37 Grad. Ich brauchte eine kurze Hose. Beim Kaufhaus Hagemeyer schlich ich durch die Herrenetage. Dort gibt es für jede der Marken eine eigene Abteilung. Alles nur lange Hose und sogar schon Lederjacken. Keine der Verkäuferinnen sprach mich an, obwohl dort nicht viel los war. Tja, wer bei 37 Grad die Herbstkollektionen der Markenhersteller verkaufen muss, hat es nicht leicht. Ich probierte eine Bermuda vom Resteständer. Diese sollten so ab 50 Euro aufwärts kosten. Ich fand aber keine, die mir passte.
Das war das zweite Mal, dass ich zum Hosenkauf bei Hagemeyer war, nachdem es umgebaut wurde. Damals suchte ich eine Jeans und ein Verkäufer sprach mich sogar an. Allerdings trug dieser einen Anzug, weil er auch in der Abteilung für Boss-Anzüge nebenan bediente. Er meinte es zwar gut, aber ich fühlte mich bei diesem Verkaufsgespräch doch etwas underdressed.
Damals, genau wie heute, ging ich danach zu Gausmann (Ecke Marienstraße/Marienwall). Sofort war eine Verkäuferin da. Erst hat sie “Badehose” statt “Bermudas” verstanden, weil sie direkt unter der lauten Klimaanlage stand. Auch “Petershäger Halblang” war ihr kein Begriff. Nachdem das Missverständnis aber geklärt war, maß sie meinen Umfang, gab mir eine Hose zum Probieren und die habe ich dann auch gekauft. So wie Männer halt Hosen kaufen. So lief es auch schon beim ersten Mal ab. Außerdem hat diese Bermuda von Mustang nur 25 Euro gekostet. Für das gesparte Geld habe ich mir dann noch einen Gürtel, auch von Mustang, gekauft. Da ich ja schon 13 Kilo abgenommen habe, benutze ich bei meinen alten Jeanshosen-Gürteln nämlich schon da letzte Loch.

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