Posts Tagged “Servicewüste”

Von Finanz- oder Wirtschaftskrise merke ich hier nix. Den Handwerken geht es jedenfalls noch sehr gut. Der erste Maler, den ich angerufen habe, wollte für ein Zimmer 1200,- Euro plus MwSt. ohne Material und ohne Tapetenabkratzen haben. Man merkte schon beim Gespräch, dass er an dem Auftrag nicht interessiert war. Inseriert zwar im MT bei den Kleinanzeigen, also für die Zielgruppe Privathaushalte, macht aber Angebote, die sich kein Privatmann leisten kann. Der zweite wollte sich das Zimmer gar nicht erst ansehen. Und den Dritten bekamen wir nur über Vitamin B, weil die Firma bei meiner Cousine um die Ecke ist und sie den Inhaber kennt. Wohl gemerkt wir reden hier vom Tapezieren, nicht vom Raketenbau.

Heute das Gleiche beim Fernsehtechniker. Bei uns an der Straße gibt es einen. Kurz bei uns vorbeifahren, Schüssel anschrauben und ausrichten. Schnell verdientes Geld. “Nö, machen wir nicht.” Angeblich wegen Garantie (also Gewährleistung). Er wäre dann “dran”, wenn irgendwas kaputt geht. Nur wenn wir das Teil bei ihm gekauft hätten. Hallo? Natürlich muss er nur Gewähr für seine Dienstleistung leisten. Also das Anbringen. Also wenn ein Fachbetrieb davon ausgeht seine Arbeit würde auf eine Gewährleistung hinauslaufen, ist es auch kein Fachbetrieb.

Natürlich müssen die Leute nicht jeden kleinen Auftrag annehmen. Aber wir sind hier in der Kleinstadt Minden. Sowas spricht sich doch rum. Ich empfehle doch keine Leute weiter, für die ich als Kunde nicht gut genug bin oder die mir  haufenweise Stuss erzählen.

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Bekannte von meiner Frau aus Dänemark hat was in Deutschland bestellt. Firma lieferte nicht nach Dänemark. Also haben wir das Paket angenommen und per UPS weiter nach Dänemark geschickt. Hat 20 Euro gekostet. Die Dänin hat mir den Betrag per Western Union überwiesen.

Das soll alles ganz einfach und unkompliziert gehen. Mit der Überweisungsnummer und meinem Perso gehe ich zur Post. Anstehen. Dann: “Ja, Sie müssen erst dieses Formular ausfüllen. Da drüben bitte am Tisch”. Absender, Empfänger, Betrag usw.

Wieder anstehen. Die Postfrau gibt das in den Computer ein. Kann meine Handschrift nicht lesen. “Wie lautet der Nachname?”. Ich buchstabiere. “Nein, schreiben Sie es noch mal auf. – Sie müssen auch unterschreiben”. Ich sage: “Da steht -Empfangsbestätigung-. Das unterschreibe ich eigentlich erst nach dem Empfang.” “Ja, müssen Sie aber, sonst geht es nicht.” Ich unterschreibe. “So, jetzt müssen wir warten. Stellen Sie sich am Besten dort an die Ecke. Ich bediene zwischendurch einen anderen Kunden.”

Ich warte. “So, jetzt können wir es mal probieren”. Und dann kam dies hier.

Dann muss die Postfrau bei Western Union anrufen. Das erste schnurlose  Telefon geht nicht. Das zweite geht nicht. Endlich geht eins. Es kommt raus: Der Absendernachname passt überhaupt nicht. “Sie müssen das mit dem Absender genau absprechen und dann noch mal wieder kommen.” Oder ich pfeif auf die 20 Euro und schone meine Nerven.

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Heute war dieser Kerl bei meiner 83jährigen Mutti, die Gott sei Dank eigentlich für solche Heinis nicht die Tür öffnet. Es war heute aber eine Bekannte zu Besuch und die war gerade an der Tür.

Er stellte sich als Mitarbeiter eines regionalen Kabelfernsehanbieters vor (“Sie haben ja einen analogen Kabelanschluss von uns”) und soll sehr ungehalten gewesen sein. Ich war ja leider nicht dabei. Er soll gesagt haben, meine Mutter wäre ja schon mehrfach angeschrieben worden und sie hätte sich darauf gar nicht gemeldet. Und wenn sie sich nicht melden würde, würde der Kabelanschluss stillgelegt werden.

