Ein gegrillter Putenspieß mit Letscho (geschmorte Paprika, Tomaten und Zwiebeln) und Kartoffeln. Das Putenfleisch wurde vor dem Grillen in eine Biermarinade eingelegt. Die genaue Zusammensetzung der Marinade wurde nicht verraten, aber eine Kleinigkeit Mayonnaise soll mit im Spiel gewesen sein. Das Fleisch war sehr zart. Vor dem Servieren wurde ein Öl mit Birkenraucharoma darüber geträufelt.
Ein Freund, der das gleiche Gericht bestellt hat und sich als Letscho-Experte bezeichnet, fand dieses recht gelungen. Dazu bestellte er einen Grüner-Veltliner-Weißwein vom Weingut Johann Topf (Österreich), angeboten vom Feinkosthaus Minden. Mit Wein kenne ich mich nicht so aus, aber wenn ich mich recht erinnere sagte er etwas von “hoher Säure” und “gut passend zum Essen”.
1001 Nacht, Aladin wird schwach gemacht
Beim Stand des Restaurants Al Shami hatte ich dieses Gericht. An den Falafel gab es nichts auszusetzen. Das Brot war etwas schwabbelig. Es konnte auf dem Stand nicht frisch gebacken werden. Ich erinnere mich an eine interkulturelle Veranstaltung an gleicher Stelle, wo man aber genau dies gemacht hat. Na ja. Was eine Taratur-Soße ist, wusste ich nicht. Das Internet klärte mich auf, dass es wohl eine Paste aus Sesamkörnern ist mit Knoblauch und Zitrone. Sie hat einen etwas bitteren Nachgeschmack. Muss man sich wohl erst dran gewöhnen. Den Sesam habe ich aber nicht heraus geschmeckt.
Sindbads Leidenschaft
Dies hatte meine Frau. Die gegrillten Hackfleisch-Spieße vom Rind und Lamm waren leider nicht sehr warm, hart und trocken. Die kamen wohl nicht frisch vom Grill, sondern aus dem Speisenwärmer. Das war bei vielen der Verkaufsstände auf der Gourmetmeile so. Ich meine: ‘ne Bratwurst kommt ja auch frisch vom Grill und nicht aus dem Speisenwärmer. Der Dipp war wieder dieses Taratur. Der Reis war wohl eine der günstigeren Sorten.
Little red Rooster
Ein Sommersalat mit selbst gemachtem Kefir-Orangen-Dressing und gegrillten Hähnchenbrustfiletstreifen mit süßer Chili-Soße vom Restaurant “Zum seriösen Fussgänger”. Letztere Soße war zwar nicht selbst gemacht, aber die Kombination schmeckte frisch und leicht. Die Hähnchenstreifen waren noch saftig und nicht in der Soße oder dem Dressing ertränkt. Hat mir gut geschmeckt.
Roastbeef – Flirt
Bei Bauerngut gab es wieder am Stand gegrilltes Fleisch. Ich kaufte ein Roastbeef. Dieses lag wohl etwas zu lange auf dem Grill. Es schmeckte gut, aber an einigen Bissen hatte ich ganz schön zu kauen. Die Beilagen waren nicht der Rede wert und wurden von mir nicht mitgegessen.
Rostiteller
Das Hotel Schäferhof sprang für das verhinderte Restaurant “Laterne Anno Dazumal” ein. Deren Rostiteller fand ich unspektakulär. Meine Nachfrage, ob denn das Aioli selbst hergestellt sei, beantwortete man mir mit einem barschen “Weiß ich nicht.” Aus dem “Off” hinter den Kulissen kam dann ein “Nein”. Weitere Fragen zur Herkunft des Räucherlachses und den anderen Dingen habe ich mir dann gespart. Der einfache Salat ertrank im Dressing, die Rösti konnte man essen.
Meine Gewinner
Der Stand vom Restaurant K&K. Hier bekam man nett, freundlich und ungefragt Informationen über das bestellte Gericht und den Wein. Geschmeckt hat es auch. Außerdem der Sommersalat vom Stand des seriösen Fussgängers, der zeigte, dass auch ein einfacher Salat nicht langweilig seinen muss.
Neu dabei sind das K&K Restaurant zusammen mit dem Mindener Feinkosthaus Müller mit österreich/ungarischer Küche und das spanische Restaurant A-Ponte. Es werden angeboten marinierte Schweinenackenstücke am Spieß gegrillt mit Rosmarin-Kartoffeln und Apfel-Thymian Chutney (Liebesgrüßen aus Moskau) und ein Potpourri aus Schweinesteak, Hähnchenspieß, Datteln im Speckmantel, spanischen Kartoffeln und hausgemachter Aioli unter den für mich nicht artikulierbaren Namen Passionar y dulca. Aber man kann es sich ja von Google vorlesen lassen.
Leider alles mit Schwein und ich esse ja kein Schwein. Aber vielleicht probiert ja ein Kollege für mich.
Meine Blogeinträge zur den letzten Gourmetmeilen findet man unter dem Tag (Schlagwort) Gourmetmeile. Dort kann man sich ein Bild machen über die anderen “alten Bekannten” der Veranstaltung.
