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Mindener Zeitinseln 2012

Geschichte neu erleben

Die Zeitinseln 2013 – Reenacment in der Mindener Innenstadt

Übersichtskarte mit Programm (Flyer, PDF) siehe unten.

Am 15. und 16. Juni 2013 werden Orte und Gebäude in der und um die Mindener Innenstadt herum wieder Schauplätze für historische Darsteller, Handwerker und Künstler aus verschiedenen Epochen. Dieses Mal wird es insgesamt 13 Anlaufpunkte (Zeitinseln) geben und viele Programmpunkte zwischen 11.00 und 17.00 Uhr.

Der Zeitstahl startet an der ersten Zeitinsel mit Darstellungen des prähistorischen Alltages bei einer steinzeitlichen Inszenierung. Minden gab es damals zwar noch nicht, aber vielleicht hat ja mal einer der wenigen Menschen damals im heutigen Glacis Rast gemacht und einen Feuerstein bearbeitet.

Auch von Hinweisen auf Germanen- oder Römerlager an der Stelle des heutigen Mindens ist mir nichts bekannt, aber es könnte ja sein, dass einige hier vorbei marschiert oder gefahren sind. Im Juni sind sie auf jeden Fall hier und liefern Gladiatoren-Schaukämpfe (Weserpromenade).

MittelalterAm Mindener Dom tummeln sich Figuren des 7.-10. und 12.-13. Jahrhunderts. Geboten wird mittelalterliches Ringen, eine Handfeuerwaffen-Vorstellung, eine Modenschau und eine Rüstungsshow.

RitterKreuzritter und Bauern des 11.-13. Jahrhunderts erwarten die Besucher an der Marienkirche und zeigen ein Kampftraining.

Nikolaus KrageDie Zeitinsel an der Martinikirche steht im Zeichen der Reformation (1529-1535). Dort wird man Gelegenheit haben den Mindener Reformator Nikolaus Krage und die Landsknechte zu treffen.

Mit Japan hatte Minden im 16. Jahrhundert wohl auch noch nicht viel am Hut, aber Fans der Zeiten der Samurai finden am Schwanenteich authentische Einblicke in das Alltagsleben des japanischen Adels dieser Epoche.

MusketierLaut wird es am Wesertor zur Zeit des 30-jährigen Krieges bei Schießvorführungen und Kanonendonner. Auch die damalige Feldchirurgie wird vorgeführt. Letzteres ist vielleicht nicht so geeignet für Zartbesaitete und Kinder.

An der Schiffmühle exerziert eine westfälische Landwehrgruppe um 1813. Uniformen, Waffen und Ausrüstung werden präsentiert.

An der Fußgängerbrücke tobt der amerikanische Bürgerkrieg von 1861-1865. Aus Minden kamen Soldaten und hohe Offiziere beider Seiten. Gezeigt wird das entbehrungsreiche Lagerleben und eine Schießvorführung.

MilitärReenactmentgruppen des 18. Jahrhundert bis 1914 präsentieren am Preußenmuseum Uniformen,  Waffen und Modenschauen.

Am PreußenzugAm Bahnhof Oberstadt führen sie Darsteller rund um den Preußenzug zurück in die Kaiserzeit. Dieser wird repariert, man kann Figuren der Zeit bei einer Bahnhofsführung und einer Dampflokfahrt treffen.

Kinder finden sicher Gefallen an den großen Holzspielen auf dem Markt. Dort gibt es auch Mundwerker, mittelalterlichen Gesang und einen Floh-Zirkus.

Bei der Veranstaltung im letzten Jahr hatten einige Besucher das große Programmangebot und die Wegstrecken zwischen den Anlaufpunkten unterschätzt. Ich empfehle daher die Broschüre (Flyer) mit Übersichtskarte und Programmübersicht vorher zu studieren und so die Besuche, je nach Interessen, ein bisschen zu planen. Für den von der Innenstadt etwas entfernten Punkt “Bahnhof Oberstadt” mit der Zeitinsel “Preußenzug / Kaiserzeit” wird es einen Shuttle-Service geben. Den Flyer gibt es online als PDF-Download oder in der Touristeninformation, Domhof 2. Während der Veranstaltung werden die Flyer aber wohl wieder an den Anlaufpunkten ausliegen und es werden wohl auch wieder fleißige Mitarbeiter des Veranstalters diese dort verteilen und für Fragen zur Verfügung stehen. Parkmöglichkeiten gibt es auf Kanzlers Weide. Von dort gibt es einen Shuttle-Service in die Innenstadt, man kann aber auch die Fußgängerbrücke benutzen.

Rückblick – Zeitinseln 2012

2012 konnten Besucher wieder in Minden Nachstellungen mit Darstellern in historischen Kostümen bewundern. Während in den letzten Jahren diese Veranstaltungen hauptsächlich in der Mindener Altstadt statt fanden und sich auf die Epoche des 18. Jahrhunderts beschränkten, hat man in diesem Jahr zwölf Zeitinseln unterschiedlicher Epochen im Stadtgebiet verteilt errichtet.

Rüstungen und Waffen des 14.-15. Jahrhunderts wurden den Besuchern vor dem Dom präsentiert und erklärt. Natürlich gab es auch Kämpfe in Vollrüstung bei denen das Publikum manchmal kurz zusammenschreckte, denn die Lanzen hatten echte, massive Metallköpfe und es krachte schon mal, wenn einer am Kopf, Arm oder sonst irgendwo an der Rüstung getroffen wurde.

Im Dominnenhof, der soweit ich weiß nur zu besonderen Anlässen oder Stadtführungen zugänglich ist, waren Zelte aufgebaut und dort tummelten sich mittelalterliche Gestalten des 12. bis 13. Jahrhunderts. Es wurden Stoffe in einem Kessel über dem Feuer gefärbt, Essen zubereitet und allerlei andere alltägliche Verrichtungen gezeigt. Auch eine mittelalterliche Modenschau fand statt, bei deren Einleitung der Moderator darauf hinwies, dass man die Kostüme aus dem erfolgreichen Sat1-Film-Film “Die Wanderhure” getrost vergessen sollte. Die Teilnehmer aus der Reenacment-Szene legen besonderen Wert auf die historische Korrektheit ihrer Kostüme und Accessoires.

An der Weser fand man die Zeitinseln für das 18. Jahrhundert, die Kunst der Falknerei und, als krassen Gegensatz, die des 1. Jahrhunderts mit Germanen, Legionären und Gladiatoren.

Auch zum 18. Jahrhundert gehörte die Lazarettkirche zu Zeiten des siebenjährigen Krieges. Erstmals wurde hier ein Fokus auf die schreckliche Seite des Krieges geworfen. In jeweils ca. 10 minütigen Vorstellungen wurde realitätsnah die Versorgung von Verletzten gezeigt. Inklusive dem Ausbrennen von Wunden und einer Amputation. Nichts für schwache Gemüter und Kinder nur in Begleitung der Eltern.

KaiserzeitUnterhaltsamer ging es an der Zeitinsel am Bahnhof der Oberstadt zu. Dieser liegt etwas außerhalb der Innenstadt und konnte über einen Shuttle-Service erreicht werden. Im Wartesaal traf man Figuren aus der Kaiserzeit. Eine neue Dampflok von 1912 wurde getauft und auf einer Zugfahrt mit dem historischen Preußenzug unterhielten die Darsteller die Zugreisenden mit Gesprächen geführt in der damaligen Sprechweise und mit Themen der Zeit.

Rund um den Mindener Markt gab es historische Kinderspiele, auf der Bühne wurde mittelalterliche Musik auf originalgetreuen Instrumenten gespielt. Es gab eine Theatergruppe und ein Puppentheater.

Weitere Bilder, Videos und Berichte:

Skatepark Minden eröffnet

Skatepark für Minden

Fotostrecke

Am Samstag wurde der “Skatepark für Minden” offiziell eröffnet. Er befindet sich an der Weser am Atrium, das ist in der Nähe des Weserstadions in der Nachbarschaft der Kanusportgemeinschaft KSG. Zur Eröffnung gab es einen Contest an dem auch Skateboarder von Außerhalb teilnahmen.

Bisher gab es für mindener Skateboarder kaum Raum für ihren Sport. Einige traf man ab und zu auf dem Lidl-Parkplatz an der Stiftsstraße und an anderen Orten wo sie sporadisch eine transportable kleine Rampe oder eine Schiene (Rail) aufgebaut hatten. Einen Platz wo das Fahren offiziell erlaubt war gab es aber nicht. Sie wurden nur geduldet oder vertrieben oder sogar angezeigt. Diese Situation bestand so viele Jahre, bis die Jugendlichen im August 2011 auf den Marktplatz gingen und demonstrierten.

Half-PipeDanach ging es überraschend schnell voran, obwohl es einige Probleme mit der Finanzierung und den Behörden zu lösen galt. Am 11. Mai 2013 konnte dann aber, Dank viel Engagement und Sponsoring, die Anlage offiziell im Rahmen eines Skateboarding-Wettbewerbs in Betrieb genommen werden, zu dem sogar Teilnehmer aus Hannover und Hamburg anreisten. Es gab Getränke, Bratwurst, Eis und die Zuschauer konnten selbst einige Trendsportgeräte, wie Snakeboards oder Dreiradroller ausprobieren.

Weitere Informationen:

Essbare-Stadt-Minden

Erste Pflanzungen für die “Essbare Stadt Minden”

Mitglieder der Bürgerinitiative pflanzten am Samstag (04.05.2013) beliebte Kräuter, eine Obst- und mehrere Gemüsesorten in das Erdreich der Mindener Altstadt. Damit nahm das Projekt ‘Essbare Stadt’ im nordöstlichen NRW seinen gärtnerischen Anfang.

Pflanzen pflanzen in der AltstadtBei bestem Sonnenschein und unter den Augen von zahlreichen Besuchern und Pressevertretern wurden Schnittlauch, Rosmarin, Fenchel und anderes essbares Grün gepflanzt. Zur Ernte gereift stehen die Gartenfrüchte ab Sommer zum freien Pflücken kostenlos zur Verfügung.

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Header Sakura

Die Kinder sind die Leidtragenden

Titelfoto “Kirschblüten” von theredroom, Lizenz: CC BY-NC-SA

Die Schirmherrin der Mindener Aktionswoche “Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima” und Geschäftsführerin der Darmklinik Exter, Frau Christa Brühl, lud am 22. April 2013 ein zu einem Vortrag von Kazuhiko Kobayashi, Zeitzeuge aus Japan.


Kazuhiko Kobayashi

Kazuhiko Kobayashi – Zeitzeuge aus Japan

Und dann kam der Punkt, am Ende seines Vortrags, an dem Herr Kazuhiko Kobayashi seine Fassung verlor. Bis da hin war es ein langer, beherrschter, manchmal etwas zu akademischer Vortrag über die Situation seines Heimatlandes Japan nach der atomaren Fukushima-Katastrophe mit einer mächtigen Menge an Informationen. An jener Stelle sprach er noch einmal über die Kinder, die ihm so sehr am Herzen liegen. Er rang nach den richtigen Worten, dann versagte seine Stimme und er begann zu schluchzen.

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Ein Licht verbindet

Ein Licht verbindet – 27 Jahre mit Tschernobyl

Gedenkveranstaltung in der Mindener Innenstadt

Kerzen auf dem MarktplatzAm 25. April 2013 fand vor dem Mindener Rathaus die Gedenkveranstaltung “Ein Licht verbindet – 27 Jahre mit Tschernobyl” statt. Mit Lesungen, Vorträgen, Reden und Musik von Künstlern, Betroffenen und ehrenamtlich Engagierten wurde dem Publikum das Leben nach Tschernobyl, aber vor allem auch mit Tschernobyl nahe gebracht.

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Header Sakura

Zeitzeugen aus Fukushima / Tschernobyl im Cafe Lenz

Titelfoto “Kirschblüten” von theredroom, Lizenz: CC BY-NC-SA

Aktionswoche in Minden vom 22. bis 26. April 2013

Im Rahmen der europäischen Aktionswochen “Für eine Zukunft nach Tschernobyl und Fukushima” haben auch die Mindener die Möglichkeit Zeitzeugen persönlich zu begegnen und mit ihnen zu sprechen.

Von Montag den 22. April bis Donnerstag den 25. April 2013 ergibt sich für alle Interessierten die Gelegenheit des Gesprächs mit Frau Liudmilla Kuzmina aus Belarus (Weißrussland) und ihrer Tochter Irina. Jeweils ab 15.00 Uhr im Cafe Lenz, Deichhof 13. Geplant ist, dass die Moderation das Mindener Tageblatt übernimmt.

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Header - Open Air

Weserlieder Open Air Minden 2013

Das Weserlieder Open Air 2013 findet am 26./27. Juli in Minden am Amphitheater an der Weser statt. Der Eintritt ist frei. Für das leibliche Wohl sorgt eine Bierinsel, ein Cocktailstand, eine Bratwurstbude und es wird auch wieder vegetarisches Essen geben.

Bisher wurden folgende der neun teilnehmenden Bands bestätigt:

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Anti-Atomkraft

Plädoyer für erneuerbare Energie im Kino “Birke”

Eintrittskarte„Guten Tag! Mein Name ist Frank Farenski. Ich habe diesen Film gemacht. Danke, dass sie ihn sich heute anschauen.“

Wer ist beim Betreten des Kinos jemals so begrüßt worden? Und auch der Eintrittspreis war ungewöhnlich: 0,0168 Euro. Wer 2 Cent gab, bekam seine Eintrittskarte und einen halben Cent zurück.

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