Mindener Atomkraftgegner bei e.on-Veranstaltung

Wer heute nicht auf der Anti-Atomkraft-Mahnwache in Minden war, der hat etwas verpasst.

Wie jeden Montag trafen sich die Atomkraftgegner um 18.00 Uhr auf dem Marktplatz in Minden. Zur gleichen Zeit fand eine e.on-Veranstaltung in der Bürgerhalle statt. Unser “Lieblings-Atomkraft-Provider” versuchte sein Image mit einer Informationsveranstaltung zum Thema Energiesparen aufzubessern.  Also entschloss man sich relativ spontan diese Veranstaltung zu besuchen.

Zuerst wurde vor der Bürgerhalle demonstriert. Dann fragte eine engagierte Dame “Wollen wir rein gehen!” und natürlich wollten wir. Was wir vorfanden war Bürgermeister Buhre an einem Rednerpult vor einer aufwendig beleuchteten e.on-Werbung. Er begrüßte die Demonstranten, die ihren Unmut erst einmal durch Gesänge und Pfeifen zum Ausdruck brachten.

Herr Buhre bemühte sich zu erklären, dass er ja auch schon gegen Atomkraft demonstriert habe. Das glaube ich ihm sogar, aber in dem Szenario vor der e.on-Werbung wirkte es doch etwas peinlich. Auf Nachfragen der Bürger, woher denn die Stadt Minden ihren Strom beziehe,  nuschelte er den Namen e.on, betonte dann aber, dass die Frage der städtischen Stromlieferanten bald diskutiert werden würde.

Herr Buhre lud die Demonstranten ein zu bleiben und an einer Diskussion teilzunehmen. Eine nette Geste. Wie ich erfuhr, war er auf der 1. Mahnwache in Minden dabei und danach im Urlaub. Vielleicht war es für einige (jedenfalls für mich) etwas überraschend ihn vor diesem e.on-Plakat zu sehen. Jedenfalls verließen die meisten Demonstranten die Bürgerhalle  und  vor dieser wurde dann diese bizarre Begegnung noch einige Zeit diskutiert.

 

Erhöhung der Elternbeiträge vorerst vom Tisch

Elternproteste bewirken Umdenken bei Mindener Politik

Die Pläne der Stadt Minden, die Beiträge für Kindergärten um 5% anzuheben, sind vorerst vom Tisch.

Nach den Elternprotesten im Dezember vergangenen Jahres meldeten sich Mindener Eltern erneut zu Wort. Vor der gestrigen Sitzung (30.3.) des Jugendhilfeausschusses im Anne Frank Kreativzentrum fanden sich betroffene Eltern mit ihren Kindern ein, um der Politik ihre Ablehnung gegen dieses Vorhaben zu demonstrieren und der Vorsitzenden des Ausschusses Elke Kehrer das Ergebnis einer Mailing-Aktion zu übergeben. Alle Elternräte Mindener Einrichtung waren darin aufgerufen, ihre Ablehnung gegen die Erhöhungspläne zu bekunden. Elternräte aus 26 der derzeit 33 Einrichtungen erklärten den Bestrebungen der Mindener Politik in dieser Mailing-Aktion eine Absage. In diesen Einrichtungen werden 1.806 Kinder betreut.

Der Jugendhilfeausschuss empfahl daraufhin gestern der Stadtverordnetenversammlung, die Maßnahmen zur geplanten Beitragserhöhung in Kindergärten aus dem Haushaltssicherungskonzept zu nehmen. Der neue Beschlussvorschlag zur Entfernung der Maßnahme aus dem Haushaltssicherungskonzept wurde einstimmig angenommen.

Mindener Eltern werden nun die Wahl eines Stadt-Elternrates in die Wege leiten, um so zukünftig die Interessen der Eltern noch besser vertreten zu können.

 

Diesmal nicht ohne mich

1986, zur Zeit der Tschernobyl-Katastrophe, war ich 17. Damals waren wir natürlich auch alle geschockt. Auf Anti-Atomkraft-Demos bin ich aber nicht gegangen. Das habe ich damals anderen überlassen. Jetzt bin ich 41, verheiratet und habe einen kleinen Sohn. Wieder gab es einen dieser überaus seltenen und eigentlich völlig ausgeschlossenen Super-GAU. Diesmal nicht irgendwo in Russland, sondern im Hochtechnologieland Japan. Unterstützung und Hilfe für alle Betroffenen der Katastrophe steht natürlich im Vordergrund. Aber ich denke es ist auch jetzt gerade die Zeit gegen die Atompolitik unserer Regierung zu demonstrieren. Dieses Mal bleibe ich nicht auf dem Sofa sitzen. Gestern war ich in Minden dabei und ich fahre auch zur nächsten Großdemo. In 15 Jahren fragt mich vielleicht mein Sohn, was ich denn damals gegen diesen Atom-Dreck unternommen habe…

Übrigens: Abwählen kann man jetzt schon: Stromanbieter wechseln! Robin-Wood hat Ökostrom-Anbieter getestet. Ein Wechsel ist einfach und unkompliziert. Ich beziehe meinen Strom bei Greenpeace-Energy. Zur Zeit 24,80 Cent/kWh und 8,90 Euro Grundgebühr/Monat.