Ich sagte nur: “Ja, klar!” Die Masche kennen wir doch schon. Der Typ hatte eine Karte da gelassen. Sowieso “Im Auftrag” des Kabelfernsehbetreibers. Also nix Mitarbeiter. Sein Name und Handynummer eingestempelt. Klar, nur eine Handynummer, keine Büroadresse. Angekreuzt war “Unser Medienberater bittet dringend um Rückruf”. Dem gefallen habe ich ihm gleich getan.

Gedächtnisprotokoll:

Ich: “Sie waren heute bei meiner Mutter, <Adresse>. Worum ging es denn?”.

Er: “Ja, sie haben doch einen analogen Kabelanschluss bei uns.”

Ich: “Ja, und?”

Er: “Wir haben sie doch mehrfach angeschrieben. Es geht um den Umstieg auf Digital-Fernsehen.”

Ich: “Ja, und?”

Er: “Ja, das analoge Kabelsignal wird ja im Sommer nächsten Jahres abgeschaltet.”

Ich: “Gut, dann läuft der Vertrag dann ja aus.”

Ich dachte: “Was redet er da für einen Quatsch.”

Er: “Ja, aber das ist doch ja auch günstiger mit dem Digitalfernsehen.”

Ich: “Ja, aber ich müsste einen neuen 2-Jahresvertag abschließen.”

Er: “Ja, aber dafür erhalten sie eine Preisgarantie für diese Zeit.”

Das Verkäufergeschwafel wurde mir zu blöd und um das Gespräch zu beenden sagte ich:
“Wir planen nächstes Jahr auf Satellit umzustellen. Das lohnt sich also für uns nicht mehr.”

Er, etwas missgelaunt: “Dann hat sich die Sache ja erledigt.”

Das war der “dringende” Rückruf.

War also genauso, wie ich es mir gedacht hatte. Das ist nur ein Vertreter, der den Leuten neue 2-Jahresverträge aufschwatzt und dafür Provision bekommt.

Ich gehe morgen mal zur Verbraucherberatung und frage, ob sie schon mal von dem Typen gehört haben…

Update: Habe eben mit dem Kabelfernsehbetreiber telefoniert. Die haben natürlich noch keinen Abschalttermin für Kabelanalog. Frühestens 2010 laut Vorschlag der Bundesregierung (bzw. EU) aber bei dem Unternehmen ist noch kein Termin fixiert. Die Dame am Telefon hat sich den Namen des “Medienberaters” notiert.

Siehe auch:

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Tiras Tante arbeitet neuerdings in der Türkei und wir haben ihr ein Care-Paket hingeschickt mit indonesischem Instant-Food und Klamotten.

Ich auf der DHL-Seite:

Absender, Empfänger, Gewicht und “weiter”. Angaben für den Zoll. Uff. Bezeichnung, Anzahl, Gewicht, Herkunft. Ich habe das Paket schon zugeklebt. Keine Ahnung, was da alles drin ist. Also wieder aufschneiden, auskippen und alles zählen. Dann wieder alles rein und wieder zukleben. Und “weiter”. “Ihre Session ist abgelaufen”. Mist, was hatte ich da alles eingetragen?

So, bezahlen mit Kreditkarte auf einem merkwürdigen Formular von einem Zahlungssystem-Partner ohne jeglichen Hinweis auf DHL. Jetzt die Papiere ausdrucken. “Diese Papiere bitte in eine Versandtasche und ans Paket kleben. Versandtaschen bekommen Sie kostenlos in der DHL-Filiale.” Gut, also da hin.

Schlange stehen. Paket wiegen. Genau 10kg. Ich reiche ihm meine Papiere mit Einlieferungsbestätigung und Zollunterlagen. “Das brauchen wir nicht. Das Verfahren hat sich geändert. Wir drucken das hier aus.” “Wirklich?” “Ja”. Gut.

Draußen überlege ich: Die brauchen doch diese Zollpapiere. Oder drucken die die selber aus? Oder geht das jetzt vielleicht sogar ganz elektronisch? Daten habe ich ja eingegeben. — Nee, der meinte mit “Ausdrucken” bestimmt nur den Einlieferungsbeleg. Der hat nur geschaut, ob das Gewicht mit dem Aufkleber übereinstimmt und hat gar nicht gemerkt, dass das Paket ins Ausland geht.

Ich also wieder rein. Der gute Mann ist nicht mehr am Schalter. Ich stelle mich an. Gehe dann zum Kollegen. “Ich weiß von nix! Da kommt der Kollege fragen Sie den!”. Der hatte mich innerhalb dieser zwei Minuten schon wieder vergessen und ich musste ihm das Paket beschreiben. Was soll ich sagen? “Das einzige 10kg-Monster-Paket das in den letzten zwei Minuten bei Ihnen abgegeben wurde”. Er rennt nach hinten. Wieder nach vorn. Ich sage: “Es steht dort auf dem Wagen in der Ecke”. “Ach ja!”  ?-)

Gut das das noch geklappt hat. Sonst wäre das Paket garantiert wieder zurück gegangen. Sonst wären 35,- Euro Versand und 20,- Euro Rückversand in den Wind geschossen.

Nachtrag: Da einige meine wirren Gedankengänge nicht nachvollziehen konnten hier die Geschichte noch mal kurz: Ich habe zwei Mal die Sendung mit Zollangaben auf der DHL-Seite eingegeben und ausgedruckt. Der Postmann wollte die Papiere aber nicht haben. Ich bin aber noch mal rein in die Filiale und habe nachgefragt und natürlich gehörten die ausgedruckten Sachen (zusätzlich zum Adressaufkleber) ans Paket geklebt.

Das Paket ist übrigens bisher (19.11.) noch nicht angekommen.

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Cool. Gestern bei ELV programmierbare Thermostat-Regler für die Heizung bestellt. Lieferzeit sollte zwei Wochen sein. Sind aber schon heute gekommen.

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Beim Lidl gibt es heute im Sonder-Non-Food-Angebot Pfeffermühlen zu kaufen. Beim Lidl gibt es aber keine Pfefferkörner. Das bedeutet, dass jeder Lidl-Kunde, der dort eine Pfeffermühle kauft, seine Pfeffermühlenkörner woanders kaufen muss. Und zwar nicht nur einmal, sondern immer, wenn die Mühle leer ist. Das Produkt erfordert also, dass die Kunden regelmäßig woandern einkaufen gehen müssen. Ob das so schlau ist?

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Mutti will in der Reha-Klinik Trinkgeld verteilen. Ich soll 5-Euro-Scheine mitbringen. Der Geldautomat gab mir einen 50-Euro-Schein. Die nächste Bank, die Mittags geöffnet hatte, war die Volksbank. Ich da rein und frage, ob die mir den Schein klein machen können. Erste Frage: “Sind Sie Kunde bei uns?” Hallo? Was ist mit Service. Es könnte ja sein, das ich irgendwann mal Kunde werden möchte. Und dann: “Wir haben kein Bargeld hier”. Bitte? Eine Bank ohne Bargeld? Sachen gibt es heutzutage.

Das war schon der zweite schlechte Eindruck von der Volksbank. Vor einiger Zeit wollte ich eine Bareinzahlung machen auf das Konto der indonesischen Botschaft. Dort kann man nämlich weder bar irgendwas bezahlen, noch etwas überweisen. Da geht nur was mit dem Bareinzahlungsbeleg. Auch wieder in der Volksbank “Sind sie Kunde? Ist der Empfänger Kunde bei uns?” Ging auch nicht. Nicht mal gegen Gebühr.

Also wenn nicht mal die einfachsten Sachen dort möglich sind…

Hier noch eine lustige Volksbankgeschichte.

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Auch Heise warnt in einem Artikel über die neuen GMX-DSL-Tarife vor dem “kostenlosen” Sicherheitsprodukt, welches aber nur 3 Monate kostenlos ist, danach 12×4,95=59,40 Euro kostet. GMX gehört zu 1+1, deshalb taucht es dort auch auf. Heise schreibt, man müsse aufpassen wie ein Schießhund bei der Online-Bestellung. Kann ich nur bestätigen. So verärgert man seine Kunden. Kurzfristig Kohle abgreifen – OK – aber der nächste Wechsel kommt bestimmt. Und weiterempfehlen kann ich die Angebote natürlich auch nicht mehr.

