Archiv für die Kategorie: “Best of”

In dieser Kategorie sind alle Blog-Artikel zu finden für die ich ein positives Feedback bekommen habe oder die ich für lesenswert halte.

Seit ich meiner Stamm-Frisörin wegen Terminverschluderung vor ein paar Jahren die Freundschaft gekündigt habe, suchte ich einen Frisör in der Innenstadt, der meinen Männer-Bürstenhaarschnitt vernünftig hin bekommt. So probierte ich mehrere aus. Eine ist mehrmals umgezogen, bei den Ketten bediente mich immer eine andere Dame. Vor einem Monat schaffte es eine Fachkraft mir in meinen Kurzhaarschnitt Stufen reinzuschneiden. Erst habe ich das gar nicht bemerkt. Den Rest des Eintrages lesen »

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Das Finale des  Eurovision Song Contests 2010 stand an. Ich hatte eingeladen. Endlich konnte ich das Vorhaben umsetzen im Wintergarten eine Satelliten-Dose zu installieren. Ich besorgte mir also im Baumarkt den längsten Bohrer, 600mm, um ein Loch durch die Außenwand in den Keller zu bohren. Der Boden vom Wintergarten liegt etwas tiefer. Eigentlich müsste ich im Keller rauskommen, wenn ich so ca. 10cm vom Boden aus ansetzte. Den Rest des Eintrages lesen »

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Letzte Woche entschloss ich mich erneut einer stereoskopischen Bewegtbilddarbietung beizuwohnen. Also der 3D-Version von Alice im Wunderland. Einen Kommentar zu Film schreibe ich wohl noch. Vorab: Das Drumherum war aufregender als der Film.

Tim Burtons Filme sind schon ein Muss für mich. Also rief ich die Internetseite vom UCI-Kino in Bad Oeynhausen auf, um einen Platz zu buchen. Ich war schon kurz vor Abschluss der Bestellung als mein Blick auf den Preis fiel und er mir doch etwas zu klein vor kam. Und richtig, es war die 2D-Vorstellung. Gut, dass ich noch nicht “OK” geklickt hatte. Aber es gab keine 3D-Vorstellung von dem Film im Programm. Also fragte ich (per Twitter) beim Kino nach und bekam prompt eine Antwort. Avatar belegte noch die 3D-Kapazitäten und einen Termin für Alice im Wunderland in 3D gab es noch nicht. Unbestimmte Zeit warten oder in ein anderes Kino gehen? Ich entschloss mich einen Platz im Cinemaxx Bielefeld zu buchen, auch online.

Am Sonntag fuhr ich dann etwas knapp los. Die Baustelle in der Bielefelder Innenstadt kostet mich auch ein bisschen Zeit, aber nachdem ich meinem Navi die Baustelle beigebracht hatte, lotste es mich gut durch die diversen Einbahnstraßen um die Baustelle herum.

Ich komme ungern zu spät zu einer Kinovorstellung, weil ich nicht gerne im Dunkeln meinen Platz suchen möchte. Das musste ich vor Jahren mal in einem Mindener Kino machen und bin im Dunklen vor einen Betonpfeiler gelaufen, sehr zum Amüsement der anderen Besucher in den Sitzreihen, deren Augen sich schon an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Wie lustig das ausgesehen haben muss, konnte ich kurze Zeit später selber miterleben, als dem nächsten Besucher das Gleiche passierte. Seit dem habe ich immer ein bisschen Panik, wenn ich spät dran bin.

10 Minuten vor Vorstellungsbeginn war ich dann aber am Kino angekommen. Riesige Schlangen vor den Kassenhäuschen. Sonntag, 15-Uhr-Vorstellung, 8 Kinosäle. Viele Eltern mit ihren Kindern. Aber ich hatte ja online bestellt und einen Abholcode für den Kartenautomaten. Aber wo war der Automat? Ich kämpfte mich zum Kartenabreisser durch und fragte diesen. Er deutet mit seinem Finger über die Menschenmenge hinweg in eine Ecke. Auch dort bekam man kein Bein mehr an die Erde. Ich schob einige Personen zur Seite und bekam so Sicht auf zwei Kartenautomaten. Und davor – niemand. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Bin ich der einzige, der so schlau war die Karten online zu kaufen?

Triumphierend trug ich meine Karte aus dem Automaten vor mir her, schob ruhig aber bestimmt die Wartenden zur Seite auf meinem Weg zurück zum Kartenabreisser. “Kino 7, die Treppe rauf”, sagte dieser. Ab dort lief ich dann etwas gehetzter die Treppe auf, denn es war schon kurz vor Vorstellungsbeginn. Ich atmete erleichtert aus, als ich Platz nahm. Die Werbung begann.

Während der Werbung guckte ich so in die Runde und sah wie schon einige ihre 3D-Brillen aufsetzen, in der Hoffnung auch die normale Werbung in 3D sehen zu können. Sind die doof, dachte ich. Dann fiel mir aber siedendheiss ein: Ich habe ja noch gar keine 3D-Brille!

Nach einer kurzen Schrecksekunde erinnerte ich mich aber daran die Brille der letzten 3D-Vorstellung in Bad Oeynhausen eingesteckt zu haben. Ich kramte sie heraus. Das Real-D-Logo auf der Brille fiel mir ins Auge und auf meiner Kinokarte stand “Maxximum 3D”, was mich überlegen lies, ob diese beiden Sachen denn kompatibel sind und ob die Brille aus dem Kino in Bad Oeynhausen hier denn funktionieren würde. Eigentlich ja, denn es gibt ja auch schon Designer-3D-Brillen für gehobene Cineasten und ich habe nichts davon gehört, dass es da unterschiedliche Brillen für unterschiedliche Verfahren gibt. Sicher war ich mir aber nicht.

