandora.com braucht man keine extra Software zu installieren, bzw. nur das meist schon vorinstallierete Flash-Browser-Plugin. Bei Pandora gibt man einen Titel vor und Pandora spielt dann ähnliche Titel ab. So hat man praktisch eine Internet-Radiostation, die nur eine bestimmte Musikrichtung spielt. Nach (bis jetzt) kostenloser Anmeldung kann man mehrere solcher Radiostationen anlegen. Werbung nur über Banner, also nicht über den Lautsprecher. Hier hat man allerdings nur einen Live-Stream. Man kann also nicht die Lieder speichern oder kopieren.

Nachtrag: Da Pandora jetzt für deutsche User gesperrt ist: Alternativen wären www.finetune.com oder www.last.fm

Flatster – automatisch Radio aufzeichnen

Relativ neu ist der kostenpflichtige Dienst www.flaster.com. Testen kann man ihn aber kostenlos. Dazu muss man sich die Flaster-Software herunterladen (nur für WinXP glaube ich) und installieren. Für die Installation wird der kostenlose MP3-Encoder „Lame“ benötigt, den die Installationssoftware aber nach einem Klick automatisch herunterlädt. Ja, was macht Flaster eigentlich? Man kann dort Titel eingeben, die man gerne haben möchte. Flaster hat Zugriff auf die Abspiellisten einiger Internetradios und wenn der gesuchte Titel irgendwo läuft, spielt er diesen Sender ab (dann solle keine andere Software irgendwas abspielen) und greift das analoge Audiosignal der Soundkarte ab um den Song auf Festplatte im MP3-Format aufzuzeichnen. Das soll legal sein, da ja ein analoges Signal aufgezeichnet wird. So ungefähr funktioniert es jedenfalls, denn geheim ist noch, wie Flaster es schafft, dass die Songs komplett sind, also ohne Gequatsche am Anfang und Ende. Die Top100 Single-Charts gibt es dann für 2,99 Euro im Monat. Zugriff auf das komplette Angebot (was gerade im Aufbau ist) kostet entsprechend mehr. Am Besten funktioniert es natürlich mit den Titeln, die gerade viel im Radio laufen, also mit den Top 40. „Aint no other man“ von Christina Aguilera trötete schon nach knapp einer Minute aus meinen Lautsprechern und wurde aufgezeichnet. Also, Wunschliste eingeben, Lautsprecher abschalten und PC die Nacht durchlaufen lassen.