Die Creative Commons Lizenzen – für Aktivisten und andere

Ich möchte mal versuchen kurz die Vorteile von Creative Commons (CC) Lizenzen zu erklären. Sehen wir uns das mal am Beispiel der Anti-Atom-Bewegung an. Da gibt es sehr viele engagierte Leute, die Fotos machen, von Mahnwachen oder Demos, die Texte verfassen oder Videos erstellen und diese Werke im Internet veröffentlichen. Jetzt möchte vielleicht ein anderer Aktivist oder eine Gruppe eines dieser Werke benutzen. Alle selbst erstellten Werke haben durch das Urheberrecht automatisch die Restriktion „Alle Rechte vorbehalten“, ob dies nun explizit erwähnt wird oder auch nicht. Man muss sich also die Erlaubnis des Urhebers einholen, wenn man sein Werk weiter veröffentlichen will oder dieses sonst wie nutzen möchte. Dies ist zeit- und arbeitsaufwendig für beide Seiten.

Ein Beispiel: Mitglieder des Anti-Atom-Bündnis-Minden erstellen selber einen Text zum Thema Atommüll-Lagerung. Dieser wird auch im Internet veröffentlicht. Aktivisten aus einer anderen Stadt möchten gerne diesen Text auf einer ihrer Mahnwachen verlesen, ausdrucken und verteilen. Sie müssten jetzt herausfinden wer der Urheber ist, diesen kontaktieren und abwarten, bis dieser die Erlaubnis dazu erteilt.

Hier können die CC helfen. Werden solche Werke mit einer der CC-Lizenzen veröffentlicht, weiß jeder sofort, ob und wie er diese Werke nutzen darf. Ein Nachfragen entfällt und so auch die Beantwortung diverser Nachfragen. Die Informationen können schneller verbreitet werden.

Die CC heben das Urheberrecht aber nicht auf. Es ist ein Lizenzbaukasten mit dessen Hilfe sich ein Urheber eine Lizenz zusammenstellen kann. So kann er bestimmte Rechte freigeben, andere aber weiterhin behalten. Durch Symbole bzw. Abkürzungen, die zusammen mit dem Werk veröffentlicht werden, ist dies bei CC-Inhalten kenntlich gemacht. Außerdem wird ein Link auf die entsprechende Lizenz gesetzt, wo zum einen die Nutzungsmöglichkeit für jedermann in einfachen Worten erklärt wird und zum anderen Juristen auch einen (sehr langen) Text finden, der die rechtlichen Bedingungen genau festlegt.

Auf Flickr habe ich zum Beispiel ein Foto gefunden, welches ich gerne in meinem Blog verwenden möchte. Es ist gekennzeichnet mit den Symbolen:

bzw. mit der Abkürzung: CC BY-NC-ND. Klicke ich darauf, so werden mir diese erklärt. Das Bild darf ich also schon mal verwenden und zwar unter folgenden Bedingungen: Namensnennung des Autors, nicht kommerzielle Nutzung und keine Bearbeitung. Ich muss also bei der Verwendung in meinem Blog “cephir” als Urheber nennen, dieser Name wurde bei Flickr angezeigt. Es ist ein Pseudonym, aber das ist nicht mein Problem und wohl so gewünscht. Mein Blog ist nicht kommerziell, damit ist die zweite Bedingung auch erfüllt. Und ich darf das Bild nicht bearbeiten, also zum Beispiel keine Personen rein oder raus retuschieren oder ähnliches. Außerdem muss ich natürlich auch wieder die Lizenz nennen und einen Link darauf setzen. Damit sind die Nutzungsmöglichkeiten des Bildes auch meinen Blog-Lesern bekannt:

Foto von cephir / Lizenz: CC BY-NC-ND 2.0

Auf den Webseiten der CC-Organisation gibt es einen Generator mit dessen Hilfe man die passende CC-Lizenz auswählen kann. Neben den oben genannten Bedingungen gibt es noch weitere. Zum Beispiel SA (share alike). Man kann natürlich  auch eine Bearbeitung seines Werkes zulassen. Mit der Bedingung SA muss dann aber das daraus resultierende Werk unter den gleichen Bedingungen lizenziert sein. So könnte zum Beispiel ein Musiker Ausschnitte aus CC-Musikstücken anderer in seinem Musikstück benutzen. Er müsste dann aber sein neues Werk auch mit der CC-Lizenz ausstatten.

Die freizügigste CC-Lizenz ist einfach nur “BY”, also nur die Nennung des Autors wird gefordert. Hier ein Beispiel:

Foto: whitehouse.gov / Lizenz: CC-BY 3.0

Dieses Foto darf also z.B. jeder benutzen, auch für kommerzielle Zwecke und es darf auch verändert werden.

Wer mehr über dieses Thema erfahren möchte, dem empfehle ich dieses Video über einen Einführungsvortrag von Meike Richter oder, etwas kürzer, diesen Comic (zum Vergrößern Bild anklicken):

Comic: CC BY Nerdson - Übersetzung Linus Neumann / netzpolitik.org

 

Creative Commons Lizenzvertrag
Die Creative Commons Lizenzen – für Aktivisten und andere von Oliver Hallmann steht unter einer Creative Commons Namensnennung 3.0 Deutschland Lizenz.

Kino-Tipp: “An einem Samstag” – Sondervorführungen

KinoplakatNicht verwechseln! Der Film heißt “An einem Samstag” und läuft an einem Sonntag. Und zwar am 22. Mai um 11.00 Uhr im Kino Savoy, Tonhallenstr. 4, in Minden.

Es ist Samstag, die Menschen gehen spazieren, machen Einkäufe, feiern Hochzeiten; Kinder spielen im Freien. Nur der junge Parteifunktionär Valerij Kabysh weiß, dass eine Katastrophe passiert ist, die es laut Definition der Partei gar nicht geben kann. Er versucht mit seiner Geliebten und Freunden zu entkommen. Aber das normale Leben an diesem Tag lässt sie irgendwie nicht.

Der BUND Minden-Lübbecke lädt alle Filmfreunde zu dieser einmaligen Sondervorführung ein. Eintritt: 5,- Euro, ermäßigt 2,- Euro.

 

25. Gedenktag der Tschernobylkatastrophe in Minden (Update)

Bild: Sigrid Werner - Petershagen - via Baumfreunde Minden

Bild: Sigrid Werner - Petershagen - via Baumfreunde Minden

Update 28.04.11: Meine Fotos und Video von Trendjournal TV und Video von MT-Online.

Am Osterdienstag, 26.04.2011, findet in Minden eine Aktion anlässlich des 25. Gedenktages der Tschernobylkatastrophe unter dem Motto “Mit Frieden lebt man besser” statt.

Mehr als 400 Friedensbotschaften als Collage, Gedicht, Geschichte, Airbrush, Aquarell und Foto aus Japan, Australien, Serbien, USA, Brasilien, Uruguay, Finnland, Island, Italien, Spanien, Russland, Ukraine, Ungarn, Schweiz, Griechenland, Südafrika, Kenia, Ägypten, Israel, Frankreich, Niederlande, Norwegen, Polen, China sind bei den Baumfreunden Minden eingetroffen. Auch Schüler, kreative Bürger, Seniorenmalgruppen und Kunstvereine aus dem Mühlenkreis haben sich beteiligt Themen: Frieden in meiner Stadt – Ein Baum für den Frieden – Friedensboten – Friedenswünsche.

Alle eingesandten Karten werden am Dienstag, dem 26. April in Minden am Johanniskirchhof,  in die Linde, dem Patenbaum von Radio Westfalica am Johanniskirchhof gehängt.

Im Internet sind die Kunstwerke in einer Galerie veröffentlicht.

Ab dem 01. November dieses Jahres werden sie 4 Wochen in der Stadtbibliothek in Minden ausgestellt.

Die Baumfreunde Minden laden herzlichst ein, aktiv gemeinsam mit ihnen für den Frieden und ein friedliches Miteinander zu werben und an der Veranstaltung, die mit einem Friedensmarsch zum Gedenken an die Katastrophe von Tschernobyl (Start Marktplatz, 14.30 Uhr) durch die Mindener Innenstadt zum Johanniskirchhof teilzunehmen.

Die Gäste

  • Pino Fusaro
  • Peter Küstermann
  • Soni Suette
  • Minnesänger Rolf Mieke
  • Tschernobyl Kinderhilfe Minden e.V.
  • Treffpunkt Johanniskirchhof,
  • Anti-Atom-Bündnis Minden
  • Pfadfinder Minden VCP
  • Kulturzentrum BÜZ
  • Kulturverein Wolkenstein

Den MT-Online-Artikel zu dieser Veranstaltung findet man hier.

Von Minden zum AKW Grohnde – Anreise – Ostermontag (Update)

Update 26.04.11:  Meine Fotos bei Flickr

Am Ostermontag findet am AKW Grohnde (ca. 50 km von Minden) eine Anti-Atomkraft-Großdemo statt.

Ver.di Bus

Um 10.00 Uhr fährt am Ostermontag ein Bus von Ver.di von Kanzlers Weide aus nach Grohnde. Anmeldungen bitte bis heute (18.04.) bei der Ver.di Geschäftsstelle Herford Tel.:  05221/9134-0. Weitere Informationen findet man hier.

Per Bahn

Wer mit dem Zug anreisen möchte: Treffpunkt ist am 25. April, 8:40 Uhr am Mindener Bahnhof. Es kann das günstige Niedersachsen Ticket verwendet werden (29 Euro für 5 Leute). Ich denke die 5er-Gruppen bilden sich spontan vor Ort am Bahnhof. Weitere Informationen beim Anti-Atom Bündnis-Minden oder beim BUND Minden-Lübbecke.

Fahrradtreck von Hameln nach Grohnde

Der BUND Kreisgruppe Hameln-Pyrmont veranstaltet einen Fahrradtreck von Hameln zum AKW Grohnde. Treffen ist um 10.40 Uhr am Tönebönplatz in Hameln. Weitere Informationen hier.

Weitere Infos

Außerdem kann man sich informieren und demonstrieren heute (Monatg, 18. April), um 18.00 – 18.30 Uhr auf der Mahnwache für den Atomausstieg in Minden auf dem Marktplatz (Martinitreppe). Weitere Informationen dazu findet man hier.

 

Das Protest-T-Shirt

Letzten Monat war ich mit Familie in Hamburg zur Anti-Atomkraft-Groß-Demo. Da mein kleiner Sohn auch mit dabei war, wollte ich ihm ein T-Shirt passend zu diesem Anlass spendieren. Um eines online zu bestellen war es schon zu spät. Aber es gibt ja zahlreiche Print-Shops, die kurzfristig eines anfertigen können. So dachte ich jedenfalls.

Vor ca. 20 Jahren habe ich schon einmal ein T-Shirt bedrucken lassen. Es sollte ein originelles Geburtstagsgeschenk sein. Ich mache ein Foto (in Farbe), damals noch analog, ließ es entwickeln, brachte es zu einem Print-Shop und bekam kurze Zeit später mein T-Shirt (in Farbe).

Jetzt, 20 Jahre später, so dachte ich, würde es zumindest genauso unkompliziert sein. Schließlich hat sich die Technik ja weiter entwickelt. Natürlich habe ich nichts fotografiert, sondern ich habe mir ein Motiv im Internet ausgesucht. Auf einer Anti-Atomkraft-Seite fand ich Plakate zum Selber-Ausdrucken mit Kindermotiven. “Ponys statt Atommüll” stand auf dem Plakat, darüber eine Kinderzeichnung von einem Pony. Meine Frau fand das niedlich. Ich hätte lieber “Atomkraft ist Moppelkotze” genommen, aber na ja.

Ich ging zum nächst liegenden Print-Shop und informierte mich. “Ja, im Moment haben wir keine Farb-[irgendein-Fachausdruck] mehr.” Ich: “Aber schwarz-weiß können sie doch?” – “Ja, kein Problem”, antwortete der Mann hinter dem Tresen. “Wie lange wird das dauern?”, frage ich. “Ca. eine Stunde”, bekam ich als Antwort. “In welchem Format brauchen sie es?”, und ich meinte das Dateiformat. “Am besten PDF.”, und ich hakte nach: “Welche Auflösung?”. “So gr0ß wie möglich.” Das fand ich schon zu ungenau. Welche dpi-Auflösung hat schon ein Stoff-T-Shirt? Ist doch kein Hochglanzdruck. Aber gut. “Welche T-Shirt-Größe?”, frage der Mann. “Haben Sie ‘S’?”, fragte ich zurück. “Nein, kann ich aber bestellen.” Ja, bestellen kann ich mir den ganzen Kram auch passend im Internet, aber ich antwortete: “Gut, ich besorge eins.” Und das war auch kein Problem. Hagemeyer, 2 Stück, 15 Euro.

Ich nahm die Pony-Vorlage aus dem Internet und unser Grafiker bastelte in der Mittagspause auf meinen Wunsch hin eine Anti-Atomkraft-Sonne in s/w darunter. Dauerte 3 Minuten. Er fragte noch:  “s/w oder monochrom?” Ich dachte an die 20 Jahre Technologiefortschritt und war mir sicher, dass schwarz-weiß, also Graustufen kein Problem darstellen würden. “Wie soll ich das abspeichern?”, fragte er mich noch. Ich: “PDF, 600 dpi, wird ja wohl reichen”.

Zweiter Besuch im Print-Shop am nächsten Tag. “Datei kann nicht gelesen werden. Zu groß.”  So viel zu “so groß wie möglich”. Na gut, auf einem moderneren PC ging es dann.  Aber dann der Print-Shop-Mann: “Nee, Graustufen gehen gar nicht”. Ich sagte:  “Hm, gut, ich lasse das noch mal überarbeiten.” Zurück im Büro wollte ich den Grafiker nicht wieder belästigen und so entfernte ich einfach die Anti-Atomkraft-Sonne. Also hatte ich nur noch den Schriftzug und das Pony in monochrom.

Am nächsten Tag, Freitag, Samstag war die Demo, ging ich wieder zum Print-Shop. “Ja, dürfen wir bei der Schrift auch eine ähnliche Schriftart benutzen? Das wird sonst schwierig.” Ich: “Warum?” – “Ja, das müssen wir sonst vektorisieren. Und das Pony-Bild wird auch schwierig.”

Ich bin dann erst mal raus – eine Rauchen. Dann wieder rein und meinte. “Also im Internet gibt es das Original-Plakat als Vektorgrafik in PDF. Sie müssten halt nur alles bis auf das Pony und den Schriftzug löschen.” – “Ja, super, kein Problem. Bis wann brauchen sie das?” “Heute!”, meinte ich, “Morgen ist ja die Demo.” “Oh, das wird schwierig.”, bekam ich zu hören.  So viel zu “ca. eine Stunde.” Um 18 Uhr sollte ich wieder kommen.

Kurz vor 18 Uhr – wieder zum Print-Shop: “Ist noch nicht fertig.” Ich: “Kein Problem. 15 Minuten? Ich kann ja mal eine Runde drehen. Möchte nur nicht vor verschlossenen Türen stehen später.” – Er: “Ja,  kein Problem, ich bin hier im Laden.” Also ging ich noch ein Bier trinken an der Hufschmiede. Als ich zurück kam meinte er: “So, ist fertig, aber das mit dem Pony-Bild haben wir nicht hin bekommen.” Also, ich wollte ein Pony, den Slogan und eine Anti-Atomkraft-Sonne und ich bekam nur ein T-Shirt mit einem simplen Schriftzug und kann froh sein, dass es der Original-Schriftzug war. Aber egal. Ich blieb ruhig. Ich hatte ja wenigstens etwas bekommen. Er kam mir auch mit dem Preis etwas entgegen.

Am nächsten Tag machten wir uns auf nach Hamburg. “Hast du das T-Shirt?”, fragte ich meine Frau. “Ja, habe ich.”, antwortete sie mir und folgte mir mit T-Shirt und Kind zum Auto. Bei der ersten Pinkelpause fiel uns auf, dass das T-Shirt nicht da war.

Nun tut es mir ja Leid, dass meine Frau meinen Ärger abbekommen hat. Aber bis dahin war ich ja ganz ruhig geblieben. Nun war das T-Shirt nicht auffindbar und da war ich schon etwas verärgert, um es mal vorsichtig auszudrücken. Ich habe mich dann auch wieder beruhigt, soweit das im Stau kurz vor dem Elbtunnel möglich war.

Nach der Heimkehr fand ich das T-Shirt im Garten. Auf dem Weg zum Auto hatte meine Frau es verloren. Pech. Am 26.04.11 (Oster-Dienstag) gibt es einen Friedensmarsch um 14:30 ab Marktplatz in Minden mit Anti-Atomkraft-Demo. Dann, hoffe ich, kann das T-Shirt doch noch einmal zum Einsatz kommen. Allerdings ist Größe “S” natürlich viel zu groß. Damals sollte er es ja über der Winter-Jacke tragen. Heute haben wir über 20 Grad.

 

Korrekte Demo-Bekleidung…

… ist heute angekommen. Den Kapuzenpulli für kaltes Wetter und das T-Shirt für warmes Wetter.

Mein Kollege meinte, die Größe L würde bei mir etwas spannen. Worauf ich antwortete: “Das muss so sein, sonst kann man ja den Schriftzug nicht richtig lesen.”

Montag dann, 18.00 bis 18.30 Uhr auf dem Marktplatz in Minden. Mahnwache für den Atomausstieg. Und Ostermontag beim AKW Grohnde.

Mindener Atomkraftgegner bei e.on-Veranstaltung

Wer heute nicht auf der Anti-Atomkraft-Mahnwache in Minden war, der hat etwas verpasst.

