Bank ohne Bargeld

Mutti will in der Reha-Klinik Trinkgeld verteilen. Ich soll 5-Euro-Scheine mitbringen. Der Geldautomat gab mir einen 50-Euro-Schein. Die nächste Bank, die Mittags geöffnet hatte, war die Volksbank. Ich da rein und frage, ob die mir den Schein klein machen können. Erste Frage: “Sind Sie Kunde bei uns?” Hallo? Was ist mit Service. Es könnte ja sein, das ich irgendwann mal Kunde werden möchte. Und dann: “Wir haben kein Bargeld hier”. Bitte? Eine Bank ohne Bargeld? Sachen gibt es heutzutage.

Das war schon der zweite schlechte Eindruck von der Volksbank. Vor einiger Zeit wollte ich eine Bareinzahlung machen auf das Konto der indonesischen Botschaft. Dort kann man nämlich weder bar irgendwas bezahlen, noch etwas überweisen. Da geht nur was mit dem Bareinzahlungsbeleg. Auch wieder in der Volksbank “Sind sie Kunde? Ist der Empfänger Kunde bei uns?” Ging auch nicht. Nicht mal gegen Gebühr.

Also wenn nicht mal die einfachsten Sachen dort möglich sind…

Hier noch eine lustige Volksbankgeschichte.

GMX, 1+1 und das kostenlose und jederzeit kündbare Sicherheits-Produkt

Auch Heise warnt in einem Artikel über die neuen GMX-DSL-Tarife vor dem “kostenlosen” Sicherheitsprodukt, welches aber nur 3 Monate kostenlos ist, danach 12×4,95=59,40 Euro kostet. GMX gehört zu 1+1, deshalb taucht es dort auch auf. Heise schreibt, man müsse aufpassen wie ein Schießhund bei der Online-Bestellung. Kann ich nur bestätigen. So verärgert man seine Kunden. Kurzfristig Kohle abgreifen – OK – aber der nächste Wechsel kommt bestimmt. Und weiterempfehlen kann ich die Angebote natürlich auch nicht mehr.

Das Kabel ist ab

Nur noch DVB-T

Nur noch DVB-T

Unitymedia nervte mich mit schlechter analog-Kabel-Qualität, Preiserhöhungen und merkwürdiger Werbung, wo digital-Kabel billiger ist. Einige Programme wurden auf einen Kanal zusammengeschaltet. Teilweise wird mitten im Programm plötzlich umgeschaltet. Eben noch Gordon Ramsay, dann mitten drin wird NRW-TV ausgestrahlt mit irgendwelchen Nackedeis. BR3 ist weg und abends läuft auf dem Kanal eine Endlosschreife mit Unitymedia-Werbung. Und das für 17,90 im Monat. Die Verbraucherzentrale findet das auch nicht witzig.

214,80 Euro pro Jahr, die man sich sparen kann, denke ich. Also flugs das Kabel gekündigt und zwei DVB-T-Reiceiver besorgt mit Antennen. Ein Receiver ist ein Twin-Receiver mit Platte zum Aufzeichnen und gleichzeitig anderes Programm schauen. Hat insgesamt eine Kabel-Jahresgebühr gekostet. Einfache Receiver ohne Platte bekommt man aber sehr viel günstiger.

Arbeitslosen-TV kann ich aber trotzdem noch bekommen über das Internet. Ich habe ein Abo bei save.tv. Kostet 5 Euro im Monat und ich kann Sendungen aufzeichnen lassen und dann online schauen oder herunterladen. Meinen Laptop habe ich dazu an das TV angeschlossen. Also Gordon Ramsay ohne abgeschnittenes Ende geht auch noch.

Wir haben in den letzten 20 Tagen aber fast nur ÖR geschaut und ich muss sagen man gewöhnt sich daran. Irgendetwas läuft immer bei ZDF Info, Arte oder 3sat.

Ansonsten gibt es auch viel kostenlos im Internet. Die ZDF/ARD-Mediatheken, Vuze, Joost, Zattoo, Miro und viele andere. Wenn es immer noch nicht reicht, ist man in der Videothek um die Ecke mit 2,30 pro Film dabei. Und wenn ein aktueller Film ausgeliehen ist (wie Sa zum Beispiel Sweeny Todd), dann geht auch online bei Videoload. Allesdings ist das noch unnötig umständlich (Softwareinstallation) und teuer (4,99).

Warten wir mal ab, wie sich das Internet-TV weiter entwickelt. Solange halt überwiegend ÖR über DVB-T.

