Nachtrag vom 05.09.2012 siehe unten.
Schlagwort-Archiv: Servicewüste
Oliver und die TV-Wut
Gerade will ich mir die Aufzeichnung eines Horror-Films, der im Fernsehen lief, anschauen. zdf_neo, die öffentlich-rechtliche Programmalternative für 25- bis 49-jährige. Da ist es natürlich hip nicht nur fett das Senderlogo einzublenden, sondern auch noch einen Twitter-Hash-Tag. Denn wir, die Zielgruppe, gucken nicht nur einfach den Film, sondern wir twittern natürlich zeitgleich dazu.
Oliver und das Geheimnis der Einkaufswagen
Kennt ihr diese Nummern unten an den Einkaufswagen im Kaufland? Nachdem ich einige Male dort war fiel mir auf, dass die Kassiererinnen diese Nummern immer in die Kasse tippen. Warum? Wozu ist das gut? Je öfter ich dort war, desto neugieriger wurde ich.
Also fragte ich heute einfach mal meine Kassiererin als ich wieder dort einkaufte. Die Antwort lautete: “Die müssen wir eintippen, sonst können wir nicht weiter machen.” Jetzt bin ich also auch nicht schlauer. Durfte sie mir den wahren Grund nicht nennen? Ist das geheim? Wurde ihr selber der wahre Grund verschwiegen? Oder ist das aus ihrer Sicht einfach die korrekte, plausible und einzig logische Antwort?
Jetzt grüble ich erneut darüber wozu diese Nummern da sind und warum sie vor jedem Kassiervorgang in die Kasse getippt werden müssen. Sind das einfach nur nichtssagende Nummern mit einer Prüfziffer am Ende, so dass durch Ablesen und Eintippen die Kassiererin dazu gezwungen wird in den Wagen zu sehen, um zu kontrollieren ob er leer ist? Wird erfasst, wie oft der Wagen in Benutzung war, um dadurch einen Wartungsintervall zu berechnen? Wird über die EC-Kartendaten und Videoüberwachung der letzte Benutzer des Wagens gespeichert um Wagendiebe oder Vandalen zu verfolgen? Oder steht ein noch größeres Geheimnis dahinter? Falls es jemand weiß, möge er mich bitte aufklären.
Übrigens: Diese Hölzchen für das Laufband an der Kasse heißen Warentrenner. Konnte mir auch keine Kassiererin beantworten…
Das Protest-T-Shirt
Letzten Monat war ich mit Familie in Hamburg zur Anti-Atomkraft-Groß-Demo. Da mein kleiner Sohn auch mit dabei war, wollte ich ihm ein T-Shirt passend zu diesem Anlass spendieren. Um eines online zu bestellen war es schon zu spät. Aber es gibt ja zahlreiche Print-Shops, die kurzfristig eines anfertigen können. So dachte ich jedenfalls.
Vor ca. 20 Jahren habe ich schon einmal ein T-Shirt bedrucken lassen. Es sollte ein originelles Geburtstagsgeschenk sein. Ich mache ein Foto (in Farbe), damals noch analog, ließ es entwickeln, brachte es zu einem Print-Shop und bekam kurze Zeit später mein T-Shirt (in Farbe).
Jetzt, 20 Jahre später, so dachte ich, würde es zumindest genauso unkompliziert sein. Schließlich hat sich die Technik ja weiter entwickelt. Natürlich habe ich nichts fotografiert, sondern ich habe mir ein Motiv im Internet ausgesucht. Auf einer Anti-Atomkraft-Seite fand ich Plakate zum Selber-Ausdrucken mit Kindermotiven. “Ponys statt Atommüll” stand auf dem Plakat, darüber eine Kinderzeichnung von einem Pony. Meine Frau fand das niedlich. Ich hätte lieber “Atomkraft ist Moppelkotze” genommen, aber na ja.
Ich ging zum nächst liegenden Print-Shop und informierte mich. “Ja, im Moment haben wir keine Farb-[irgendein-Fachausdruck] mehr.” Ich: “Aber schwarz-weiß können sie doch?” – “Ja, kein Problem”, antwortete der Mann hinter dem Tresen. “Wie lange wird das dauern?”, frage ich. “Ca. eine Stunde”, bekam ich als Antwort. “In welchem Format brauchen sie es?”, und ich meinte das Dateiformat. “Am besten PDF.”, und ich hakte nach: “Welche Auflösung?”. “So gr0ß wie möglich.” Das fand ich schon zu ungenau. Welche dpi-Auflösung hat schon ein Stoff-T-Shirt? Ist doch kein Hochglanzdruck. Aber gut. “Welche T-Shirt-Größe?”, frage der Mann. “Haben Sie ‘S’?”, fragte ich zurück. “Nein, kann ich aber bestellen.” Ja, bestellen kann ich mir den ganzen Kram auch passend im Internet, aber ich antwortete: “Gut, ich besorge eins.” Und das war auch kein Problem. Hagemeyer, 2 Stück, 15 Euro.