Wie jeden Montag trafen sich die Atomkraftgegner um 18.00 Uhr auf dem Marktplatz in Minden. Zur gleichen Zeit fand eine e.on-Veranstaltung in der Bürgerhalle statt. Unser “Lieblings-Atomkraft-Provider” versuchte sein Image mit einer Informationsveranstaltung zum Thema Energiesparen aufzubessern.  Also entschloss man sich relativ spontan diese Veranstaltung zu besuchen.

Zuerst wurde vor der Bürgerhalle demonstriert. Dann fragte eine engagierte Dame “Wollen wir rein gehen!” und natürlich wollten wir. Was wir vorfanden war Bürgermeister Buhre an einem Rednerpult vor einer aufwendig beleuchteten e.on-Werbung. Er begrüßte die Demonstranten, die ihren Unmut erst einmal durch Gesänge und Pfeifen zum Ausdruck brachten.

Herr Buhre bemühte sich zu erklären, dass er ja auch schon gegen Atomkraft demonstriert habe. Das glaube ich ihm sogar, aber in dem Szenario vor der e.on-Werbung wirkte es doch etwas peinlich. Auf Nachfragen der Bürger, woher denn die Stadt Minden ihren Strom beziehe,  nuschelte er den Namen e.on, betonte dann aber, dass die Frage der städtischen Stromlieferanten bald diskutiert werden würde.

Herr Buhre lud die Demonstranten ein zu bleiben und an einer Diskussion teilzunehmen. Eine nette Geste. Wie ich erfuhr, war er auf der 1. Mahnwache in Minden dabei und danach im Urlaub. Vielleicht war es für einige (jedenfalls für mich) etwas überraschend ihn vor diesem e.on-Plakat zu sehen. Jedenfalls verließen die meisten Demonstranten die Bürgerhalle  und  vor dieser wurde dann diese bizarre Begegnung noch einige Zeit diskutiert.

 

Erhöhung der Elternbeiträge vorerst vom Tisch

Elternproteste bewirken Umdenken bei Mindener Politik

Die Pläne der Stadt Minden, die Beiträge für Kindergärten um 5% anzuheben, sind vorerst vom Tisch.

Nach den Elternprotesten im Dezember vergangenen Jahres meldeten sich Mindener Eltern erneut zu Wort. Vor der gestrigen Sitzung (30.3.) des Jugendhilfeausschusses im Anne Frank Kreativzentrum fanden sich betroffene Eltern mit ihren Kindern ein, um der Politik ihre Ablehnung gegen dieses Vorhaben zu demonstrieren und der Vorsitzenden des Ausschusses Elke Kehrer das Ergebnis einer Mailing-Aktion zu übergeben. Alle Elternräte Mindener Einrichtung waren darin aufgerufen, ihre Ablehnung gegen die Erhöhungspläne zu bekunden. Elternräte aus 26 der derzeit 33 Einrichtungen erklärten den Bestrebungen der Mindener Politik in dieser Mailing-Aktion eine Absage. In diesen Einrichtungen werden 1.806 Kinder betreut.

Der Jugendhilfeausschuss empfahl daraufhin gestern der Stadtverordnetenversammlung, die Maßnahmen zur geplanten Beitragserhöhung in Kindergärten aus dem Haushaltssicherungskonzept zu nehmen. Der neue Beschlussvorschlag zur Entfernung der Maßnahme aus dem Haushaltssicherungskonzept wurde einstimmig angenommen.

Mindener Eltern werden nun die Wahl eines Stadt-Elternrates in die Wege leiten, um so zukünftig die Interessen der Eltern noch besser vertreten zu können.

 

Über 1400 Tweets in 2 Jahren

Dieses Blog gibt es seit August 2006. Über 390 Blogeinträge habe ich bisher geschrieben. Im März 2009 habe ich angefangen zu twittern. Über 1400 Tweets (Kurznachrichten) in zwei Jahren sind zusammen gekommen.

Twittern geht schneller und einfacher, als einen Blogeintrag zu erstellen. Ich nutze es daher heftig als eine Art Mikro-Blog. Wer regelmäßig mitlesen möchte, muss dazu nicht zwingend einen Twitter-Account haben. Unter http://twitter.com/ollyyh kann jeder ohne Anmeldung meine Twitter-Nachrichten lesen. Auch über neue Artikel im Blog wird über Twitter informiert.

Wer einen RSS-Reader hat kann auch meine Twitter-Nachrichten darüber verfolgen. Die RSS-Adresse lautet: http://twitter.com/statuses/user_timeline/23960682.rss.

Natürlich kann man sich auch kostenlos bei Twitter anmelden und dann darüber mir und anderen folgen und selber twittern.