DVB-T bekommen wir übrigens hier in unserer Dachwohnung mit einer Zimmerantenne und die Qualität ist besser als analog-Kabel. Besonders bei ARD ist der Unterschied gewaltig. digital-Kabel ist zwar noch besser, aber ich habe keine Lust mich an einen Anbieter zu binden. Es wäre nämlich ein 2-Jahresvertrag fällig und der Receiver funktioniert praktisch nur bei Unitymedia. Satellit wäre eine Alternative, aber auch hier in der Dachwohnung müssten Kabel neu verlegt werden und das ist mir zu aufwendig.

Siehe auch:

1 und 1 und das Kleingedruckte

Eigentlich wollte ich nur einen DSL-Anschluss von 1und1. Dabei waren aber auch 6 Monate kostenlos Norten Internet Security – ein Windows-Virus-Scan-Paket. Also die Lizenz dafür. Geschickt wird aber einem nix – Software kann man sich dann runterladen. Wurde auch schön auf den ersten Rechnungen mit 0,- Euro aufgelistet. Was ich überlesen habe: Nach 6 Monaten kostet es Geld! Ob man es runterlädt oder nicht.

Bei einer Onlinebestellung steht in der Bestellübersicht “1&1 Sicherheitspaket, einmalig –, monatlich kostenlos”. Aber im Kleingedruckten: “6 Monate kostenlos und danach 4,99 pro Monat”. Und wenn man das nicht innerhalb der 6 kostenlosen Monate kündigt, dann hat man ein Jahresabo.

Also: Wenn bei 1&1 irgendwo in der Spalte “monatliche Kosten” ein “kostenlos” oder einfach nur “–” steht, dann bedeutet das nicht unbedingt das es jeden verdammten Monat kostenlos ist. Aufpassen kann ich da nur sagen!

Besonders ärgerlich ist, dass ich diesen Norton-Mist gar nicht auf meinem Mac nutzen kann.  Ich empfehle 1und1 natürlich jetzt nicht mehr so freudig weiter, wie ich das sonst getan habe. Für den gleichen Preis bekommt man woanders auch DSL und für 5,- Euro mehr sowieso.

Frei und eingeschränkt

Seit Jahren (fast Jahrzehnten) habe ich eine kostenlose Mail-Adresse bei Freemail von web.de. Wie zu erwarten war, wurden die kostenlosen Leistungen im Laufe der Jahre immer mehr eingeschränkt, um den Kunden zu einem kostenpflichtigen Abo zu bewegen. 

Zuerst machte es sich bemerkbar beim POP3-Abruf. Man kann nur alle 15 Minuten seine Mails abrufen. Dumm, wenn man sich irgendwo angemeldet hat und auf eine Mail wartet, um z.B. einen Bestellvorgang abzuschließen. 

Vor ein paar Tagen bekam ich die Nachricht, dass mein Mail-Limit von 500 Mails überschritten wurde. Ist das neu oder habe ich in all den Jahren nie diese Grenze erreicht? 500 Mails verteilt über alle Ordner inkl. dem Spam-Ordner. Das ist nicht viel. 

Das ist halt der Nachteil, wenn man eine kostenlose Adresse bei einem Free-Anbieter hat bzw. eine bei seinem Internet-Provider (z.B.  ”@t-online.de” usw.). Wird das Angebot unattraktiv und man wechselt oder wird das Angebot gar eingestellt, ist man gleich seine Adresse los. Hat man eine eigene Domäne (z.B.  ”@oliver-hallmann.de”) kann man sowohl den Internet-Provider wechseln als auch den Hosting-/Mail-Provider. Die Domäne und damit die E-Mail-Adresse bleibt gleich.

Na ja, werde ich wohl die web.de-Adresse bald auflösen und nur noch über meine eigene Domäne mailen. 

Übrigens: Eine Mail-Adresse mit eigener de-Domäne gibt es bei www.goneo.de ab 45 Cent pro Monat (E-Mail-Start-Paket). :-)

Zur betrieblichen Altersversorgung

Vor einigen Tagen gab es eine Informationsveranstaltung zur betrieblichen Altersvorsorge bei uns in der Firma. Ein Versicherungsmensch klärte uns über die Rentenentwicklung und Demografie in Deutschland auf.

Weitere Informationen aus anderer Quelle können nicht schaden. Vielleicht durch die Sendung Odysso vom SWF ”Sterben die Deutschen aus?”. Demografie-Lüge, Kaffeesatzlesen, Renten-Lüge, systematisches Angstmachen, Lobbyismus sind Begriffe, die fallen. Die Sendung kann als Online-Video abgerufen werden. 

 

Kaffee, Kaffee, Kaffee

Habe bei Lidl zwei Pakete Kaffee-Pads gekauft. Der Kaffee schmeckte aber irgendwie verbrannt und die Pads rochen auch so. Die Bohnen waren wohl zu stark geröstet worden.

Was tun? Bei Lidl umtauschen? Das war mir zu blöd. Da an der Kasse stehen mit zwei offenen Pad-Tüten, um die 3 Euro oder so zurückzubekommen.

Ich habe dann zwei Pads mit der Chargennummer an den Hersteller geschickt. Nicht wegen Gewährleistung, denn da wäre ja Lidl mein Ansprechpartner gewesen, sondern damit der Hersteller informiert ist und evtl. die Qualitätskontrolle verbessern kann.

Gestern kam dann überraschend ein Paket vom Hersteller mit 6 Packungen Kaffeepads. 2x die Marke, die ich gekauft hatte und 4 Probepackungen mit anderen Sorten. Habe ich im Büro in die Küche gestellt, damit alle Kollegen mal probieren können. So hat es sich dann wohl für alle gelohnt.

Die Super-Verkäufer

Manche Verkäufer bei eBay verstehe ich nicht. Ich guckte nach einem günstigen Camcorder. Ich fand ein Angebot von einem Verkäufer mit 35 Verkäufen, seit 2005 dabei. Also kein Anfänger. Der Camcorder ab 1 Euro, 130 Euro Sofortkauf. Die Beschreibung hat er irgendwo aus dem Web kopiert, aber dafür war sie dann recht ausführlich, wenn auch recht bunt. Unten hat er dann noch selber einige Sätze angefügt:

das Gerät hat noch 18 monate Garantie die rechnung werde ich mit dazulegen ebenfalls noch zwei neue Mini DV

Kassetten!!!

sodann viel Spaß beim bieten

falls fragen sind einfach mailen

da ich Privatverkäufer bin kann ich keinerlei Gewährleistung oder Garantie auf den Artikel geben wer da nicht mit einverstanden ist sollte auch nicht bieten Spaßbieter hören vo meinem Anwalt

Der letzte Abschnitt war ihm wohl besonders wichtig. Während er oben Groß- und Kleinschrift völlig willkürlich benutzt, hat er beim letzten Abschnitt darauf geachtet. Bis auf die Satzanfänge, aber er hat ja sowieso keine Punkte gesetzt, wodurch diese “wichtigen” Informationen schwer zu lesen sind.

“Spaßbieter hören von meinem Anwalt”. Ich denke dieser Satz war der Hauptgrund warum er das Ding nicht losgeworden ist. Also ich habe mich nicht getraut ein Angebot abzugeben. 130 Euro schätzt er selber den Wert ein. Was wäre passiert, wenn ich das Ding für 1 Euro ersteigert hätte? Das hätte ihm bestimmt nicht gefallen. Wäre ich dann in ein Spaßbieter?

Verkäufer, die ihren potenziellen Kunden gleich klar machen, dass sie gern zum Anwalt rennen, verkaufen nix. Das sind potenzielle Querulanten, die sich gerne streiten. Mit solchen Leuten möchte man keine Geschäfte machen.

Dann noch die üblichen unlogischen Floskeln: “Keine Garantie, keine Gewährleistung.” Oben schrieb er aber von 18 Monaten Garantie. Ok, das eine ist die Verkäufer-Gewährleistung, das andere die Hersteller-Gewährleistung. Aber wenn man das als Laie so ließt – klingt schon widersprüchlich.

Aber nehmen wir mal an ein gebrauchter Artikel hat keine Hersteller-Gewährleistung mehr. Dann steht bei eBay oft “Top Zustand” und weiter unten “Da Privatverkauf, keine Garantie, keine Gewährleistung” oder so ein Spruch. Gemeint ist wohl, dass der Privatverkäufer den Artikel nicht auf seine Kosten repariert, wenn es nach einen Monat oder so kaputt geht. Ich lese aber daraus: “Wenn das Ding kaputt ankommt, ist das dein Problem” und einige Verkäufer meinen das vielleicht auch so. Das ist natürlich falsch. Wenn der Artikel nicht ist, wie beschrieben – “Top Zustand” also funktionstüchtig – geht er natürlich wieder zurück. Das geht dann nämlich in die Richtung Betrug und da ändert keine Floskel der Welt etwas dran.

Also diesen Privatverkaufs-Spruch finde ich nicht sehr vertrauenerweckend. Ich würde so was schreiben wie: “Ich garantiere, dass das Gerät funktionstüchtig und wie im Text beschrieben ist. Darüberhinaus gebe ich als Privatverkäufer keine weitere Gewährleistung”. Man kann sich auch verkaufsfördernde Formulierungen überlegen wie: “Geld zurück, wenn Artikel nicht so ist, wie oben beschrieben.” Das ist zwar selbstverständlich, aber man kann es ja noch mal erwähnen. Auf jeden Fall sollte man nicht einen Anwalt oder ähnlich Negatives erwähnen.

GEZ-Wut

Die GEZ macht in der letzten Zeit Schlagzeilen (siehe nachfolgende Linkliste). Ich bin auch für eine Ein-Kopf-Pauschale, um das ganze günstiger, einfacher und durchsichtiger zu machen.

Markt macht Stimmung

Markt berichtet engagiert für uns als Bürger und Verbraucher. In der letzten Sendung im N3-Fernsehen ging es in einem Beitrag um Gebühren für Falschparker und Abschleppkosten die in den genannten Städten wohl stark variieren. In Hannover z.B. nur 46,- und in Hamburg bis zu 267,- Euro fürs Abschleppen. Als Beispiel hatten Sie einen Falschparker gefunden, der sein Auto aus dem „Autoknast“ abholen musste.

Jetzt könnte man ja denken, Markt hätte ein Beispiel gefunden, wo der Fall nicht so eindeutig war, eine Verwarnung oder ein Ticket vielleicht ausgereicht hätte. Aber nein, der gute Mann stand mit seinem Wagen dicht vor einem Zebrastreifen und gefährdete so der Übergang für die Fußgänger, die in der Sicht behindert wurden.

Man kennt ja die Bilder aus „der 7. Sinn“: Kinder gehen zwar wie befohlen über einen Zebrastreifen und fühlen sich sicher. Sehen aber das herannahende Auto nicht, weil ein parkendes Auto die Sicht versperrt. Im Markt-Bericht war es aber nicht ein normaler PKW, wo ein Erwachsener drüber gucken kann, sondern ein Van oder Bulli, wie es früher hieß, mit verdunkelten Scheiben, so dass man auch nicht durchschauen konnte.

Im Beitrag wurde der Wagen „Familien-Van“ genannt und der Halter war ein „Abschlepp-Opfer“. Also der Van war meiner Meinung nach ein schwarzer, neuer „Business-Van“ und der Mann im schicken Anzug ein Falschparker, der seinen Luxus-Van immer dort abstellt, wo es ihm gerade passt.

Zurecht finde ich muss er für seine falsch geparkte Riesenkiste knapp 450,- Euro für einen Spezial-Abschlepper bezahlen. Statt aber seinen Fehler einzusehen und die Sache gut seien zu lassen kommt er jetzt mit einem Anwalt und will einen Teil des Geldes zurückbekommen. Ist zwar sein Recht dies zu versuchen, aber im Fernsehen sich als Opfer darstellen zu lassen, obwohl er rücksichtslos geparkt und so der Gemeinschaft geschadet hat…

Gleich danach der nächste merkwürdige Bericht. Ein Ehepaar hat teure Schrott-Gartenstühle gekauft, die ihnen im 3. Jahr, nach der 2-jährigen Gewährleistung, unterm Hintern zusammen brachen. Man weiß nicht: Standen die im Winter ungeschützt draußen, wurde das Holz gepflegt? Na, egal. Die wollten jedenfalls die Stühle vom Verkäufer repariert haben, wohl eher erneuert, denn die waren total kaputt. Hallo? Gibt es da nicht schlimmere Verbrechen am Verbraucher? Oder sind die wirklich schwarzen Schafe noch nicht aus der Sommerpause zurück?

Also wenn kritisch über ungerechte Gebühren berichtet wird, dann bitte auch wirklich ungerechte Fälle schildern. Gibt ja genug Gerüchte denen man mal nachgehen könnte. Von Blitzern an ungefährlichen Stellen wo nur abgezockt werden soll. Politessen, die Nachts, werktags,  in Wohngebieten ohne Durchgangsverkehr Autos aufschreiben, die entgegen der Fahrtrichtung parken und andere merkwürdige Nacht- und Nebelaktionen. Oder Händler, die wirklich gegen Recht und gute Sitten verstoßen und denen man dann auf die Pelle rücken kann.