37 Grad. Ich brauchte eine kurze Hose. Beim Kaufhaus Hagemeyer schlich ich durch die Herrenetage. Dort gibt es für jede der Marken eine eigene Abteilung. Alles nur lange Hose und sogar schon Lederjacken. Keine der Verkäuferinnen sprach mich an, obwohl dort nicht viel los war. Tja, wer bei 37 Grad die Herbstkollektionen der Markenhersteller verkaufen muss, hat es nicht leicht. Ich probierte eine Bermuda vom Resteständer. Diese sollten so ab 50 Euro aufwärts kosten. Ich fand aber keine, die mir passte.
Das war das zweite Mal, dass ich zum Hosenkauf bei Hagemeyer war, nachdem es umgebaut wurde. Damals suchte ich eine Jeans und ein Verkäufer sprach mich sogar an. Allerdings trug dieser einen Anzug, weil er auch in der Abteilung für Boss-Anzüge nebenan bediente. Er meinte es zwar gut, aber ich fühlte mich bei diesem Verkaufsgespräch doch etwas underdressed.
Damals, genau wie heute, ging ich danach zu Gausmann (Ecke Marienstraße/Marienwall). Sofort war eine Verkäuferin da. Erst hat sie “Badehose” statt “Bermudas” verstanden, weil sie direkt unter der lauten Klimaanlage stand. Auch “Petershäger Halblang” war ihr kein Begriff. Nachdem das Missverständnis aber geklärt war, maß sie meinen Umfang, gab mir eine Hose zum Probieren und die habe ich dann auch gekauft. So wie Männer halt Hosen kaufen. So lief es auch schon beim ersten Mal ab. Außerdem hat diese Bermuda von Mustang nur 25 Euro gekostet. Für das gesparte Geld habe ich mir dann noch einen Gürtel, auch von Mustang, gekauft. Da ich ja schon 13 Kilo abgenommen habe, benutze ich bei meinen alten Jeanshosen-Gürteln nämlich schon da letzte Loch.
Auf der Internet-Tageskarte unseres Stammlokals, “Suppkultur”, gab es heute ein Angebot speziell für Oliver. Ich war aber nicht gemeint, sondern mein Kollege mit dem selben Vornamen. Gestern gab es nämlich nur Pizza ohne Thunfisch, obwohl Thunfisch angekündigt war und da war er sehr enttäuscht. Deshalb wurde er heute auf der Internetseite persönlich angesprochen.
Seit ich meiner Stamm-Frisörin wegen Terminverschluderung vor ein paar Jahren die Freundschaft gekündigt habe, suchte ich einen Frisör in der Innenstadt, der meinen Männer-Bürstenhaarschnitt vernünftig hin bekommt. So probierte ich mehrere aus. Eine ist mehrmals umgezogen, bei den Ketten bediente mich immer eine andere Dame. Vor einem Monat schaffte es eine Fachkraft mir in meinen Kurzhaarschnitt Stufen reinzuschneiden. Erst habe ich das gar nicht bemerkt. Den Rest des Eintrages lesen »
Im heute erschienenen Werbeblatt “Weserspucker” ist eine Gegendarstellung der Landesvorsitzenden der Piratenpartei NRW, Birgit Rydlewski, erschienen. Der Weserspucker hatte in einer vorherigen Ausgabe unter der Rubrik “Mit spitzer Feder” über die Piratenpartei hergezogen. Hier ein externer Link zu der Gegendarstellung.
vielleicht hätten Sie mal, bevor Sie so einen Unfug verzapfen, ins Internet geschaut und sich ein bisschen über die Piratenpartei informiert, so wie es echte Journalisten machen (sollten).
Die Piraten sind eine Partei, die sich für die Bürgerrechte einsetzt. Das Thema Bürgerrechte ist gerade sehr aktuell. Die Datenskandale der Telekom und anderer, das vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das von der Koalition ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz. Man sieht also, den Unfug im Internet haben andere gemacht.
Ein weiteres Bürgerrecht ist die Unschuldsvermutung. Das bedeutet, solange jemand nicht von einem Gericht für schuldig befunden wurde, ist er als unschuldig anzusehen. Dies gilt für jeden Bürger, auch für den Herrn Tauss. Deshalb kann man ihm auch nicht den Eintritt in die Piratenpartei verwehren. Und mit offenen Armen geschah dies auch nicht. Es gab innerhalb der Partei auch viele kritische Stimmen.
So wie ich es verstanden habe geht es bei Herrn Tauss auch nicht darum ob er pädophil ist, sondern ob er im Rahmen seiner Ermittlungen und Untersuchungen im pädophilen Umfeld als Bundestagsabgeordneter solches Material sammeln und zum Tauschen anbieten durfte oder nicht.
Die Piraten selbst wollen gerade nicht, wie die Frau von der Leyen das gerne im Wahlkampf 2009 angedeutet hat, die Pädophilen unterstützen. Die Piraten wollten, genau die die FDP, dass Kinderpornographie im World Wide Web gelöscht wird, statt nur den Zugriff zu erschweren.