Ich nahm die Pony-Vorlage aus dem Internet und unser Grafiker bastelte in der Mittagspause auf meinen Wunsch hin eine Anti-Atomkraft-Sonne in s/w darunter. Dauerte 3 Minuten. Er fragte noch: “s/w oder monochrom?” Ich dachte an die 20 Jahre Technologiefortschritt und war mir sicher, dass schwarz-weiß, also Graustufen kein Problem darstellen würden. “Wie soll ich das abspeichern?”, fragte er mich noch. Ich: “PDF, 600 dpi, wird ja wohl reichen”.
Zweiter Besuch im Print-Shop am nächsten Tag. “Datei kann nicht gelesen werden. Zu groß.” So viel zu “so groß wie möglich”. Na gut, auf einem moderneren PC ging es dann. Aber dann der Print-Shop-Mann: “Nee, Graustufen gehen gar nicht”. Ich sagte: “Hm, gut, ich lasse das noch mal überarbeiten.” Zurück im Büro wollte ich den Grafiker nicht wieder belästigen und so entfernte ich einfach die Anti-Atomkraft-Sonne. Also hatte ich nur noch den Schriftzug und das Pony in monochrom.
Am nächsten Tag, Freitag, Samstag war die Demo, ging ich wieder zum Print-Shop. “Ja, dürfen wir bei der Schrift auch eine ähnliche Schriftart benutzen? Das wird sonst schwierig.” Ich: “Warum?” – “Ja, das müssen wir sonst vektorisieren. Und das Pony-Bild wird auch schwierig.”
Ich bin dann erst mal raus – eine Rauchen. Dann wieder rein und meinte. “Also im Internet gibt es das Original-Plakat als Vektorgrafik in PDF. Sie müssten halt nur alles bis auf das Pony und den Schriftzug löschen.” – “Ja, super, kein Problem. Bis wann brauchen sie das?” “Heute!”, meinte ich, “Morgen ist ja die Demo.” “Oh, das wird schwierig.”, bekam ich zu hören. So viel zu “ca. eine Stunde.” Um 18 Uhr sollte ich wieder kommen.
Kurz vor 18 Uhr – wieder zum Print-Shop: “Ist noch nicht fertig.” Ich: “Kein Problem. 15 Minuten? Ich kann ja mal eine Runde drehen. Möchte nur nicht vor verschlossenen Türen stehen später.” – Er: “Ja, kein Problem, ich bin hier im Laden.” Also ging ich noch ein Bier trinken an der Hufschmiede. Als ich zurück kam meinte er: “So, ist fertig, aber das mit dem Pony-Bild haben wir nicht hin bekommen.” Also, ich wollte ein Pony, den Slogan und eine Anti-Atomkraft-Sonne und ich bekam nur ein T-Shirt mit einem simplen Schriftzug und kann froh sein, dass es der Original-Schriftzug war. Aber egal. Ich blieb ruhig. Ich hatte ja wenigstens etwas bekommen. Er kam mir auch mit dem Preis etwas entgegen.
Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Hamburg. “Hast du das T-Shirt?”, fragte ich meine Frau. “Ja, habe ich.”, antwortete sie mir und folgte mir mit T-Shirt und Kind zum Auto. Bei der ersten Pinkelpause fiel uns auf, dass das T-Shirt nicht da war.
Nun tut es mir ja Leid, dass meine Frau meinen Ärger abbekommen hat. Aber bis dahin war ich ja ganz ruhig geblieben. Nun war das T-Shirt nicht auffindbar und da war ich schon etwas verärgert, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich habe mich dann auch wieder beruhigt, soweit das im Stau kurz vor dem Elbtunnel möglich war.