Weitere Infos:

 

 

Diner Road Post-Vox

Ende August 2010 lief bei “VOX – Die Küchenchefs” die Folge mit dem Diner Road Restaurant in Minden/Päpinghausen. Einige Wochen danach war ich erneut dort auf der Suche nach dem besonderen Hamburger. Ist zwar schon wieder etwas her, aber ich hatte erst jetzt Zeit und Lust darüber zu schreiben.

Meinen Artikel zum früheren Diner-Road-Besuch findet ihr hier.

Die Karte wurde anscheinend nicht grundlegend überarbeitet. Immer noch ist sie viel zu umfangreich. Ein älteres Biker-Pärchen, welches nach mir das Lokal betreten hatte, brauchte bald 20 Minuten um eine Auswahl zu treffen. Eine “Vox-Seite” im Menü enthielt wohl die von den TV-Küchenchefs empfohlenen Gerichte. U.a. spezielle, riesige und teure Hambuger und einen Rindfleischtopf. Klang zwar gut, aber war mir zu viel bzw. zu teuer.

Besonders beworben wurde ein Hotdog, welches auch in der TV-Folge zu sehen war. Mit spezieller Soße und speziellem Würstchen. Aber ich esse ja kein Schweinefleisch. So bestellte ich einen Hamburger aus der “alten” Karte. Dort kann man die Größe wählen. Das Pad war gebraten und OK. Ich fragte die Bedienung, ob die Soße bei dem Hamburger auch selbstgemacht sei, was sie nicht so genau wusste. Ich konnte aber keinen großen Unterschied zu einem normalen Ketchup feststellen. Ansonsten auch alles beim Alten: Unspektakuläres Industrie-Sesambrötchen, eingelegte Gurken und diese gerösteten Zwiebeln aus der Dose mit ordentlich Geschmacksverstärkern. Ich konnte bei dem Hamburger keinen großen Unterschied zur Pre-VOX-Küchenchefs-Zeit feststellen.

Die Bedienung war überfordert und wirkte unkoordiniert. Es gab noch viele freie Plätze. Im Garten waren Zelte aufgebaut und die Kundschaft verteilte sich auf drinnen und draußen. Die Bedienungen mussten deshalb viel rennen. Ich wartete nach dem Hinsetzen ca. 10 Minuten auf die Karte. Wieso lagen diese nicht schon am Tisch? Insgesamt habe ich ca. 45 Minuten in dem Lokal verbracht um einen Hamburger und eine Cola zu bestellen, zu bekommen, zu essen und zu bezahlen. Zwei Mal konnte ich in dieser Zeit beobachten wie Kunden vom Außenbereich ins Lokal kamen, um das von der Bedienung vergessene Besteck einzufordern.

Sorry, aber da das Lokal etwas außerhalb im Industriegebiet liegt, die normalen Hamburger unspektakulär sind und wegen der langen Wartezeiten lohnt es sich für mich nicht dort noch einmal vorbeizuschauen. Falls jemand mal diese VOX-Burger oder dieses VOX-Hot-Dog probiert hat, kann er ja mal seine Meinung als Kommentar abgeben. Würde mich mal interessieren, ob diese die Erwartungen erfüllen.

Mein Rezept für einen einfachen, schnellen aber dennoch meiner Meinung nach schmackhaften Burger findet man hier. Mit einkaufen, zubereiten, essen und abspülen liegt man unter der Zeit für den Besuch im Diner. ;-)

Kürzlich gesehen 29

Rating: ★★½☆☆ Unser Mindener Land Das MT hat Filmmaterial gesammelt und ausgegraben und daraus diese Minden-Doku zusammengestellt. Vier DVDs, insgesamt 160 Minuten, also 40 Minuten pro Folge. Das ist schnell durchgeschaut und hätte auch auf eine DVD gepasst. Um überhaupt auf 160 Minuten zu kommen werden zwischendurch Interviews gezeigt. Die Aufnahmen stammen u.a. von Hobbyfilmern und so sind teils auch triviale Ereignisse, wie zum Beispiel Dorffeste, zu sehen. Mein Tipp: Statt kaufen lieber mal rumhören, wer das DVD-Set besitzt und dann ausleihen, denn mit 50 Euro ist es doch recht teuer, was natürlich an der relativ kleinen Auflage liegen mag.

