Bloody September 1

So. Frau ist  mit Kind sicher in Indonesien gelandet. Jetzt habe ich endlich mal Ruhe, um mir einige Lieblingsfilme anzuschauen. Einige neue Sachen, aber auch guten alten Stoff aus den Achtzigern. SciFi, Horror und “Schießfilme”, wie meine Frau sie nennt. Ich habe mir dazu extra ungeschnittene DVD- und Blu-Ray-Versionen besorgt, aus Kanada und Dänemark. Continue reading

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Rating: ★★★★★ Walküre Es wird viel geredet, es gibt relativ wenig Action, man kennt das Ende. Trotzdem hält der Film zwei Stunden lang die Spannung. Wahrscheinlich weil es sich nicht um eine Dokumentation handelt, sondern um einen gut gemachten Hollywood-Film. Dokumentationen gucke ich zwar gern, aber Geschichts- und gerade Kriegsdokumentationen meide ich. So habe ich mir auch die zahlreichen Stauffenberg-Dokus verkniffen. Aber vielleicht gucke ich jetzt doch mal rein, wenn wieder eine läuft.

Rating: ★★★★☆ Death Race. Ähnlich wie Running-Man, nur mit Autos und dicken Wummen. Habe nicht viel erwartet und wurde wohl deshalb überrascht. Einfache und sinnfreie Story. Genau das Richtige, wenn die Frau mal nicht zu Hause ist.

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Rating: ★★★★★ Gran Torino Grantiger, rassistischer Korea-Veteran-Opa missfällt seine asiatische Nachbarschaft. Freundet sich aber mit Nachbarjungen an, der von einer Jugendbande terrorisiert wird. Beste Clint-Eastwood-Unterhaltung mit derben Sprüchen und realistischem Showdown.

Rating: ★★½☆☆ JCVD Ein belgisch/französischer Film über einen abgebrannten, gealterten Action-Filmstar, der eine Bank ausraubt und Geiseln nimmt. Die Hauptfigur heißt Jean Claude van Damme und wird gespielt von Jean Claude van Damme. Interessant und amüsant, aber nichts für Action-Fans.

Rating: ★★★☆☆ Der Tag an dem die Erde still stand (2008) Öko-SciFi mit coolem Keanu Reeves und merkwürdigem Riesen-Roboter.

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Rating: ★★☆☆☆ Twilight Die Story ist nur was für Teenies. Total vorhersehbar, langweilig und ohne große Überraschungen. Und außerdem: Vampire ohne Eckzähne, die in der Sonne glänzen. Wie niedlich. Und es gibt Cliffhanger bei den Nebensträngen.

Rating: ★★★☆☆ Der seltsame Fall des Benjamin Button Das einzige Seltsame ist der Gag, dass der Benjamin alt geboren wird und jung stirbt. Die Story dazwischen ist relativ unspektakulär. Aber schön gefilmt.

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Rating: ★★★☆☆ Bolt Die Lassie-Story im neuen Gewand. Gute deutsche Synchro, gute Animation. Einige gute Gags. Aber wohl mehr was für Kinder.

Rating: ★★★★☆ Brandner Kaspar Für Bayern-Fans. Nicht der typische Bully-Film, aber trotzdem (oder gerade deshalb) witzig. Am Besten nicht den Trailer anschauen. Einfach ausleihen und angucken oder warten, bis er im Fernsehen läuft.

Rating: ★★★☆☆ Sieben Leben Will Smith sucht als Finanzbeamter sieben Personen. Es gibt zwei Spannungsbögen. Einmal die Frage warum er das macht. Dies wird recht schnell klar. Und danach die Frage, ob er es noch durchzieht, obwohl er sich neu verliebt hat. Hm. 45 Minuten statt 123 hätten auch gereicht.

Rating: ★★★☆☆ Fanboys Eigentlich ganz witzig. Hatte ich mir aber mehr von versprochen. Star-Wars-Fans beschließen eine Kopie von “Episode I” zu stehlen, damit ihr krebskranker Freund diesen Film noch sehen kann. Viele Gags wurden im Trailer vorweggenommen. Es gibt Gastauftritte von Prinzessin Leia, Darth Maul, Lando Calrissian, Jay und Silent Bob (komplett leider nur in den Extras) und William Shatner.

— Update: 10.06.09:

Rating: ★★½☆☆ Terminator 4 Als Terminator [1] in die Kinos kam, war ich 15. Der Film war ab 18 (ungeschnittene Version). Wir orderten mit extra dunkler Stimme die Kinokarte und stellten uns auf die Zehenspitzen um da reinzukommen. Das war schon vor dem Film sehr aufregend.