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Nur noch DVB-T

Nur noch DVB-T

Unitymedia nervte mich mit schlechter analog-Kabel-Qualität, Preiserhöhungen und merkwürdiger Werbung, wo digital-Kabel billiger ist. Einige Programme wurden auf einen Kanal zusammengeschaltet. Teilweise wird mitten im Programm plötzlich umgeschaltet. Eben noch Gordon Ramsay, dann mitten drin wird NRW-TV ausgestrahlt mit irgendwelchen Nackedeis. BR3 ist weg und abends läuft auf dem Kanal eine Endlosschreife mit Unitymedia-Werbung. Und das für 17,90 im Monat. Die Verbraucherzentrale findet das auch nicht witzig.

214,80 Euro pro Jahr, die man sich sparen kann, denke ich. Also flugs das Kabel gekündigt und zwei DVB-T-Reiceiver besorgt mit Antennen. Ein Receiver ist ein Twin-Receiver mit Platte zum Aufzeichnen und gleichzeitig anderes Programm schauen. Hat insgesamt eine Kabel-Jahresgebühr gekostet. Einfache Receiver ohne Platte bekommt man aber sehr viel günstiger.

Arbeitslosen-TV kann ich aber trotzdem noch bekommen über das Internet. Ich habe ein Abo bei save.tv. Kostet 5 Euro im Monat und ich kann Sendungen aufzeichnen lassen und dann online schauen oder herunterladen. Meinen Laptop habe ich dazu an das TV angeschlossen. Also Gordon Ramsay ohne abgeschnittenes Ende geht auch noch.

Wir haben in den letzten 20 Tagen aber fast nur ÖR geschaut und ich muss sagen man gewöhnt sich daran. Irgendetwas läuft immer bei ZDF Info, Arte oder 3sat.

Ansonsten gibt es auch viel kostenlos im Internet. Die ZDF/ARD-Mediatheken, Vuze, Joost, Zattoo, Miro und viele andere. Wenn es immer noch nicht reicht, ist man in der Videothek um die Ecke mit 2,30 pro Film dabei. Und wenn ein aktueller Film ausgeliehen ist (wie Sa zum Beispiel Sweeny Todd), dann geht auch online bei Videoload. Allesdings ist das noch unnötig umständlich (Softwareinstallation) und teuer (4,99).

Warten wir mal ab, wie sich das Internet-TV weiter entwickelt. Solange halt überwiegend ÖR über DVB-T.

DVB-T bekommen wir übrigens hier in unserer Dachwohnung mit einer Zimmerantenne und die Qualität ist besser als analog-Kabel. Besonders bei ARD ist der Unterschied gewaltig. digital-Kabel ist zwar noch besser, aber ich habe keine Lust mich an einen Anbieter zu binden. Es wäre nämlich ein 2-Jahresvertrag fällig und der Receiver funktioniert praktisch nur bei Unitymedia. Satellit wäre eine Alternative, aber auch hier in der Dachwohnung müssten Kabel neu verlegt werden und das ist mir zu aufwendig.

Siehe auch:

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Eigentlich wollte ich nur einen DSL-Anschluss von 1und1. Dabei waren aber auch 6 Monate kostenlos Norten Internet Security – ein Windows-Virus-Scan-Paket. Also die Lizenz dafür. Geschickt wird aber einem nix – Software kann man sich dann runterladen. Wurde auch schön auf den ersten Rechnungen mit 0,- Euro aufgelistet. Was ich überlesen habe: Nach 6 Monaten kostet es Geld! Ob man es runterlädt oder nicht.

Bei einer Onlinebestellung steht in der Bestellübersicht “1&1 Sicherheitspaket, einmalig –, monatlich kostenlos”. Aber im Kleingedruckten: “6 Monate kostenlos und danach 4,99 pro Monat”. Und wenn man das nicht innerhalb der 6 kostenlosen Monate kündigt, dann hat man ein Jahresabo.

Also: Wenn bei 1&1 irgendwo in der Spalte “monatliche Kosten” ein “kostenlos” oder einfach nur “–” steht, dann bedeutet das nicht unbedingt das es jeden verdammten Monat kostenlos ist. Aufpassen kann ich da nur sagen!

Besonders ärgerlich ist, dass ich diesen Norton-Mist gar nicht auf meinem Mac nutzen kann.  Ich empfehle 1und1 natürlich jetzt nicht mehr so freudig weiter, wie ich das sonst getan habe. Für den gleichen Preis bekommt man woanders auch DSL und für 5,- Euro mehr sowieso.

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