Rating: ★★★★★ The Big Bang Theory Staffel 1-3 (engl.) So ziemlich alle Nerd-Klischees werden hier bedient. Trotzdem ist es eine der witzigsten Sitcoms, die ich bisher gesehen habe. Bei den Dialogen haben die Drehbuchautoren nicht einfach irgendwelche Fachwörter sinnfrei aneinandergereiht, sondern Experten zu Rate gezogen, um die Inhalte der verschiedenen Nerd-Themen korrekt wiederzugeben. Wenn die Protagonisten über Quantenmechanik diskutieren und dabei ihre sozialen Inkompetenzen offenlegen, so ist dies schon witzig für einen, der keine Ahnung von der Materie hat. Physiker würden darüber aber nicht lachen, wenn die Darsteller inhaltlich nur Unsinn daher reden würden. So sind alle Nerd-Themen, von den akademischen Gesprächen, über Comic-Helden-Vergleiche, Kriterien für den Router-Kauf bis hin zu Retro-Computerspielen, gut recherchiert und so doppelt lustig, wenn man sich in dem entsprechenden Bereich ein bisschen auskennt.

Rating: ★☆☆☆☆ Zweiohrküken Wohl nur eine schnell gedrehte Fortsetzung. Viele Szenen sind geklaut aus anderen Filmen und sinnfrei aneinandergereiht.  Aufgefallen sind mir die Dachsturz/Sat-Kabel-Szene geklaut aus “Mein Schatz, unsere Familie und ich” und die Toiletten-Szene mit Fäkalhumor geklaut aus “Dumm und Dümmer”. Schlimmer geht’s nimmer.

Rating: ★★★½☆ Drachenzähmen leicht gemacht Gut animiert, originelle Story, viel Action. Auch ohne 3D zu empfehlen.

Rating: ★☆☆☆☆ Disneys Eine Weihnachtsgeschichte Jim Carrey als ganz junger, junger und alter Scrooge, als Geist der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Weihnacht, also in fast allen computeranimierten Rollen. Dazu noch haufenweise wilde Kamerafahrten, die nur für die 3D-Version eingebaut wurden. Nervt.

Rating: ★★★½☆ Pandorum SciFi-Horror im Weltraum. Deutsch-US-amerikanische Coproduktion. Nichts grundlegend Neues, aber solide gemacht – auch das Ende.

Rating: ★★★★☆ #9 Die Langfilmversion eines 2005 von Neuling Shane Acker hergestellten Filmschulen-Kurzfilms. Das Ende fand ich etwas kitschig.

Langosch

Langosch

Langosch

Heute Mittag habe ich das erste Mal Langosch gegessen. Das ist so eine Art Pizza-Teig, der frittiert wird. Die Dame am Langosch-Stand auf dem Mindener Weihnachtsmarkt, zu finden gegenüber dem Optiker (historische Löwen-Apotheke),  bereitet diesen ungarischen Snack frisch zu. Ich wählte die Knoblauch-Variante, bei der der Langosch nach dem Frittieren mit Knoblauchöl bestrichen wird. Es gibt aber auch süße Versionen zum Beispiel mit Nutella. Wer es noch nicht kennt, sollte es mal probieren.

Langosch selber machen

 

Langosch-Rezept zu dem Video auf Culinaricast

Auf der Walz

Photo: Gabriele Kantel unter CC-Lizenz by-nc-nd

Photo: Gabriele Kantel unter CC-Lizenz by-nc-nd

Heute Mittag kamen zwei Wandergesellen aus Bayreuth in traditioneller Kluft in die Pommesbude und fragten nach einer kleinen Spende. Von den Mitarbeiterinnen des Imbissbetriebes bekamen sie Essen und Trinken angeboten und von einigen Gästen gab es etwas Trinkgeld. Nach dem die beiden wieder raus gegangen waren, fragte die ältere Bedienung die jüngere: “Na, weißt du denn welcher Zunft die beiden angehören?” “Das sieht man doch ganz klar an der Kleidung!”, meinte diese, “Schornsteinfeger natürlich!”

Freitag Mittag noch nix los

Das Programm beim Mindener Freischießen beginnt heute am Freitag laut Programmheft erst um 13.00 Uhr. Ich war vorher schon kurz in der Mittagspause in der Innenstadt. Dort war dementsprechend noch nicht viel los. (Fotos von der Parade vom Samstag hier)

Einige Fotos vom Freitag: