Bubble Tea erobert Minden

Zwei neue Geschäfte in Minden

Update: Podcast über Bubble Tea (Culinaricast) in online.

In der Bäckerstraße 58 hat eine Filiale von BobaTime neu aufgemacht. Dort gibt es Bubble Tea, Milchshakes und Frozen Yogurt in verschiedenen Geschmacksrichtungen. Das besondere sind die Boba-Perlen. Das sind kleine Kügelchen mit Fruchtsirup drin, welcher freigegeben wird wenn man die Kügelchen im Mund zerbeißt.

Ich hatte einen grünen Tee, der mit Mango-Sirup und gestoßenem Eis durchgeschüttelt wurde. Bei der Wahl der Perlen war ich nicht so experimentierfreudig und wähle auch Mango. Das war dann natürlich etwas unspektakulär.

Der Becher war randvoll und wurde oben mit einer geschweißten Folie verschlossen. Dazu bekommt man einen extra dicken Strohhalm, durch den dann auch die Perlen passen. Diesen sticht man eigentlich durch die Folie. Ich habe das natürlich nicht gemacht, sondern versucht die Folie abzuziehen und mir so einen Schwall des Getränks in den Schritt gespritzt.

Bis zum 30. März 2012 bekommt man auf alles 50%-Neueröffnungs-Rabatt. Wer also mal probieren möchte…

Öffnungszeiten (ohne Gewähr): Mo-Sa 10:30 bis 21:00 Uhr, So & Feiertage 11:30 bis 21 Uhr.

Auch in der Obermarkt-Passage

Am 17.03.2012 eröffnete ein weiterer Bubble-Tea-Laden im unteren Teil der Mindener Obermarkt-Passage, neben dem dortigen Asia-Imbiss. Auch hier gibt es 50% Rabatt – bis zum 30.03.2012.

Öffnungszeiten (ohne Gewähr): Mo-Fr 9:30 bis 19:00 Uhr, Sa 9:30 bis 18:00 Uhr.

Bubble Tea Obermarktpassage Minden

Siehe auch:

 

Herd-Battle Bratkartoffeln

Das Video von der Bratkartoffel-Battle in Minden

Sven vom Culinaricast-Blog hat ein Video gemacht, in dem er zeigt wie seiner Meinung nach Bratkartoffeln gemacht werden und dies u.a. bei Facebook gepostet. Kurz darauf entbrannte dort eine wilde Debatte über die beste Zubereitungsmethode.

Auch der Betreiber des Grill-Dorado in Minden brachte seine Kritik ein, worauf hin Sven ihn zu einem Wettbraten herausforderte. Wie zwei Boxer vor dem Kampf lieferten sich dann die beiden einen verbalen Schlagabtausch, der natürlich nicht so ganz ernst gemeint ist. Allerdings sind wohl beide gewillt sich der Herausforderung zu stellen.

Der Grill-Dorado-Chef sieht sich vorne mit seinem Gas-Herd worauf er Bratkartoffeln in 5-7 Minuten bei großer Hitze herstellt. Sven sagt, Bratkartoffeln brauchen ca. 20 Minuten bei mittlerer Hitze um perfekt und knusprig zu werden.

Um die Stimmung weiter anzuheizen hat Sven sogar einen Battle-Song als Musikvideo aufgenommen.

Die Battle fand dann am 31. März 2012 im Grill-Dorado statt. Alle Videos des Events  findet man im Culinaricast-Blog.

 

Occupy Minden – Protestaktion in der Innenstadt

Occupy Minden

Occupy Minden

Am Samstag, den 12. November 2011, fand eine Protestaktion der lokalen Gruppe ‘Empört euch!’ (occupy Minden) von 12 bis 14 Uhr an der Martinitreppe/Rathaus statt. Am offenen Mikrophon hatten Teilnehmer und Passanten Gelegenheit über Sorgen, Nöte oder den eigenen Unmut zu sprechen.

Ich habe auch vorbei geschaut und Fotos gemacht. Engagiert und sympathisch machten die Veranstalter auf ihre Sache aufmerksam. Es gab spontan improvisierte Gesangsdarbietungen mit Trommlerunterstützung (Video), welche die Passanten neugierig machte, es wurden kritische, aber dennoch unterhaltsame Gedichte, Geschichten und Zeitungsartikel zu den verschiedenen Themen vorgetragen und es gab natürlich das Lieblingsgebäck der Bankster: Spekulatius.

Einen ausführlichen Bericht über die Aktion findet man auf den Webseiten der Mindener Rundschau.

Die Gruppe findet man auch über Twitter und Facebook.

Fotos von der Reenactment-Messe

Foto anklicken für weitere Bilder

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Am letzten Wochenende fand die 1. internationale Reenactor-Messe hier in Minden statt. Das interessierte Publikum konnte sich informieren und einkaufen. Es gab Verkaufsstände, Vorführungen und Vorträge. International war die Messe auf jeden Fall. Wer Englisch oder Französisch sprechen konnte war klar im Vorteil.

Ich war dort, um ein paar Fotos zu machen. Bei Fotos von den angebotenen Waren habe ich immer freundlich um Erlaubnis gefragt, da auf Messen immer die Foto-Angst wegen Produktpiraterie umgeht. Obwohl ja die meisten Aussteller eigene Homepages und Internetshops betreiben, auf den sie selbst ihre Waren mit detaillierten Fotos vorstellen. Ich fand aber nur einen Stand, wo extra ein “Keine-Fotos”-Schild angebracht war. Diesen Stand habe ich natürlich ignoriert. Und ein Händler wollte mich nicht so gerne auf seinen Stand lassen, präsentierte mir dann aber ein Stück aus seinem Angebot zum Fotografieren.

Im Allgemeinen war ich aber angenehm überrascht wie freundlich und offen alle von mir angesprochenen Aussteller waren. Einer meinte sogar recht amüsiert Fotos seiner Ware sind kein Problem, da das alles Repliken nach historischem Vorbild sind und jeder könnte ja auch in ein Museum gehen und dort “Produktpiraterie” betreiben.

Weitere Links zur Reenactor-Messe:

2. Oktober Demo am AKW Grohnde

Für weitere Fotos bitte das Bild anklicken.

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Am 2. Oktober 2011 fand wieder eine Anti-Atomkraft-Demo am AKW Grohnde statt. Dieses AKW ist ca. 50km von Minden entfernt und soll nach den aktuellen Plänen noch weitere 10 Jahre am Netz bleiben.

Ein halbes Jahr nach dem Erdbeben in Fukushima und den erneuten, halbherzigen Atomausstiegsplänen der deutschen Bundesregierung später darf der Protest nicht abflachen. Zum Programm der Demo gehörte Musik, Kinderprogramm, Diskussionen, Reden und ein Aktionstraining. Gastredner war u.a. der BUND Vorsitzende Prof. Dr. Hubert Weiger.

Von Minden aus konnten Demoteilnehmer mit dem Zug anreisen. Man traf sich am 2. Oktober um 11:15 Uhr am Mindener Bahnhof und reiste mit dem günstigen Niedersachsenticket. Ein Protestmarsch startete um 14 Uhr vom Bahnhof Emmerthal zum AKW Grohnde.

Hier noch ein paar Beispiele zum Thema “Unsere Atomkraft ist sicher“:

Gesunder Mittagstisch in Barkhausen

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Wer Mittags gesund essen möchte, hat nun auch in Porta Westfalica die Möglichkeit dazu. Unter dem Motto “Frische Suppen und mehr” eröffnete das zweite Suppkultur-Restaurant jetzt in Barkhausen. Öffnungszeiten und Menükarte sind online abrufbar. Die neue Suppkultur-Filiale befindet sich im Medizinischen Zentrum am Flurweg zwischen dem E-Center und dem Wesling-Klinikum.

German Photo Angst – Teil 2

Die Angst der (deutschen) Facebook-Benutzer

Im ersten Teil habe ich über meine Verwunderung berichtet über Teilnehmer eines öffentliches Aufzuges, die sich auf einer solchen Veranstaltung exponieren in dem sie sich u.a. kostümieren, aber trotzdem Fotografen misstrauisch gegenüber stehen, als ein Ausdruck von Angst vor der Veröffentlichung eines Bilddokumentes im Internet. Wobei hier wohl besonders das soziale Netzwerk “Facebook” als Schreckgespenst gesehen wird und als Synonym für das World Wide Web (WWW) bzw. das Internet benutzt wird.

Nun habe ich kürzlich auf Facebook eine andere Variante der “German Photo Angst” kennen gelernt und dies von den ach so bösen Facebook-Benutzern selber. Da gab es auf Facebook eine öffentliche Gruppe, die schnell auf 5.000 Mitglieder hochgeschossen ist. In dieser tauschten Mindener ihre Kindheitserinnerungen aus. Unter anderem wurden dort auch alte Fotos mit Mindener Stadtansichten, Sehenswürdigkeiten, Volksfesten eingestellt. Auch alte Firmenlogos oder Produkte, die mit Erinnerungen verbunden waren. Der Initiator und alleinige Administrator der Gruppe fühlte sich durch die explosionsartig gewachsene Teilnehmerzahl überfordert. Auch, aber nicht nur, weil er Bedenken hatte zum Thema Urheberrecht und Persönlichkeitsrecht bei den hochgeladenen Fotos. Er machte die Gruppe wieder dicht. So schade dies für die ca. 5.000 Gruppenmitglieder auch war, denn diese wollten hauptsächlich nur ihre Kindheitserinnerungen auffrischen und austauschen, so konnte man doch sehen, dass das böse Facebook sich durch die Teilnehmer selbst reguliert hatte, denn der Administrator ist auch nur ein einfacher Facebook-Benutzer und auch alle, die ihn wohl mit guten oder weniger guten Ratschlägen bedacht hatten.

Nun gibt es nicht nur eine Gruppe mit dem Wort “Minden” im Titel und so wanderten viele einfach weiter. Auch ich trat der Gruppe “Freunde kennenlernen in Minden” bei (zur Zeit weit unter 1.000 Mitglieder). Hier hat man wohl aus dem Intermezzo der jetzt geschlossenen Gruppe zu lernen versucht und so gibt es in dieser Gruppe mehrere Administratoren und einige Restriktionen, geprägt u.a. natürlich auch durch die “German Photo Angst”. Ausdrücklich wird in der Gruppenbeschreibung und auch in einem extra aufgesetzten Regelwerk betont, dass, wenn überhaupt, nur selbst geschossene Bilder hochgeladen werden dürfen. Das ist ja auch richtig. Man darf halt keine Fotos von irgendwoher “klauen” und dann irgendwo anders wieder ungefragt veröffentlichen. Das gilt allgemein so in Deutschland, auch im Internet und auch bei Facebook, wobei dies auch noch einmal ausdrücklich in den Facebook-Nutzungsbedingungen steht, denen jeder zustimmen muss, wenn er Facebook beitreten will:

“Du wirst keine Inhalte auf Facebook posten oder Handlungen auf Facebook durchführen, welche die Rechte einer anderen Person oder das Gesetz verletzen.”

Damit ist dann nicht nur das Urheberrecht gemeint, sondern auch alle anderen Rechte und Gesetze, zum Beispiel Persönlichkeits- oder Verwertungsrechte.

Die Angst wegen eines Bildes Ärger zu bekommen geht also nicht nur unter denen um die fotografiert werden. In dem oben genannten Beispiel sind es auch die Administratoren von Facebook-Gruppen. Stellt sich die Frage: Können Facebook-Gruppenadministratoren wegen eines Bildes, das ein anderer Facebook-Benutzer eingestellt hat, belangt werden? Und wenn es mehrere Admins in einer Gruppe gibt, welcher Administrator wird dann persönlich belangt seine irgendwie geartete Aufsichtspflicht verletzt zu haben? Sind Gruppenadministratoren, die ja auch eigentlich nur einfache Facebook-Benutzer sind, dann Facebook-Mitarbeiter oder irgendwie von Facebook beauftragt? Haben sie die Pflicht für die Einhaltung der diversen und komplexen rechtlichen Vorgaben innerhalb von Facebook zu sorgen bei Beiträgen von fremden Personen? Wurden sie über die Pflicht, wenn denn eine besteht, belehrt oder aufgeklärt? Oder sind es nur “Kann-Administratoren”, aber keine “Muss-Administratoren”? Diese Fragen wird wohl nur ein Fachanwalt beantwortet können, wenn überhaupt.

Fotouploads in einer Facebook-Gruppe werden also von den Administratoren sehr ängstlich beobachtet und im Zweifelsfall unterbunden oder entfernt. Ich lade allerdings recht selten Fotos direkt bei Facebook hoch. Ich packe meine selber erstellen und meiner Meinung nach unproblematischen Fotos auf Flickr oder in meinen Blog und benutze dann bei Facebook einfach nur einen Link dort hin. Damit dürften die Administratoren bei Facebook dann sowieso aus der Sache heraus sein und könnten sich beruhigt zurücklehnen. So dachte ich.

Bei der oben erwähnten Gruppe ist es aber zur Zeit so, dass die Administratoren noch mehr Angst vor Links haben als vor Fotouploads. Möchte ich in einem Kommentar oder in einer Meldung einen Link setzen, so muss ich vorher einen Admin um Erlaubnis fragen! Stichwort: Link-Haftung. Im schlechtesten Fall also: Keine Fotos, keine Links auf Seiten mit Fotos, wenn der Administrator der Meinung ist irgendetwas sei an den Fotoinhalten auszusetzen, ob dies nun wirklich zutreffend ist oder nicht.

Schon bei geringsten Bedenken wird eine Veröffentlichung vorsichtshalber unterbunden, auch wenn die positiven Effekte für alle Beteiligten offensichtlich sind und eine Beanstandung eher unwahrscheinlich.

Ein Beispiel

Ich kaufte mir ein Tombola-Los für einen gemeinnützige Sache. Mit dabei  bekam ich einen kleinen Flyer mit Infos über die Veranstaltung. Ich legte die beiden Sachen auf den Tisch und fotografiere diese Zettel zur Illustration eines Blogeintrages zum Thema. Einen Link auf meinen Blogartikel bzw. auf das Foto wollte ich dann in der Facebook-Gruppe veröffentlichen, um auf die gute Sache aufmerksam zu machen. Das wurde blockiert. Eine Begründung bekam ich nicht und habe ich auch nachträglich nicht angefragt. Ich vermute man hatte Angst vor möglichen Urheberrechtsklagen, da ja natürlich auch so ein Werbeflyer dem Urheberrecht unterliegt. Also machte ich mir den Spaß und fragte per E-Mail beim Veranstalter eine Erlaubnis zur Veröffentlichung meines Fotos an.

Das Internet und besonders Facebook lebt u.a. von der Aktualität und der Geschwindigkeit. Nichts ist so alt, wie eine Facebook-Beitrag von gestern. Natürlich gehören dazu auch Fotos und besonders Links. Wenn da nicht diese ständige Angst wäre…

Überraschender Weise bekam ich schon nach ein paar Stunden eine Antwort auf meine E-Mail mit einer Freigabe vom Veranstalter der Tombola. Leider war dann über sechs Stunden mein Facebook-Account wegen Wartungsarbeiten gesperrt und so konnte ich erst am folgenden Tag den nächsten Versuch starten meinen Link und mein Foto in der Facebook-Gruppe zu veröffentlichen. Dies mit dem Hinweis, dass ich eine Fotofreigabe vorweisen kann. Es wurde dann nur der Foto-Link, aber nicht der Link auf meinen Blog veröffentlicht. Das ganze natürlich, verzögert durch diesen ganzen Ablauf, relativ spät. Im Moment finde ich den Beitrag gar nicht mehr in der Gruppe. Vielleicht wurde er wieder von einem der anderen Administratoren ängstlich gelöscht. Oder er verschwand einfach in den Annalen der Gruppenbeiträge. Denn so ein Gruppenbeitrag ist zwar für ewig bei Facebook gespeichert, aber schon nach wenigen Stunden oder Tagen, manchmal schon nach Minuten, aus dem Fokus und nur noch schwer auffindbar. Ist auch egal, die Tombola-Veranstaltung ist sowieso schon vorbei.

 

Entenrennen zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbundes Minden-Bad Oeynhausen

Am Sonntag, den 04.09.2011, findet im Rahmen der Veranstaltung “Blaues Band der Weser” wieder das Entenrennen in Minden statt. Lose mit einer Entenstartnummer erhält man zum Beispiel bei Hagemeyer, dem E-Center oder beim Express-Ticketservice gegen eine Mindestspende von 3,- Euro. Am Sonntag werden dann tausende Kunststoffenten auf der Weser zu Wasser gelassen. Gespendete Preise im Gesamtwert von fast 10.000,- Euro werden so verlost. Darunter auch zum Beispiel ein iPad gespendet von Porta Möbel und viele andere Sachpreise.

German Photo Angst – Teil 1

 

Gestern war ich in der Altstadt um Fotos zu schießen. Dort fand ein Reenactment statt. Darsteller in historischen Kostümen liefen durch die schmalen Straßen und nutzen die alten Fachwerkgebäude als Kulisse für Szenen aus dem 18. Jahrhundert – ein Tourismusprojekt organisiert vom Stadtmarketing. Das Wetter war gut, die Besuchermenge entsprechend groß. Und natürlich gab es viele, die mit großen und kleinen Kameras fotografiert und gefilmt haben.

Praktisch jeder hat eine Digitalkamera. Man bekommt eine geschenkt, wenn man ein Zeitungsabo abschließt oder sie ist im Handy eingebaut und es wird fleißig fotografiert. Allerdings ist die Bereitschaft sich fotografieren zu lassen dagegen doch eher gering.

Die Angst geht um. Überall kann man es lesen: Vorsicht! Fotos im Internet! Achtung, Achtung! Passen Sie auf! Gefährlich, gefährlich. Ihr Leben könnte für immer zerstört werden. Das Internet vergisst nichts. Ihr Chef surft den ganzen Tag nach Fotos von ihnen im Internet und schmeißt sie raus, wenn er welche findet. Irgendwer fotografiert sie, lädt die Fotos ins Internet und dann weiß jeder wann und wo sie waren und was sie dort gemacht haben. Ungeheuerlich! Wehren sie sich!

Diese panische Angst davor auf einem Foto abgelichtet zu sein, lässt mich manchmal den Kopf schütteln. So ging ich auf der oben erwähnten Veranstaltung in ein Zelt, in dem Schneidwerkzeuge ausgestellt wurden. Dort saß auch eine Frau im Kostüm. Ich fragte: “Darf ich ein Foto machen?” Ja, durfte ich, aber es klang so eher nach: Ja, wenn’s denn sein muss. Dementsprechend gestellt wirkte dann übrigens auch das Foto. Aber egal, ich schoss das Bild, bedankte mich und trat schon wieder aus dem Zelt heraus, da hörte ich noch: “Aber das sie das nicht im Internet  veröffentlichen…”.

Das erstaunte mich und machte mich neugierig. Die Situation noch einmal: Veranstaltung für Touristen, Protagonisten in Kostümen auf den öffentlichen Straßen der Altstadt, Stadtmarketing hat fleißig Werbung dafür gemacht, allein vier Ankündigungen in der Lokalzeitung, dementsprechend überall Leute, die auch fleißig fotografieren bei schönstem Wetter. Ich wollte dann sagen: “Mädel, wenn du nicht ins Internet willst, dann hast du die falschen Klamotten an und bist hier generell auf der völlig falschen Veranstaltung.”  Stattdessen fragte ich etwas irritiert, aber natürlich freundlich, warum sie denn nicht möchte, dass die Fotos veröffentlicht werden. Und dann erklärte sie mir folgendes Angst-Szenario: Ich lade ihr Foto bei Facebook hoch. Irgendeiner erkennt sie dort und schreibt ihren Namen zu dem Foto und dann würde Facebook sie ja überall per Gesichtserkennung wieder finden. Ich wollte dann sagen: “Ja, und wenn man ganz viel Pech hat, steht man auch noch gerade dann zu hause am Fenster während das Google-Streetview-Auto vorbei fährt.”

Mittlerweile hatte sich dann noch ein zweiter kostümierter Teilnehmer der Veranstaltung dazu gesellt und hatte ähnliche Bedenken. Nachdem ich dann versprochen hatte kein Foto bei Facebook hochzuladen entspannte sich die Situation zusehends. Ich überreichte dann noch eine Visitenkarte mit meiner Flickr-Web-Adresse und das fand man dann aber doch wieder gut, dass man sich die Fotos der Veranstaltung dort anschauen kann. “Wir haben ja selber so selten eigene Fotos von uns…” Denn eine Kamera ist halt nicht das passende Accessoire für ein Kostüm aus dem Jahr 1761.

 

 

Erinnerungen wecken

Vor Kurzem hat Mario Vogelsteller auf Facebook die Gruppe “Wenn Du in Minden aufgewachsen bist, dann…” erstellt. Heute morgen, als ich hinzugefügt wurde, hatte die Gruppe 450 Mitglieder, jetzt sind es schon fast 1000.

In der Gruppe werden Jugenderinnerungen ausgetauscht. Es ist erstaunlich: Jemand postet eine Kleinigkeit, wie zum Beispiel:

  • “… sagst du anstatt Geld -Lobi und anstatt Wasser- Pani?” oder
  • “… hast Du Deine Schulsachen prinzipiell bei Doepner gekauft, weil Doepner ALLES hatte”

und schon fallen einem Sachen ein, die man schon längst vergessen oder verdrängt hatte.

Es geht vielen so, es wird viel geschrieben und im Moment ist richtig etwas los in dieser Gruppe. Auch alte Fotos werden hoch geladen. Schaut vorbei, wenn ihr in Minden aufgewachsen seid… (und ein Facebook-Account habt).

Update: Der Admin hat das Handtuch geworfen und die Gruppe gelöscht.