Nach der Heimkehr fand ich das T-Shirt im Garten. Auf dem Weg zum Auto hatte meine Frau es verloren. Pech. Am 26.04.11 (Oster-Dienstag) gibt es einen Friedensmarsch um 14:30 ab Marktplatz in Minden mit Anti-Atomkraft-Demo. Dann, hoffe ich, kann das T-Shirt doch noch einmal zum Einsatz kommen. Allerdings ist Größe “S” natürlich viel zu groß. Damals sollte er es ja über der Winter-Jacke tragen. Heute haben wir über 20 Grad.
Warum ich “Fachhändler” in Zukunft meide
Vor kurzem gab unserer Herd den Geist auf. Schneller Ersatz musste her. Also fuhr ich zu einem nahe gelegenem Fachmarkt. Der neue Herd sollte Induktionskochplatten haben und Drehknöpfe, damit Omi auch mit der Bedienung klar kommt. Da gab es nur zwei von Siemens in der Ausstellung, auf denen diese Kriterien zutrafen. Die sahen beide gleich aus und die auf den Preistafeln angegebenen Features waren auch gleichlautend . Also fragte ich die dahergeeilte Fachverkäuferin, was denn den Preisunterschied ausmachen würde. Auf Anhieb konnte sie es mir auch nicht sagen. Nach kurzer Nachforschung kam heraus, dass der Unterschied in einer Selbstreinigungsfunktion des Ofens bestand. Fachverkäufer! Zum Prospekte-Vorlesen brauche ich keine.
Ich kaufte den teureren Herd und buchte auch das Rundrum-Glücklich-Paket mit Anlieferung, Einbau und Entsorgung des Altgerätes. Der Herd wurde am nächsten Tag geliefert, eingebaut und angeschlossen. Die nachträgliche Internetrecherche ergab einen Preisunterschied von 40% (ohne Glücklich-Paket). Das es beim Fachhändler teurer ist als im Internet war mir klar. Aber 40%! Junge, Junge. Für das Geld hätte ich sicherlich jemanden gefunden, der mir das günstigere Internet-Gerät fachgerecht angeschlossen hätte, zumal ich ja das Liefern und Anschließen extra bezahlt hatte, und dann hätte ich immer noch eine Menge gespart.
Eine Woche später viel ein Glas auf die Glaskeramikkochfläche und diese bekam einen Sprung. Ich hole die Rechnung hervor und schrieb eine Mail an die dort angegebene E-Mail-Adresse. Eine Woche wartete ich auf eine Antwort. Dann ging ich zu dem Laden und stand am Service-Schalter, wo ich zwei Service-Kräfte vorfand. Der eine erklärte gerade einer Kundin den Bildschirmschoner ihres neuen Notebooks, was endlos dauerte, der andere tippte im Zwei-Finger-Suchsystem auf seinem PC herum, was auch endlos dauerte. Endlich wurde ich nach meinem Anliegen gefragt.
“Ach, sie sind das mit der E-Mail?” Ich spürte, wie mir langsam die Gesichtszüge entgleisten. Bisher dachte ich die Mail wäre im Spam-Ordner hängen geblieben oder sonstwie nicht angekommen. Aber nein, sie lag sogar ausgedruckt auf dem Schreibtisch. “Das ist der mit der E-Mail.”, sagte er zu dem Kollegen am PC, “Habe ich dir doch hingelegt.” Der ganze Fachmarkt ist voll mit Notebooks, iPhones und anderem High-Tech-Krempel und die bekommen anscheinend nur alle Jubeljahre mal eine E-Mail, welche sie dann ausdrucken, gepflegt ignorieren und ihre Kaffeetasse darauf abstellen.
Na gut, ich wollte es kurz machen: “Ich brauche ein neues Glaskeramikkochfeld.” – “Och, ist es kaputt gegangen.” – “Nein, ich sammle die Dinger.”, wollte ich sagen, konnte mich aber noch zurückhalten. “Ja, da brauchen wir die Gerätenummer”. Ich erklärte ihm dann, dass ich das Gerät erst kürzlich hier zu überhöhten Fachhändlerpreisen käuflich erworben hatte und das er ja wohl die Artikelnummer im PC haben müsste. “Nein, wir brauchen die Nummer in der Ofenklappe.” Allerdings hatte er dann den pfiffigen Einfall doch einfach in die Ausstellung zu gehen und dort am Gerät nachzuschauen. In seinem bewährten Zwei-Finger-Suchsystem gab er die Nummer in den PC ein. “Ist hier nicht drin. Ist wohl noch zu neu das Modell. Ich muss das Ersatzteil in der Zentrale anfragen.” Er telefonierte, wurde x Mal weiterverbunden. Es kam heraus, dass auch die Zentrale keine Ersatzteilliste für das Gerät parat hatte. Die Zentrale müsste das Ersatzteil erst bei Siemens direkt anfragen. Er wollte sich wieder melden, wenn er die Nummer herausgefunden hatte und mir dann den Preis durchgeben.