Der neue ist ab 16 und wohl auch für diese Zielgruppe.  Außerdem strotzt der Film vor unlogischen Dingen, mal abgesehen von der vorhersehbaren Handlung. Da hängt ein Terminator-Roboter Kopf über mit dem Fuß an einem Seil und befreit sich, in dem er mit seiner Superwumme nicht das Seil zerschießt, sondern seinen Fuß. Robotermotorräder können mit spektakulären Manövern umherfliegenden Trümmerteilen ausweichen, aber versagen bei einem über die Straße gespannten Seil. In der Roboterfabrik gibt er Rohre, aus denen in regelmäßigen Abständen völlig sinnfrei Feuer ausgestoßen wird, wie auf einem Rockkonzert, obwohl alles auf Atomkraft läuft. Niemand hat es in den bisherigen drei Teilen geschafft Skynet zu hacken, aber jetzt kann man mit einem Kurzwellensender (!) jede der Skynet-Maschinen ausschalten. Außerdem sehen die großen Maschinen aus, wie Transformer und die kleinen wie die aus Matrix. Handlungsstränge werden angedeutet, aber nicht erzählt. Der Hybrid hat doch am Anfang erzählt, er hätte seinen Bruder (und ein paar andere) getötet. Warum und wie, wird nie erzählt. Oder war ich da gerade auf dem Klo? Dazu gibt es noch etliche Wiederholungen bzw. Referenzen auf die anderen Teile in Form von Zitaten oder Szenen (“Ich komme wieder”), aber irgendwie kommen die weder kultig noch witzig rüber. Den Film auf DVD hätte auch gereicht. Besonders, weil in der Birke in Minden die Ränder unscharf waren. Und ich meine nicht cineasten-unscharf, sondern vhs-gucker-unscharf. Das Kino sollte eine bessere technische Ausstattung haben, als das Wohnzimmer.

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Rating: ★★★★★ Star Trek (2009) Die Story ist zugegebenermaßen recht unspektakulär. Bis auf den Teil wo – aber das möchte ich nicht verraten. Auf jeden Fall kann Star Trek jetzt quasi von vorne erzählt werden. Jeder der Hauptcharaktere bekommt im Film seinen eigenen Auftritt. Kirk, Spock und Pille erkennt man sofort wieder und das bringt viel Spaß. An die anderen muss man sich gewöhnen. Zum Beispiel an den recht jungen Chekov, der so starken Akzent spricht, dass ihn nicht mal der Computer versteht. Oder Uhura, die was mit einem aus der Mannschaft hat (und es ist nicht Kirk). Sulu kann jetzt richtig asiatisch kämpfen, was natürlich in der ersten Mission im Zeitalter von Beamern und Phasern sofort gebraucht wird. Und Scotty ist völlig abgedreht.

Aufwendig produziert, viel Action und der Humor kommt auch nicht zu kurz. Ich bin gespannt auf die DVD, da ich gerne den Film auch auf Englisch schauen möchte. Dort heißt Pille dann Bones und die Szene, wo der Kind-Kirk das Auto von seinem Stiefvater im Canyon schrottet, wird nicht durch die Synchronstimmen versaut.

Rating: ★★☆☆☆ Tintenherz Ab 12 Jahren und für 12-Jährige. Das Buch habe ich nicht gelesen, aber der Film ist echt langweilig. Wenn Mo aus einem Buch vorliest, springen die Buchfiguren in die Wirklichkeit und für diese springen dann Figuren aus der realen Welt ins Buch.  Als dies das erste Mal passiert verschwindet seine Frau ins Buch “Tintenherz” und heraus springen zwei Bösewichte und ein Gaukler. Da schon die erste Ungereimtheit. 3 raus, eine rein. Müssten doch eigentlich 3 raus- und 3 reinspringen, oder? In der Buchvorlage für den Film ist das wohl auch so.

Die Bösewichte schnappen sich das Buch (mit seiner Frau drin) und hauen erst mal ab. Wie kann er seine Frau zurückholen? Erst mal rennt er 12 Jahre herum und sucht eine Ausgabe des Buches, findet aber keines. Seine Tochter weiß dann auch sofort die Lösung, nachdem Mo ihr die Wahrheit über seine Vorlesefähigkeiten gebeichtet hat: Zum Autor gehen. Da wollte ich schon abschalten. Wieso ist der in 12 Jahren nicht selber auf den Trichter gekommen?

Na ja, die Bösewichte schnappen sich dann alle und zwingen Mo Sachen und Figuren aus dem Buch in die reale Welt zu lesen. Also, was er vorliest, passiert dann auch in der realen Welt. Wie könnte man nun alles wieder ins Lot bringen? Jeder 12-Jährige weiß es sofort: Man schreibt auf was passieren soll und liest es dann vor. Ist doch logisch! Und genau das passiert auch – am Ende des Films. Bis dahin wird entkommen, hierhin und dorthin gereist, reiche Tanten werden besucht, Geiseln werden genommen, Monster werden gerufen usw. Gähn.