Und wenn die Wahlplakate stören: Pech, es kommen noch viele, viele von den anderen Parteien hinzu. Aber sie verschwinden auch alle wieder nach der Wahl. Aber wie kann ich den Weserspucker abbestellen? Der landet nämlich ungefragt zusammen mit dem MT bei mir im Briefkasten. Den Weserspucker empfinde ich nämlich als überflüssigen (Werbe-) Müll am Wegesrand.
Nachtrag 08.03.2010: Twitter-Hash-Tag zum Thema: #weserspucker
Ein Gemeinschaftsprojekt der Bibliotheken in Ostwestfalen-Lippe trug der Tatsache Rechnung, dass Jungen einen Nachholbedarf beim Thema Lesen und besondere Motivation und Förderung nötig haben. So wurde neues Lesefutter angeschafft und Lesungen von “Mann-zu-Mann” organisiert. Es fehlt den Jungen wohl auch an männlichen Lese-Vorbildern. (siehe MT-Online-Artikel).
Dieses und viele andere Projekte in dieser Richtung sind erfreulich. Jungen greifen nicht so oft und gerne zum Buch wie Mädchen. Aber nicht, weil sie dümmer sind, sondern weil Jungen anderes zum Lesen und zu Büchern geführt werden müssen als Mädchen. Diese Erkenntnis sollte sich nicht nur bei den Bibliotheken herumsprechen, sondern auch in den Schulen und Kindergärten. Hier mangelt es auch oft an männlichen Vorbildern, sind doch die meisten Pädagogen weiblich und wählen, oft auch unbewusst, Themen und Bücher aus, die eher ein weibliches Publikum ansprechen. Man beachte dazu passend übrigens das Bild der Bibliotheksmitarbeiter im MT-Online-Artikel (s.o), diese Kuchengrafik über das Personal in Kindertageseinrichtungen und diese Statistik über Lehrkräfte an Schulen und dort besonders den Anteil an weiblichen Lehrkräften in Grundschulen 87,7%.
Nun sind Jungen nicht nur beim Lesen ins Hintertreffen geraten, sondern werden auch auf anderen Gebieten benachteiligt. 1970 waren zum Beispiel 61% der Abiturienten mit Abschluss männlich. Hier wurde natürlich und zurecht durch die Frauen- und Mädchenförderung Abhilfe geschaffen. Leider hat man aber die Jungen dabei aus den Augen verloren. So sank die Zahl 2001 auf 44%. Hier, und eigentlich schon viel früher, hätte man schon gegensteuern müssen. Die Zahlen von 2008 lassen aber keine Erfolge sichtbar werden und es ist auch nichts oder nicht viel unternommen worden. 2008, also sieben Jahre später, lag der Anteil immer noch oder schon wieder bei nur 44%. Man beachte auch die Verteilung bei denen ohne Hauptschulabschluss.
Irgendwie und irgendwann lief die Förderung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern, in die falsche Richtung. Prominentes Beispiel ist der Girl’s Day. Eine mit sehr viel Geld geförderte Veranstaltung wo Mädchen männertypische Berufe und Studiengänge an Herz gelegt wurden und werden. Seit 2000 gibt es diese Veranstaltung. Nun ist das ja nichts negatives, wenn Mädchen sich auch mal anschauen, ob sie nicht vielleicht KFZ-Mechaniker oder Tiefbau-Ingenieur werden möchten. Doch was bring das? Wenn man aber Jungen für soziale Berufe oder ein Pädagogik-Studium begeistern könnte, wäre dies doch im Hinblick auf die am Anfang aufgezeigten Missstände zumindest genauso sinnvoll. Siehe auch diese Grafik zum Thema “männliche Studienanfänger in ausgewählten Studienfächern”.
Dieser Kritik am Girl’s Day nahm man sich wohl eher zögerlich an und so gibt es jetzt auch “Neue Wege für Jungs”. Was mir auffiel: Während es den Girl’s Day seit 2000 gibt, ist die älteste Pressemitteilung bei “Neue Wege für Jungs” vom März 2008. Aber immerhin. Wenn man die Webauftritte der beiden Projekte mal vergleicht, sieht es bei den “Jungs” aber schlechter aus. Auf der Girl’s Day Seite komme ich mit einem Klick gleich auf eine Deutschlandkarte, wo alle Veranstaltungen zum Girl’s Day am 22. April 2010 eingetragen sind. Auf den “Jungs”-Seiten habe so etwas nicht gefunden. Hier finde ich nur allgemeine Informationen wie sich Jungen bei Unternehmen oder Behörden um einen Praktikumsplatz bewerben können. Eine aufwendigen, bundesweiten “Boy’s Day” gibt es nicht. Auch hier fließen die Fördergelder wohl in die falsche Richtung.
Diese Entwicklung zur Benachteiligung vom männlichen Geschlecht zieht sich übrigens durch viele Bereiche und ist nicht nur bei der Leseförderung, Schulabschlüssen oder Förderungen zur Berufsorientierung zu finden.