Ich wartete diesmal zwei Wochen, aber es meldete sich niemand. Dann gab ich diese Ofenklappennummer bei Google ein und landete im Siemens eShop Home. Auf meinem Bildschirm erschien eine Stücklistenzeichnung und eine Liste aller Ersatzteile mit Endkundenpreis. 5 Minuten später hatte ich die Bestellbestätigung von Siemens im Posteingang.
Zwei Tage später wurde das Ceranfeld geliefert. Ausgetauscht habe ich es selber.
Liebe Vor-Ort-Fachhändler, ihr seid ein aussterbendes Volk und ich habe kein Mitleid.
Service Made in Germany
Eines meiner Lieblings-Küchen-Utensilien ist meine Brathaube von Börner. Diese passt auf alle Pfannen mit einem Durchmesser von 24-28 Zentimetern, dient als Spritzschutz, ermöglicht aber trotzdem ein krosses Braten von Fleisch, da sie seitlich Luft zieht und oben durch das Loch wieder abgibt.
Leider ist nach dem Spülen eine der drei Klemmen verlorenen gegangen, wodurch der Glasdeckel nicht mehr mit dem Metallring verbunden war. Meine E-Mail an den deutschen Hersteller wurde zügig beantwortet. Eigentlich hatte ich nach dem Preis für das Ersatzteil gefragt. Mir wurde aber sofort eine kostenlose Zusendung der fehlenden Klammer zugesagt. Ein paar Tage später konnte ich die Brathaube wieder in Betrieb nehmen und habe sogar noch ein paar Klammern in Reserve. Das ist doch mal ein super Service!
Niederländer statt Airbender
Hatte ja bei amazon.co.uk Marketplace das 3. Set von der Anime-Serie “Avatar – the last airbender” bestellt. Heute kommt stattdessen “Toppers in Concert 2009″. Das ist wohl die niederländische Gruppe, die 2009 beim Eurovision Song Contest im Halbfinale rausgefolgen ist.
Anscheinend gab es bei Amazon einen Fehleintrag beim EAN-Code. Der Marketplace-Partner erstattet mir den Betrag und die falsche DVD darf ich behalten. Die werden schon wissen, warum sie die DVD nicht wieder haben wollen…
Das war jetzt schon mein zweiter erfolgloser Versuch an dieses DVD-Set zu kommen.
Verflixt
Statt das komplette Set zu kaufen habe ich von ein paar Wochen bei eBay versehentlich nur eine DVD aus dem Set gekauft. Habe ich aber erst gestern gemerkt, als ich meine DVDs sortiert habe. Kann ich also nicht mehr widerrufen.
Dumm, dass diese DVD genauso viel gekostet hat, wie das Set. Ich hatte auf den Preis geschaut und dachte das wird schon das Set sein. Die Artikelbeschreibung war aber korrekt.
Diese Preis- und Vertriebs-Unterschiede in Deutschland, UK, Niederlanden usw. bei DVDs machen es unübersichtlich. Da kostet in Deutschland eine einzelne DVD aus einem Set genauso viel, wie das komplette Set in den Niederlanden. Das Set gibt es noch gar nicht in Deutschland, weil die erst mal die DVDs einzeln verkaufen wollen. Der einzige Unterschied dabei ist natürlich nur die Verpackung. Die Scheiben sind immer englisch beschriftet und enthalten die gleichen Tonspuren, also auch die deutsche.
Wenn dann natürlich einer die niederländische Version als Einzel-DVD anbietet, aber zum Preis von der deutschen Einzel-DVD, der wiederum dem Preis des niederländischen Sets entspricht, kann man schon mal durcheinander kommen.
Ich habe jetzt noch einmal das niederländische Set in UK bestellt. Kostet übrigens die Hälfte des inzwischen erschienenen deutschen DVD-Sets.
JJACKO und der Bademeister (Update)
02.09.2009 Die Firma JJACKO (Name wurde von mir geändert), ein Sportartikelhersteller, geht derzeit durch alle Blogs. Die, bzw. deren Anwalt, hat nämlich den Betreiber eines Fußballblogs abgemahnt. Dort hat dieser ein bisschen über die Firma gefrotzelt. Der Blogeintrag ist jetzt natürlich schon weg, aber es ging wohl u.a. über einen Vergleich von JJACKO mit Lidl und Aldi. Das Wort “Schlurchmarke” soll auch gefallen sein, was immer das bedeuten soll, und anderes.
