Unglaublich unerlaubte Telefonwerbung

Bei meiner Mutter ruft nach 18.00 Uhr jemand an und gibt sich als Mitarbeiter der Deutschen Telekom aus. Meine Mutter legt kommentarlos auf. Die einfachste Methode, um nichts falsch zu machen. Zu oft ist es schon anderen passiert, dass ein „Ja“ am Telefon eine Auftragsbestätigung ins Haus flattern ließ.

Der gute Mann kapiert es aber nicht und ruft noch mal an und klingt dann weniger freundlich als beim ersten Mal. Dann die unglaubliche Drohung: „Entweder Sie entschuldigen sich für das Auflegen und lassen mich ausreden oder Montag Mittag wird Ihr Telefon abgestellt!“

Meine Mutter hat Gott sei Dank wieder einfach aufgelegt. Ein „Ja, machen Sie das doch ruhig“ wäre wahrscheinlich als Auftrag zum Anbieterwechsel ausgelegt worden. Entweder wollte der Mann diese Aussage provozieren oder er war einfach nur frustriert, weil den Tag über schon hunderte Leute einfach aufgelegt hatten.

Ich hatte da schon einige Kandidaten am Rohr, aber so einen noch nicht.

Man kann aber auch den Spieß umdrehen und sich einen Spaß mit diesen Leuten machen. Es gibt das Anti-Telemarketing-Gegenwehr-Skript. So ein ähnliches Skript haben die Anrufer auch vor sich bzw. auf dem PC-Monitor. (Ausgefülltes Formular würde ich dann aber an die Verbraucherzentrale schicken).

Ich habe mir aber auch eigene Sachen zusammengesammelt. „bla bla Umfrage… Wie viele Personen über 30 wohnen in Ihrem Haushalt.“ „Sie sind hier nicht in einem Haushalt, sondern in einem Büro“ (Ende). Oder umgekehrt: „Wie viel Toner wird in ihren Büro verbraucht?“ „Sie sind nicht in einem Büro, sondern in einem Haushalt und wir haben keinen Laserdrucker..“. (Ende). „Wo kaufen Sie Ihren Wein?“ „Ich bin Moslem und trinke keinen Alkohol“ (in gebrochen Deutsch, Ende). Einmal habe ich auch gesagt: „An der Tankstelle“. Da war das Gespräch auch zu Ende. :-)

Mein Bruder auch gerne: „Möchten Sie beim Telefonieren sparen? Über welche Firma telefonieren Sie?“ „Ich bin per der Post?“ „Sie meinen bei der Telekom“ „Nein, mein Anschluss ist von der Deutschen Bundespost“ „Nein, die heißen jetzt Telekom“ „Nein, Post“ usw. :-)

Andere guten Sachen gibt es auch auf Nicht-Anrufen.de (Richtig gelacht habe ich über die Aufzeichnung unter “Anrufe/Anrufe ohne Freigabe/Lottogewinn? – F-f-f-f-f-fantastisch!”).

Erstkontakt

ScreenshotBin ich der Einzige, der diese Erstkontakt-Antwort-Mail etwas ungewöhnlich findet? Ich wollte wissen, ob die Lackiererei smart-Reparaturen anbietet (Small to Medium Area Repair Technic). Wenn die Autos so lackieren, wie die Kundenanfragen beantworten, dann gute Nacht.

Kinder in der Videothek

Über das verlängerte Wochenende war ich Freitag und heute in meiner Videothek an der Stiftsallee. Und immer liefen da Kinder rum. Es steht groß in rot an der Tür „Unter 18 Jahren kein Zutritt auch nicht in Begleitung Erwachsener“. Meiner Meinung auch aus gutem Grund. Da gibt es zwar ein Regal mit Kinderfilmen direkt neben der Tür, aber anschließend geht’s gleich weiter mit Erwachsenenfilmen. Heute waren zwei Mädels mit ihrer Mutti da. Die hat ihre Sprösslinge beim Kinderregal geparkt und ist dann rüber zu den Neuerscheinungen auf der anderen Seite der Videothek (mit einem Regal dazwischen). Hatte ihre Kinder also gar nicht im Blick und schon gar nicht an der Hand. Als die beiden Mädchen dann Richtung Pornoabteilung abdrifteten hat eine Frau vor mir in der Warteschlange dann die Mitarbeiterin hinter dem Tresen darauf aufmerksam gemacht. Daraufhin meldete sich die Mutti von der anderen Seite und meinte in Begleitung wäre das ja erlaubt. Da ich mir schon inzwischen dreimal den Spruch an der Tür durchgelesen hatte konnte ich dann etwas altklug darauf hinweisen, dass dies nicht der Fall ist und dass ihre Beiden gerade auf dem Weg in die Schweinereiabteilung seien. Die Mitarbeiterin hinter dem Tresen hat alles mitbekommen, aber überhaupt nicht reagiert. Die Mutti hat dann die Mädels eingesammelt und rausgeschickt. Zwei Minuten später war wieder ein Vati mit Kind in der Tür. Auch hier keine Reaktion vom Personal. Dabei haben die gar nicht die Zeit aufzupassen, was die Eltern mit ihren Kindern in der Videothek treiben. Wäre einfacher, die würden gleich beim Eintreten die Eltern auf den Jugendschutz aufmerksam machen. Der Tresen ist ja direkt an der Tür.

Also ich würde ja meine Kinder nicht mit in eine Erwachsenenvideothek nehmen. Da stehen haufenweise Ab-18-Filme in den Regalen, teilweise auf Kinderaugenhöhe, mit Covern wo selbst ich Alpträume bekomme. Dazu noch Werbeplakate. Aber ich würde meine Kinder auch nicht zu McDonalds mit rein nehmen, weil ich das auch für gefährlich halte. :-)