Gourmet-Meile Minden

Gourmet-Meile 2011

Update 01.08.2011: Podcast über die Gourmet-Meile Minden 2011 ist online.

Vom 22. bis 24. Juli 2011 fand in Minden wieder die Gourmet-Meile statt. Auf dem Mindener Marktplatz präsentierten sich Lebensmittelhändler und Restaurants mit ihren Tafelgenüssen. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal auch eine Fachjury, welche die Gerichte bewertete. Ich habe einige Gerichte probiert und bewertet (s.u.) und auch wieder Fotos gemacht.

(Den Gourmet-Flyer / Programmheft / Speisekarte findet man als PDF-Datei auf den Seiten der Minden Marketing.)

Alle meine Fotos von der Gourmet-Meile bei Flickr:

Fotos Gourmet-Meile Minden 2011

Fotos Gourmet-Meile Minden 2011

Meine Flickr-Fotos haben die Lizenz CC-BY 2.0Oliver Hallmann.

Mein Besuch am Freitag:

Heute besuchte ich mit einem Kollegen zusammen die Gourmet-Meile gleich Mittags kurz nach der Eröffnung. Wir vergaben Punkte. Zehn ist dabei die höchste und beste Punktzahl.

Himmlisches Tütchen – Hotel Bad Minden

Himmlisches Tütchen - Hotel Bad Minden

Himmlisches Tütchen - Hotel Bad Minden

Eine Vorspeise aus Fetakäse, Oliven, Paprika, Fleur de Sel und Thymian im Aromabeutelchen gegart. Sehr lecker und hübsch anzuschauen. Dies war von den drei Gerichten, die ich heute probiert habe, das beste. 9 von 10 Punkten.

Dieses Gericht bekam den Sonderpreis der Fachjury “Überraschung des Jahres”.

Genießerwölkchen – Victoria Hotel

Genießerwölkchen - Victoria Hotel

Genießerwölkchen - Victoria Hotel

Eine weitere (kalte) Vorspeise: Petersilienpfannkuchen mit zart rosa gebratenem Roastbeef und Kräuter-Crême-Fraîche gefüllt. Und genau das habe ich auch bekommen. Das Roastbeef war zart und rosa. Dazu gab es Rucola mit einem Balsamico-Dressing. Ich denke es war nur Balsamico. Gut fand ich, dass der dunkle Essig relativ sparsam eingesetzt wurde. So blieb der Pfannkuchen davon verschont. 8 von 10 Punkten.

Höllenfeuer – Restaurant Grosse Klus

Höllenfeuer - Restaurant Grosse Klus

Höllenfeuer - Restaurant Grosse Klus

Lecker, Lecker. Ein Zwischenrippenstück vom Rind direkt am Stand am Spieß gebraten und dann in Scheiben serviert. Dazu gab es dicke Bohnen, die noch ein bisschen Biss hatten und eine fruchtige Salsa-Soße, die zwar auch gut schmeckte, aber nicht feurig, also nicht so scharf war, so wie es in der Karte stand. Aber das mit der Schärfe ist ja immer sehr subjektiv. Ich fand aber, es war zu viel von der Salsa-Soße auf dem Teller und leider wurde sie auch halb über das schöne Fleisch gegossen. Das war unnötig, denn das Fleisch war saftig und schmeckte auch ohne Soße. 7 von 10 Punkten.

Praterstern – Restaurant Grosse Klus

Praterstern - Restaurant Grosse Klus

Praterstern - Restaurant Grosse Klus

Mein Kollege, der etwas kritischer beim Thema Essen ist, probierte das Wiener Schnitzel vom Kalb mit steirischem Kartoffelsalat. Die Kartoffeln fand er nicht ganz durch und die steirische Art mit Kürbiskernöl on top war auch nicht so sein Geschmack. Am Kalbsschnitzel fand er am Rand etwas sehenartiges. Seine Bewertung: 3-4 Punkte.

Sonne, Mond und Sterne – Victoria Hotel

Von dem gegrilltem Lachsfilet auf einem Kartoffel-Fenchel-Pürree habe ich leider kein Foto, weil mein Kollege nicht warten konnte und sofort zu spachteln anfing. Seine Bewertung: Hätte zwar etwas heißer seinen können aber schmeckte hervorragend, was bei ihm die Punktzahl 8 bedeutet.

Mein Besuch am Samstag:

Heute besuchte ich die Gourmet-Meile zusammen mit Sven vom Culinaricast, den ich über Twitter kennen gelernt habe.

Wir trafen auch Frau Wimmer vom Weinmesse-Blog, die mit uns einen kleinen Weinprobe-Rundgang machte. Aber nun zu meiner Laienbewertung der Gerichte, die ich heute probiert habe:

Entenbrust – Hotel Restaurant Schäferhof

Entenbrust - Hotel Restaurant Schäferhof

Entenbrust - Hotel Restaurant Schäferhof

Die Kartoffelrösti waren trocken und ich glaube die waren auch (wieder) nicht selbst gemacht. Eine Linsensuppe esse ich eigentlich ganz gerne, aber die Linsenbeilage hier war nicht so mein Fall. Die “rosa Entenbrust” war auch nicht rosa und ein bisschen trocken. Die Orangensoße schmecke mir zu wenig nach Orange. Eigentlich schmecke sie gar nicht nach Orange. 3 von 10 Punkten.

Jakobsweg – Mindener Feinkosthaus

Jakobsweg - Mindener Feinkosthaus

Jakobsweg - Mindener Feinkosthaus

Das “Pilgerbrot” war endlich mal so, wie ich mir eine Brotbeilage auf der Gourmet-Meile gewünscht habe. Es wurde am gleichen Tag frisch gebacken und am Stand auch frisch überbacken mit Käse. Auf den anderen Ständen bekommt man meist nur einfache nackte Baguette-Scheiben. Das Pilgerbrot schmecke saftig und lecker. Die Jakobsmuscheln waren mariniert und wurden auch am Stand für die Kunden frisch in der Pfanne gebraten. 8 von 10 Punkten.

Dieses Gericht wurde von der Fachjury als bestes gewertet.

Himmel trifft Hölle – Mindener Feinkosthaus

Himmel trifft Hölle - Mindener Feinkosthaus

Himmel trifft Hölle - Mindener Feinkosthaus

Ein Vorspeisenteller mit verschiedenen guten Käsesorten. Dazu Cassis-Senf, der fruchtig und leicht scharf geschmeckt hat und dazu passte. Dazu noch Weintrauben, eine Portwein-Feige und eine Art Kürbiskern-Keks. Einfach und gut. 7 von 10 Punkten.

Teufelsspieß – Hotel Bad Minden

Teufelsspieß - Hotel Bad Minden

Teufelsspieß - Hotel Bad Minden

Die beiden Stücke Seeteufel fand ich nicht sehr prickelnd. Den Ingwer aus der Marinade habe ich nicht heraus geschmeckt und auch nicht den Safran in dem Safran-Limettenschmand. Schade. 5 von 10 Punkten.

Sanfter Engel 2011 – Hotel Bad Minden

Sanfter Engel 2011 - Hotel Bad Minden

Sanfter Engel 2011 - Hotel Bad Minden

Ein rundherum gelungene Nachspeise. Das Blutorangensorbet war hausgemacht. Die Bourbon-Vanillesauce hatte die kleinen schwarzen Vanillepünktchen und war wohl auch hausgemacht. Der Blue-Curacao-Kaviar stammt aus der Molekularküche. 8 von 10 Punkten.

Entenbrust – Holland’s Gourmet Service

Entenbrust - Holland's Gourmet Service

Entenbrust - Holland's Gourmet Service

Der Geschmack der Ente ging in der Gemüstekruste unter. Die Beilagen waren Standard. 5 von 10 Punkten.

Tranchen vom Kalbsrücken – Holland’s Gourmet Service

Tranchen vom Kalbsrücken - Holland's Gourmet Service

Tranchen vom Kalbsrücken - Holland's Gourmet Service

Die Tranche war keine Tranche, sondern ein recht dickes Stück. Ich fand es etwas trocken und das getrüffelte Kartoffel-Blumenkohlpüree schmeckte nicht nach Trüffel. Es hatte auch eine leicht bittere Note, wohl wegen des Blumenkohls. Und was sind bitte Steinpilzchampignons? Beide Gerichte vom Gourmet-Service fand ich für ein Catering o.k., aber in einem gehobenen Restaurant hätte ich mehr erwartet. 5 von 10 Punkten.

 

die Gourmet-Meile 2011 im Mindener Tageblatt:

Die Gourmet-Meile für Vegetarier

Videos über die Gourmet-Meile

Alle Artikel zur Gourmet-Meile Minden

Klickt auf dieses Tag (Schlagwort), um alle alten und aktuellen Blogartikel zur Gourmetmeile zu sehen:

Gourmetmeile

 

 

Gerichte/Fotos der Gourmetmeile Minden 2010

Ich denke oft an Piroschka

Das Restaurant K&K servierte mir auf der Gourmetmeile das Gericht genannt nach dem gleichnamigen Film von 1955 mit Liselotte Pulver in der Hauptrolle.

Alle Fotos auf Flickr – hier klicken.

K&K Putenspieß mit Letscho

Ein gegrillter Putenspieß mit Letscho (geschmorte Paprika, Tomaten und Zwiebeln) und Kartoffeln. Das Putenfleisch wurde vor dem Grillen in eine Biermarinade eingelegt. Die genaue Zusammensetzung der Marinade wurde nicht verraten, aber eine Kleinigkeit Mayonnaise soll mit im Spiel gewesen sein. Das Fleisch war sehr zart. Vor dem Servieren wurde ein Öl mit Birkenraucharoma darüber geträufelt.

Ein Freund, der das gleiche Gericht bestellt hat und sich als Letscho-Experte bezeichnet, fand dieses recht gelungen. Dazu bestellte er einen Grüner-Veltliner-Weißwein vom Weingut Johann Topf (Österreich), angeboten vom Feinkosthaus Minden. Mit Wein kenne ich mich nicht so aus, aber wenn ich mich recht erinnere sagte er etwas von “hoher Säure” und “gut passend zum Essen”.

1001 Nacht, Aladin wird schwach gemacht

Beim Stand des Restaurants Al Shami hatte ich dieses Gericht. An den Falafel gab es nichts auszusetzen. Das Brot war etwas schwabbelig. Es konnte auf dem Stand nicht frisch gebacken werden. Ich erinnere mich an eine interkulturelle Veranstaltung an gleicher Stelle, wo man aber genau dies gemacht hat. Na ja. Was eine Taratur-Soße ist, wusste ich nicht. Das Internet klärte mich auf, dass es wohl eine Paste aus Sesamkörnern ist mit Knoblauch und Zitrone. Sie hat einen etwas bitteren Nachgeschmack. Muss man sich wohl erst dran gewöhnen. Den Sesam habe ich aber nicht heraus geschmeckt.

Sindbads Leidenschaft

Kofta-Spieße mit Reis

Dies hatte meine Frau. Die gegrillten Hackfleisch-Spieße vom Rind und Lamm waren leider nicht sehr warm, hart und trocken. Die kamen wohl nicht frisch vom Grill, sondern aus dem Speisenwärmer. Das war bei vielen der Verkaufsstände auf der Gourmetmeile so. Ich meine: ‘ne Bratwurst kommt ja auch frisch vom Grill und nicht aus dem Speisenwärmer. Der Dipp war wieder dieses Taratur. Der Reis war wohl eine der günstigeren Sorten.

Little red Rooster

Sommersalat mit Hähnchenstreifen

Ein Sommersalat mit selbst gemachtem Kefir-Orangen-Dressing und gegrillten Hähnchenbrustfiletstreifen  mit süßer Chili-Soße vom Restaurant “Zum seriösen Fussgänger”.  Letztere Soße war zwar nicht selbst gemacht, aber die Kombination schmeckte frisch und leicht. Die Hähnchenstreifen waren noch saftig und nicht in der Soße oder dem Dressing ertränkt.  Hat mir gut geschmeckt.

Roastbeef – Flirt

Roastbeef Bauerngut

Bei Bauerngut gab es wieder am Stand gegrilltes Fleisch. Ich kaufte ein Roastbeef. Dieses lag wohl etwas zu lange auf dem Grill. Es schmeckte gut, aber an einigen Bissen hatte ich ganz schön zu kauen. Die Beilagen waren nicht der Rede wert und wurden von mir nicht mitgegessen.

Rostiteller

Röstiteller

Das Hotel Schäferhof sprang für das verhinderte Restaurant “Laterne Anno Dazumal” ein. Deren Rostiteller fand ich unspektakulär. Meine Nachfrage, ob denn das Aioli selbst hergestellt sei, beantwortete man mir mit einem barschen “Weiß ich nicht.” Aus dem “Off” hinter den Kulissen kam dann ein “Nein”. Weitere Fragen zur Herkunft des Räucherlachses und den anderen Dingen habe ich mir dann gespart. Der einfache Salat ertrank im Dressing, die Rösti konnte man essen.

Meine Gewinner

Der Stand vom Restaurant K&K. Hier bekam man nett, freundlich und ungefragt Informationen über das bestellte Gericht und den Wein. Geschmeckt hat es auch. Außerdem der Sommersalat vom Stand des seriösen Fussgängers, der zeigte, dass auch ein einfacher Salat nicht langweilig seinen muss.


Gourmet-Meile 2009 Teil 3

Hier mein Favorit der von mir probierten Gerichte:
Ochse vom Spieß - Minden Barbecue 2009

Ochse vom Spieß, so stand es auf der Karte. Beilagen waren aber auch mit dabei. Das Fleisch frisch vom Spieß und saftig. Die Kartoffel schmeckten auch. Soße konnte man sich aussuchen. Das Gericht wurde unter “Minden Barbecue” aufgeführt, gehörte also nicht zur Gourmet-Liste. War trotzdem das Beste.

Gourmet-Meile 2009 Teil 2

1759 Minden Marktplatz

Auch heute war ich wieder auf der Mindener Gourmet-Meile zum Essen.

Kanonendonner

Beim Stand vom Vicoria Hotel orderte ich einen Kanonendonner – gebratenes Pangasiusfilet auf mediterranem Gemüse, mit in groben Meersalz gebackenen Kartoffeln. Alles schmeckte wunderbar. Leider waren die Speisen nicht sehr warm. Stammte halt aus dem Speisenwärmer.

Holland-Scampi-Spieß

Mein Kollege drängte zum Stand “Hollands Gourmet Service”. Hier gab es Scampi, wie übrigens an zwei anderen Ständen (Nr. 3 und Nr. 19) auch. Der Spieß war frisch gebraten und wurde mit Ruculasalat, Kirschtomaten, Aioli und Baguette serviert. Insgesamt recht unspektakulär. So was bekommt jeder ohne Probleme mit Lidl-Zutaten selber  hin. Als selbsternannter Aioli-Experte muss ich noch anmerken, dass das Aioli Industrieware war.  Schmeckte wie Thomy-Mayonaise aus der Tube mit Knoblauch.

Mein Kollege probierte am gleichen Stand das St. Pierre Fischfilet mit Lauchrahmsauce. Aufgegessen hat er es aber nicht.

Gourmet-Meile Minden 2009

Gourmet-Meile Minden 2009 Kleiner Domhof

Dieses Mal findet die Gourmet-Meile im Rahmen der Festlichkeiten “250 Jahre Schlacht bei Minden” statt. So haben sich wohl alle ins Zeug gelegt, um ein ansprechendes Angebot an Speisen zu liefern. Heute um 12.00 Uhr öffnete die Meile. Ich war dort zum Mittagessen und habe schon mal zwei Gerichte probiert.

Straußensteak

Einmal das Straußensteak auf Bärlauchrahm mit Kartoffeltalern von dem Restaurant “Laterne anno Dazumal”. Das Fleisch war durch, aber nicht trocken. Leicht rosa wäre mir persönlich lieber gewesen. Ein dünneres Stück am Rand war etwas zu durch. Es schmeckte aber. Die Rahm-Soße schmeckte auch, aber von Bärlauch habe ich nichts gemerkt. Gut fand ich, dass die Soße nicht über die Kartoffeltaler gegossen wurde. Trotzdem waren die Taler nicht mehr ganz so kross – der Speisenwärmer war wohl schuld.

Entenbrustfilet

Als zweites Gericht hatte ich das Entenbrustfilet auf Orangensoße mit Apfelrotkohl und (Röst-) Kartoffeln vom Restaurant “Jetenburger Hof” (Bückeburg). Den Stand findet man auf dem “Minden Barbecue” auf dem kleinen Domhof. Spezialität dort ist eigentlich Spanferkel, welches sich dort am Spieß dreht. Leider war der Stand um 12:30 Uhr noch nicht komplett bestückt, so dass ich etwas auf mein Gericht etwas warten musste.
Jetzt weiß ich auch warum es heißt: “Der Rand gehört dem Gast”. Besonders wenn man, wie auf der Gourmet-Meile üblich, seinen Teller selber zum Tisch tragen muss, braucht man doch den Rand zum Festhalten. Da sollten dann keine Kräuter am Finger kleben. Der Rotkohlfleck am Rand ist übrigens von mir.
Die Entenbrust wieder durch, aber nicht trocken. Auch hier wäre mir rosa lieber gewesen. Ich denke mal die Kruste war knusprig und gut gewürzt. Leider wurde Soße darüber gegossen, so dass diese Eigenschaften verloren gingen. Dabei heißt es doch in der Beschreibung “Entenbrustfilet auf Orangensoße”. Aber sonst alles insgesamt gut.

Siehe auch:

Meilenweit entfernt von Gourmet – Gourmet-Meile 2008

Vier Gerichte habe ich habe ich auf der Mindener Gourmet-Meile probiert. Zwei waren eßbar, aber keines würde ich irgendwie mit dem Begriff Gourmet zusammenbringen.

Meine Frau hat ein Fischgericht vom Victoriahotel probiert und den Teller habvoll zurückgegeben. Also das funktioniert so bei den Gourmets: “Kann ich die Teller hier zurückgeben?” “Ja, legen Sie die gebrauchten Teller dort in die Kiste zu den anderen und das Besteck in die Kiste daneben”. Würg – bin ich Gast oder der Abräumer. Gut, dass ich nicht noch spülen musste. Mein Gericht vom Victoriahotel war übrigens eins von den Essbaren. Leider wurde das schöne Fleisch in einer Convinience-Soße ertränkt.

Es wurde ja schön dekoriert. Zum Beispiel diese Rathauslaube mit den Sesseln. Nur auf der anderen Seite plärrte eine Märchenhexe von der Bühne und versuchte eine Hand voll Kinder zu unterhalten. So wie es halt in jedem guten Gourmet-Restaurant üblich ist. ;-) Aber gut, ist halt eine Familienveranstaltung. Also auf der einen Seite Sessel und Zigarrenverkauf und auf der anderen Seite die Märchenstunde für die lieben Kleinen. Schön, wenn man alles unter einen Hut bringen kann.

Eins der anderen Gerichte, die ein Kollege und ich probiert haben, war übrigens dieser im MT-Bericht hervorgehobene Rotkäppchenteller mit Schinken, Schafskäse, Papirka, Oliven und Brot. Von einem Kroaten glaube ich. Allein sein Outfit war super. Weiße Socken in Sandalen und ein Poloshirt, dass wie ein Fußballtrickot aussah. Hallo? Will er Werbung für sein Restaurant machen oder eine Imbissbude betreiben? Wohl eher letzteres, denn dieser Rotkäppchenteller sah genauso aus, wie von einer Imbissbude. Der Schafskäse war dieser typische, fabrik-rechteckige, den man in jeder Pita-Bude bekommt. Der Krautsalat auch (ja, der war auch dabei). Etwas einfallslos, aber ich glaube der war sogar selbstgemacht. Ob der Schinken so toll war, weiß ich nicht, aber das Brot – eine Scheibe schwabbeliges Weißbrot. Auch bei den anderen Gerichten immer schwabbeliges Weißbrot. Wenn irgendwas auch nur in die Nähe von Gourmet rücken soll, dann erwarte ich frisches Brot und wenn Weißbrot, dann getoastet, vielleicht sogar noch mit ein bisschen Olivenöl. Und ich bin noch nicht mal ein Gourmet. Aber es soll ja besser schmecken oder wenigstens genauso gut wie zu Hause.

Mein Kollege traute sich noch an ein Schweinefilet vom Schlemmerdienst oder wie die heißen. Das war wohl eßbar, aber die Filetstücke war innen leider nicht nicht mehr rosa und somit etwas trocken. Dank der wieder reichlich vorhandenen Fertigsoße merkte man das aber wohl kaum.

Ich gönnte mir zum Abschluss ein gegrilltes Rumpsteak vom Edeka-Stand. So was bekommt man aber auch auf dem Grillstand beim Weihnachtsmarkt. Wenigstens war es frisch zubereitet, aber leider nicht medium, wie bestellt, sondern durch und somit etwas trocken und leicht zäh. Der tätowierte junge Mann in Natohose und Schürze, bei dem ich es bestellt hatte, ließ bei mir aber auch keine Gourmet-Stimmung aufkommen. Das Auge ißt hat mit. :-)