Der Fußballblogger hat nach der Abmahnung brav den Artikel gelöscht und, nach einigem hin und her, auch eine Unterlassungserklärung unterschrieben. Das Ganze kostete ihn (Abmahngebühr, eigener Anwalt usw.) ca. 2000 Euronen.Viele meinten er hätte eine gerichtliche Auseinandersetzung klar gewonnen, aber dies konnte sich der Blogger nicht leisten.
Jetzt war dieser unheilvolle Artikel aber schon in diversen Suchmaschinen und automatischen Archiven (sonst wäre JJACKO auch nie auf diesen gestoßen). Davon gibt es hunderte. Mein Blog hat zum Beispiel laut Log-Datei mehr Besuche von Suchmaschinen und ähnlichem, als von echten Menschen. Somit war natürlich auch nach dem Löschen des Artikels dieser an anderen Stellen im Internet als Kopie vorhanden. Das gefiel JJACKO bzw. deren Anwälten wohl nicht und so flatterte eine weitere Abmahnung, diesmal ging es wohl um weitere ca. 5.000 Euronen, ins Haus.
Nun, übertriebene Abmahnungen wegen Kleinigkeiten gibt es viele. Dementsprechend gibt es viele Blogeinträge über ungerechte und unnötige Abmahnungen. Aber hier hat JJACKO es geschafft sich aus der Masse herauszuheben. Denn hier wurde ein Blogger erneut abgemahnt, obwohl er bezahlt und den Artikel entfernt hat. Mit der Begründung, bei einem ganz anderen (sogar ausländischen) Webseitenbetreiber, auf dessen Angebot der Blogger gar keinen Einfluss hat, stünde ja sein Text noch.
Dieser abgemahnte Fußballblog ist ein ganz kleiner mit vielleicht 400 Lesern. Warum wurde hier überhaupt abgemahnt? Ganz einfach. Wenn man bei Google JJACKO eingibt, soll halt nichts negatives erscheinen und ein bisschen verdienen will man vielleicht auch, jedenfalls die Anwälte.
Gibt man jetzt allerdings JJACKO ein, so erscheinen fast nur noch Seiten, die über diese Abzocke berichten.
Da liest man dann Überschriften wie:
- Wie JJACKO anderen Leuten das letzte Trikot auszieht
- Erste Abmahnung: 1085 Euro. Zweite Abmahnung: 5100 Euro. Imageverlust: Unbezahlbar!…
- JJACKO – Neue Social Media Kampagne
- JJACKO und der Streisand-Effekt
- Eintracht-Ausrüster JJACKO schießt PR-Eigentor im Web
- JJACKO – oder der Kampf gegen den Blogger-David
- JJACKO zeigt wenig Sportsgeist
- JJACKO: Willkommen in der Hall of Fail
- usw. usw.
Interessanter Artikel zum Thema via Carta:
“… Statt Meinungsstreit wird eine Kultur der Einschüchterung gefördert. …”
Nachtrag 16.00 Uhr:
JJACKO hat es bis nach heise.de geschafft.
Und auch bei Spiegel-Online …
(Websites von JJACKO und dem Bademeister sind wohl wegen Überlastung zur Zeit nicht erreichbar)
Auch lesenswert:
Der Anfang vom Ende der Abmahnanwälte? via ruhrbarone
Nachtrag 11.11.2009:
Interview mit Trainer Baade im Ballpod (mp3/podcast)
und:
“Die Einschüchterungsmaßnahmen gegen Sportblogger sollen den Status Quo einer Medienlandschaft erhalten, in der das Machtkartell von Verbänden, Clubs und Medien entscheidet, was dem Publikum serviert wird. Aus Angst vor Anwaltspost sind deutsche Sportblogger ziemlich zahm.”
Neues Netbook
Da mein Notebook nach Indonesien ausgewandert ist, habe ich mir eins von diesen hippen Netbooks besorgt. Das MSI Wind U120. Ich wollte eins haben, das UTMS und WLAN 802.11n beherrscht. Wer auf das “n” verzichten kann, sollte ich mal bei den Asus Eee PC umschauen. Kann man eine Geld Menge sparen.
Erste Eindrücke:




















