Privatveranstaltung

Minden Tattoo - not macht erfinderisch

The 1st Minden Tattoo

Heute fand in Minden zu den Feierlichkeiten rund um den Jahrestag “250 Jahre Schlacht bei Minden” das erste internationale Festival der Traditionsmusik auf dem Simeonsplatz statt. Toller Name übrigens. Ich dachte zuerst an lesbische Russinnen oder kurzärmlige Biker. Gemeint ist aber wohl der Zapfenstreich. Um 18:30 sollte es los gehen.

Kurz vor dem offiziellen Beginn traf ich zusammen mit vielen anderen Besuchern am Simeonsplatz ein. Das ist ein sehr großer Platz. Vorne, am Rand des Platzes stehend, sah ich hinten etwas zeltartiges aufgebaut und wunderte mich: “Marschieren die gleich um das Zelt herum?” Doch weit gefehlt, dieses Zeltartige war die Verkleidung für die Tribünen, die man rechteckig um eine kleine Fläche aufgebaut hatte. Da drinnen spielte die Musik. Vor dem Eingang stand ein 2x2m Türsteher und die, die sich trauten ihn anzusprechen, erfuhren, dass keiner mehr rein kann – überfüllt. Das wahr wohl der Eingang für die Tribünen. Es gab wohl noch die Möglichkeit woanders reinzugehen, um Stehplätze vor den Tribünen einzunehmen. Genau konnte ich das aber nicht ausmachen, denn auch dort war alles überfüllt.

Durch die Tribünen wurde auch die Musik gedämpft, so dass man draußen nichts sehen und nichts hören konnte. Das war alles viel zu klein bemessen und mehr oder weniger eine Privatveranstaltung mit freiem Eintritt. Wer hat das geplant? Beim Freischießen war auf dem Platz auch eine Parade, aber da wurde der ganze Platzumfang benutzt. Und nach einer Platzrunde sind die Musiker durch die Straßen marschiert, so fand jeder einen Platz zum Gucken. Aber hier nicht. Ich habe extra noch mal in den schicken Flyer zum “Minden Tattoo” geschaut, aber da nix von “Einlass ab 17:30″ gefunden, so wie ich es von einigen Besuchern gehört hatte. Und wer stellt sich da schon eine Stunde in die pralle Sonne und wartet?

So zog dann kurz nach Beginn der Veranstaltung eine Menschenmenge über die Simeon- und Obermarktstraße zum Markt. Ein Kind fragte mich: “Wo geht ihr denn alle hin?” “Nach Hause”, sagte ich darauf etwas barsch.

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