Leiser PC für World of Warcraft
Eigentlich rate ich immer, wenn mich jemand nach einem PC fragt, ein Angbot von Dell, Lidl, Aldi, PC Spezialist oder so zu kaufen. Dort gibt es regelmäßig Angebote in verschiedenen Preisklassen. Meist 300, 500, 800 und 1000 Euro. Billiger kann ich auch keinen selber zusammenschrauben. Hier war aber ein leiser PC ohne viel Schnick-Schnack gefragt.
Olaf und seine Frau sind WoW-Fans. So sitzen sie in ihren Wohnzimmer, jeder an seinem PC, und spielen stundenlang. Der PC von Meltem ist ein Dell im Slim-Desktop-Gehäuse und für Büroarbeiten ausgelegt. Nur ein kleiner Lüfter im Netzteil. Leise, solange man nichts anspruchsvolles startet. Bei WoW entwickelt das Ding aber die Geräuschkulisse eines startenden Flugzeuges. Ein neuer, leiser PC wurde gewünscht.
Das Angebot vom PC-Händler des Vertrauens lag so zwischen 900 und 1000 Euro. Mein Selbstschrauber-PC kam inkl. original Windows auf unter 500,- Euro. Leise Komponenten wurden gewählt. Zum Beispiel eine lüfterlose Grafikkarte, ein Monster-Prozessor-Kühler mit großem Lüfter und ein leises Netzteil. Große Lüfter müssen sich nicht so schnell drehen für die gleiche Luftmenge und sind somit leiser. Da die Grafikkarte lüfterlos arbeitet habe ich noch einen Gehäuselüfter zusätzlich verbaut. Netzteil- und Gehäuselüfter sind per Poti runtergeregelt. Die Platte ist schallentkoppelt, genau wie der Gehäuselüfter.
Als Prozessor habe ich einen günstigen AMD Athlon X2 4400+ gewählt. Es musste nicht der neuste und schnellste sein. Die Grafikkarte ist eine Nvidia 8600GT. Für die neusten Super-Spiele nicht ausreichend, aber schon Vista-tauglich und für WoW voll ausreichend. Die neuen PCs werden meist alle mit Windows-Vista ausgeliefert. Für ältere Spiele nicht so gut, da noch nicht alle Spiele laufen. Deshalb wurde XP installiert. Ist auch etwas günstiger.
Auch bei der Platte konnte ein bisschen gespart werden. 250GB reichten aus. 2GB RAM sichern einen flüssigen Spielbetrieb.
So säuselt der neue PC auch unter Volllast leise vor sich hin. Volllast habe ich beim Spielen aber nur für die Grafikkarte hinbekommen. Der Doppelkern-Prozessor langweilt sich meistens und der CPU-Lüfter läuft deshalb immer mit kleiner Drehzahl und ist nie zu hören. Die CPU-Temperatur liegt dabei kurz über Zimmertemperatur. Die passiv-gekühlte Grafikkarte wird da schon wärmer. Verlässt aber nicht den grünen Bereich. Ich habe gelesen, solange die Temperatur nicht dreistellig wird, ist alles in Ordnung. Unter Volllast ist sie bei 75°C und das ist für eine passiv-gekühlte OK. Ohne Last liegt sie bei 50°C.
Das 500-Euro-Ding rennt schneller und leiser als mein PC, den ich mir vor ca. 3 Jahren selbst für 1000,- Euro zusammengeschraubt habe. Tja, so ist es halt in der Computer-Welt.
Für meinen neuen PC warte ich noch auf die neue Hybrid-Technik wo im “Büro-Modus” ein kleiner, sparsamer onBorad-Grafikchip aktiv ist und die Monstergrafikkarte erst bei Spielen aktiviert wird. Bei uns wird lange gesurft und nur kurz gespielt. Da würde sich das lohnen.

Danke nochmal, wir sind sehr zufrieden und genießen die Ruhe beim Spiel. Ist schon angenehmer als vorher, wo man dachte, es hält jemand einem den Föhn ans Ohr…
Olaf & Meltem (WoW-Junkies)