Sex-Zoni

Lower Saxony Dragons

Lower Saxony Dragons

Ein Team des Weserdrachen-Cups heißt “Lower Saxony Dragons”. Einer der Moderatoren sprach es immer “Säx-Sony” aus. Und “Sony” dann immer so wie die Firma, die den Walkmann erfunden hat. Das fand ich recht lustig. Nach dem 30. Mal fragte ich mich, ob das nicht vielleicht doch richtig ist. Ich spreche ja auch gerne mal englische Wörter falsch aus.

Also fragte ich einen aus dem Team und der wollte mir fast an die Gurgel (nicht wirklich ;-) ). Also es wird so ausgesprochen und bedeutet einfach nur “Niedersachsen”. Es wurde aber wohl auch schon auf anderen Drachenboot-Veranstaltungen falsch ausgesprochen.

Für das nächste Mal sollte das Team vielleicht die Schreibweise anpassen. So wie “Se riel blu Dräggens” (ja, die schreiben sich wirklich so). :-)

Admin-Horrorladen

Heute ist System Administrator Appreciation Day. Passend dazu gibt es bei heise die besten Admin-Horror-Geschichten. Ich habe auch einige auf Lager:

Power-Down-Boy

Als ich noch als Azubi im Außendienst gearbeitet habe, war ich mehrfach Anlass für Stromausfälle. Jedenfalls sahen das die Kunden so.

Einmal kam ich in ein Büro und sollte den PC warten. Also kroch ich unter den Tisch, wo der PC stand. Dabei stieß ich an einen wirklich antik aussehenden Heizlüfter (es war Sommer). Dieser sprang plötzlich an und brannte dann durch, was zu einem Stromausfall im Büro führte. Die Personen im Büro sahen mich natürlich nur unter dem Tisch verschwinden, dann gab es keinen Knall, eine Rauchwolke und dann war alles aus. Klar, dass ich Schuld seinen musste. Als ich den Heizlüfter hervor zog, konnte sich niemand an diesen erinnern. Der musste dort schon seit Jahr und Tag eingeschaltet herumgestanden und irgendwann seinen Dienst eingestellt haben und ist erst durch mich wieder kurz ins Leben zurückgerufen worden.

Bei einem anderen Kunden stand ich mit einem fröhlichen “Guten Morgen” in der Bürotür und stellte meinen Service-Koffer neben mir auf den Boden. Genau auf einen Schalter, welcher alle Macs im Raum ausschaltete. Es gab also kein “Guten Morgen” zurück, sondern nur böse Blicke. Ich traute mich dann nicht mehr zu fragen, warum auf dem Fußboden, direkt neben der Tür ein Aufputzschalter geschraubt war. Später habe ich mir zusammengereimt, dass das Büro in einem denkmalgeschützten Gebäude war. Die Verkabelung war unter dem eingezogenen Holzfußboden verlegt und aus versicherungstechnischen Gründen (Brandgefahr) mussten wohl alle Geräte nach Feierabend zentral ausgeschaltet werden.

Ein paar Wochen später, beim gleichen Kunden, sollte der Server aufgerüstet werden. Ich wurde in den Raum mit dem 19″-Schrank geführt. Die gute Frau, die mich dorthin begleitet hatte, drehte sich um, ich öffnete den Schrank und zack war der Strom weg und zwar im ganzen Haus. Alle kamen angelaufen, weil sie wussten, dass ich im Haus war. Dauerte etwas bis wir herausfanden, dass die ganze Straße ohne Strom war. Einige blickten mich immer noch böse an, weil sie wohl tatsächlich glaubten, dass ich die ganze Straße lahm gelegt hätte. Ein Bagger hatte irgendwo eine Leitung gekappt.

Choleriker

Das waren meine “Lieblingskunden”. Aufregen wegen nix und selber keine Ahnung haben. So kam ich zu einem metallverarbeitenden Betrieb, wo die Datensicherung nicht mehr funktionierte. Das Gerät (soweit ich mich erinnere) ein Olivetti M24 (XT-PC). Wurde 1983 gebaut. Ich war glaube ich in der Ausbildung, also zwischen 1990 und 1993. Das Ding war also zwischen 7 und 9 Jahren alt. Das Diskettenlaufwerk war defekt (5 1/4″). Ich hatte ein neues dabei. Reparaturzeit vor Ort: 15 Minuten. Ich glaube die hatten sogar einen Wartungsvertrag und brauchen nix für den Einsatz zu bezahlen. Kam der cholerische Chef ins Büro und schimpfte herum, warum das Ding denn kaputt ginge. Seine Maschinen halten 50 Jahre und länger. Und so weiter. Ich hatte in großes Fragezeichen über dem Kopf. Zurück in der Firma bat ich meinen Chef mich nie mehr dort hinzuschicken.

Ein paar Wochen später musste ich aber wieder hin. Festplatte voll. Eine 20MB MFM-Festplatte. Auf dem PC lief “nur” die kaufmännische Software (ABF, FiBU, Lohn) und jetzt war das Ding halt mit Stamm- und Bewegungsdaten voll. Für Statistikläufe brauchte man eine gewisse freie Kapazität und Gott sei Dank warnte die Software rechtzeitig. Ältere Softwareversionen stützen dann einfach bei einem Verarbeitungslauf ab und die Dateien waren dann Schrott.