Das erinnert mich an Timm Thaler. Der verkauft sein Lachen an den Teufel und gewinnt dafür jede Wette. Das wird ihm langweilig und er möchte sein Lachen wiederhaben. Aber wie? 1979 lief das im Fernsehen. Da war ich zehn. Und alle zehnjährigen wussten die Lösung: Wieso wettet er nicht, dass er sein Lachen wiederbekommt? Und genau das passiert – am Ende der Geschichte. Vorher wird unnötigerweise in der Welt herumgereist, um Abenteuer zu bestehen. Unterhaltsam, wenn das Ende nicht so blöd wäre.

Außerdem ist dieser Tintenherz-Film für mich eine Mischung aus der “Unendlichen Geschichte” (der Film, Buch habe ich nicht gelesen) und “Lemmi und die Schmöker“. Das Buch muss ja ganz toll geschrieben sein, wenn die Autorin mit so einer geklauten Story und vorhersehbarem Ende trotzdem so viele Preise gewinnt. Aber wie heißt es: Alles, was geschrieben werden kann, wurde schon geschrieben. Der Rest sind Wiederholungen. Oder so.

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Rating: ★★☆☆☆ Far Cry Tja, warum habe ich mir den ausgeliehen? Ich habe das erfolgreiche PC-Spiel gespielt. Aber ich war ja gewarnt durch diverse Reviews. Ich wollte aber mal einen Uwe-Boll-Film sehen. Und Til Schweiger als Actionheld mit Sprechrolle.

Ich möchte mal wissen, wie der Uwe Boll das Geld für seine Filme zusammenbekommt. Ich glaube, der hat einfach nur ein Händchen für Pitches bei Produzenten. Ich meine, guckt Euch die Bewertungen für seine Filme bei imdb an.

Ich habe nach dem Film erst überlegt, ob der Film so schlecht ist, dass er schon wieder gut ist. Ich weiß nicht. Ich bin zu dem Schluß gekommen, dass so ein Uwe-Boll-Film eine Kategorie für sich ist. Das allein würdige ich mit zwei Sternen.

Und der Til? Einen gewissen Unterhaltungswert hat man, wenn man sich den Film mit der englischen Tonspur anschaut. Til und Udo Kier haben so einen schönen Akzent. Und die Dialoge wirken so, als hätte ein Deutscher ein englisches Drehbuch geschrieben. So spricht doch keiner in Amiland. Einiges wiederholt sich oft: “You owe me a boat – a sandwich – a helicopter”, sollte das ein Running-Gag sein? Kam nicht so rüber.

Der Til kann problemlos einen Actionheld spielen – wenn da nicht seine hohe Stimme wäre. In “The Replacment Killers” kam er ziemlich gut rüber, wenn er auch nur einen kurzen Auftritt hatte. Aber da durfte er auch nix sprechen. Und die Kuschel-Szene mit seiner Filmpartnerin Emmanuelle Vaugier? Eh, das ist ein Actionheld – der kuschelt nicht. Aber ist halt ein Uwe-Boll-Film…

Wenn überhaupt irgendetwas an diesem Film erwähnenswert wäre, dann die Touristen am Anfang und Ende des Films, die unbedingt einen Wal sehen wollen (Englische Tonspur!) und der “Food-Guy”. Also nicht, dass ich die so toll fand, aber die entsprachen dem amerikanischen Standard und ragten deshalb heraus. Am Besten ist der letzte Satz vom Food-Guy (über Til): “He’s german. He’s emotional”. Ich glaube das stand nicht im Drehbuch. Das hat wohl der Food-Guy-Schauspieler eingebaut.

So, Til, wenn dieser Film “das Öl des 21. Jahrhunderts” ist, dann kauf lieber mal ein paar Solarpanels.

Ach ja, Ralf Möller spielt auch mit und gibt zu 100% den “GR76“.

Rating: ★★★★☆ Shiver Ja, wer bringt denn da die Leute im Wald um? Spanischer Horror-Streifen, der ohne große Effekte auskommt.

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  • Rating: ★☆☆☆☆ Tropic Thunder Übertrieben aufwendiger Quatsch-Film. Einiges ist ganz witzig, aber das hätte man auch in einem 5-Minuten-Sketch unterbringen können.
  • Rating: ★★★☆☆ Burn after Reading Da schon fast alle Gags im Trailer vorweggenommen wurden, ist der Rest recht unspektakulär.
  • Rating: ★★★½☆ Déjà Vu FBI (oder was auch immer) kann in die Vergangenheit gucken. Ganz nette Idee. Aber einiges unlogisch. Wenn das Gerät so viel Energie braucht, wie funktioniert dann dieses mobile Gerät, welches auf Batterie läuft? Wenn die in 5 Sekunden eine bestimmte Tasche in allen vorliegenden Überwachungsvideos finden, wieso dauert dann ein Gesichtsabgleich des Täters mehrere Stunden?