Will sagen: Alles im grünen Bereich. Software hat rechtzeitig gewarnt. Gerät und Daten OK. Nur ein Problem: Für MFM gab es glaube ich auch 40MB-Festplatten, aber nicht in dem alten XT. Die Controler für diesen Olivetti-PC konnten nur maximal 20 MB ansteuern. Bei einem AT (286) hätte man noch was machen können, aber nicht bei dem Ding. Ich sage also dem guten Mann: “Tut mir leid. Aufrüsten geht nicht mehr. Sie brauchen einen neuen PC.” Und dann ging es los. “Das Ding hat damals 15.000,- Mark gekostet. Sie können mir doch nicht erzählen, dass ich das jetzt wegschmeißen muss.” Und so weiter. Er redete sich so in den Zorn, dass er für meine Argumentation gar nicht mehr aufnahmefähig war: Ein neues Geräte kostet heute nur ca. 2.000 Mark und ist x-mal schneller und kann x-mal mehr speichern. Ist ein Wunder, dass der Olivetti PC in dieser Umgebung (Metallstaub überall!) überhaupt so lange fehlerfrei gearbeitet hatte. “Sie wollten mir nur einen neuen PC verkaufen.” Da wurde es persönlich und ich bin gegangen. So ein Schwachsinn. An den Kisten verdienten wir nur wenig. Wir verkauften die Software und die musste ja nicht neu gekauft werden. Außerdem war ich Techniker und kein Verkäufer und bekam für Hardware gar keine Provision. Er wollte sich in Zukunft woanderes seinen Computerservice holen.

Ende vom Lied: Ein paar Wochen später musste ich wieder hin und ein Software-Update installieren. Da stand ein neuer NoName-PC im Büro. “Na, ging wohl doch nicht aufzurüsten, oder?” “Ja, nee, nuschel, nuschel…”. Ich glaube das NoName-Teil hat aber nicht 7 Jahre in der Umgebung überlebt.

“Mein Sohn studiert Informatik”

Mein Lieblingssatz. “Mein Sohn studiert Informatik. Der kennt sich mit so was aus.”

In welcher Branche die tätig waren, weiß ich nicht. Auf jeden Fall machte Mutti die Buchhaltung zu Hause. Das Büro war gleich neben dem Partykeller. Der PC war glaube ich ein Olivett PCS 286 Desktop. Auch dort die Platte voll. Aber nicht, weil in das Ding schon seit 7 Jahren Daten reingehämmert wurden, sondern weil Sohnemann die Hälfte der Platte mit Spielen vollgepackt hatte. Ja, richtig: Die wichtigsten FiBu-Daten der Firma und raubkopierte Spiele auf dem gleichen PC. Auch hier: Aufrüstung nicht möglich. 40MB war das Maximum. “Mein Sohn sagt, da kann man noch eine zweite Platte anschließen.” Ich sage: “Ja, aber in das Gehäuse passt keine zweite Platte rein”. Das Ding war für damalige Verhältnisse sehr kompakt und hatte zwei 3,5″-Schächte. Einen für die Festplatte, einen für das Disketten-Laufwerk. “Mein Sohn studiert…” usw. Ich sagte: “Tja ist ja schön, wenn er eine zweite Platte dort einbauen kann, dann soll er es versuchen.” Dann musste ich mir noch etwas Gezeter anhören und dann das “Büro” verlassen.

Ende vom Lied: Auch hier kam ich einige Wochen später zum Software-Update. Auch hier stand ein neuer NoName-PC. Auch hier fragte ich: “Na, ging wohl doch keine zweite Festplatte rein?” “Ja, nee, nuschel, nuschel…”.

Fazit (von Dieter Nuhr): Wenn man keine Ahnung hat – einfach mal die Schnauze halten. :-)

Aioli-Rezept

Wegen hoher Nachfrage :-) hier mein Aioli-Rezept:

  • 200ml einfaches Erdnussöl (Asia-Shop)
  • Eine gekochte Kartoffel
  • 1 Eigelb von einem großen Ei
  • 1 Teelöffel Salz
  • 1 Teelöffel Dijon-Senf
  • 2 Knoblauch-Zehen

Alle Zutaten sollten Zimmertemperatur haben.

Salz und geschälten Knoblauch in einem Mörser zermahlen. Das in eine
Rührschale geben und mit dem Eigelb und dem Senf verrühren. Kartoffel
zerkleinern (Mixstab) und auch in die Schale geben und verrühren
(Handschneebesen!). Ich habe noch einen Schuß Milch zur Kartoffel
gegeben, damit sie nicht so am Mixstab klebt.

Jetzt langsam in kleinen Schüben das Öl dazugeben und immer mit dem
Schneebesen verrühren. Anfangs nicht zu viel Öl. Sonst bindet das Öl
nicht in der Masse.

Zum Schluss abschmecken mit Salz und Pfeffer oder anderen Gewürzen
und/oder Zitronensaft.