Das ließ mir dann keine Ruhe und ich entschloss mich noch mal meinen Platz zu verlassen und mir so eine Maxximum-3D-Brille zu besorgen. Gleich vor dem Saal frage ich einen Teenager, der vor dem Snack-Tresen in der Schlange stand, wo er denn seine Brille her hatte. “Die gibt es an der Kasse.”, sagte er mir verdutzt. Er konnte ja nicht wissen, dass ich der einzige Schlaumeier war, der den Abholautomaten statt der Kasse benutzt hatte. Also wieder die Treppe runter, wieder zum Kartenabreisser, mein Anliegen vorgetragen, von dort zum Kassenhäuschen und dann habe ich mal so von der Seite eine Brille abgegriffen. Ich drehte mich um und stand wieder vor einem Kartenabreisser, aber diesmal vor einem anderen. Dem musste ich natürlich erst mal wieder meine Kinokarte vorzeigen. Wo hatte ich dir nur?

Nun merke ich mir immer in welche Tasche ich meine Kinokarte gesteckt habe seit ich mich einmal mit einem Kinobesucher um den Platz streiten musste. Damals ließ sich die Sache mit Hilfe der Karte und der der darauf aufgedruckten Platznummer klären (er war in der falschen Reihe). Leider musste ich damals lange suchen und mir währenddessen die erregt vorgetragenen Argumente meines Gegners anhören, was natürlich die Aufmerksamkeit auf uns zog und mir peinlich war. Ich war mir also sicher die Karte in meine rechte vordere Hosentasche gesteckt zu haben. Dort fand ich sie auch nachdem ich ein gebrauchtes Taschentuch, ein gebrauchtes Brillenputztuch und diversen anderen Müll hervorgezogen hatte. Der Kartenabreisser vermied daraufhin die Karte in die Hand zu nehmen um sie genau zu kontrollieren und lies mich wieder rein.

Ich erreichte meinen Platz rechtzeitig zum Beginn der 3D-Trailer. Auf der Leinwand konnte man lesen: “Jetzt bitte die 3D-Brillen aufsetzen.” und darunter das Logo von “Real D”. Die alte Brille hätte dann wohl auch funktioniert. :-)

Nachtrag: Ab nächsten Donnerstag läuft Alice im Wunderland dann auch in UCI Bad Oeynhausen in 3D.

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Hochgeladen bei Flickr. Weiteres siehe Tag 1759.

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Hochgeladen bei Flickr. Weiteres siehe Tag 1759.

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Für den Wintergarten brauchten wir einige Schränke, um dort mal ein bisschen Ordnung reinzubringen. Habe mir bei Ikea den Küchenplaner runtergeladen und mir zwei Hochschränke und einen Unterschrank mit Arbeitsplatte zusammengebastelt. Das Ganze bei Ikea hochgeladen und heute war ich da, um die Sachen zu kaufen. Habe extra heute, am Montag, Urlaub genommen, weil ich keine Lust hatte dort am Samstag aufzuschlagen.

In der Küchenabteilung kam ich dann auch gleich dran. Der Ikea-Mitarbeiter dort hat sich meine Planungsdatei geholt und mir noch eine andere Arbeitsplatte empfohlen, die gerade im Angebot war. Dadurch war noch Luft für einen Staubsaugerauszug für einen der Hochschränke. Der Auszug kostet nämlich fast so viel, wie ein kompletter Schrank (und so viel, wie unser Staubsauger).

Dann hatte ich einen Haufen Papier. Einen Teil der Sachen musste ich mir im SB-Lager zusammensuchen, den anderen bei der Warenausgabe abholen. Also ich habe meine Sachen korrekt aus dem SB-Lager geholt…

Kam mir beim Einladen ins Auto schon merkwürdig vor. Ein Haufen Kartons, hauptsächlich Holz. Lang und schwer. Dieser Auszug ist aber sperrig und leicht. Na, in einem der Kartons wird er wohl schon drin sein, dachte ich. Vielleicht irgendwie zusammengefaltet und zum Selbstzusammenstecken oder so. Zu Hause merkte ich dann, dass einer der beiden hallmännischen Flüche zugeschlagen hatte. Der erste ist Bauch ab 30 und der zweite ist ein oder mehrere fehlende Teile beim Einkaufen. Der Auszug fehlte.

Habe mich dann erst mal bei Ikea mit dem Telefoncomputer unterhalten, um zu erfahren, dass ich das vor Ort regeln musste. Also bin ich wieder nach Bielefeld gefahren. Dort erfuhr ich, dass die Ware korrekt das Lager verlassen hatte und es keinen Fehlbestand gab. Man zeigte mir noch mal das Paket mit dem Auszug und das hatte ich definitiv nicht auf dem von der Warenausgabe gepackten Einkaufswagen. Es war groß, leicht und das einzige mit Plastikbändern.

Man machte mich darauf aufmerksam, dass ich die Waren von der Warenausgabe zu kontrollieren habe. Steht zwar dick auf einem der Zettel aus dem Zettelhaufen und ist eigentlich auch klar, aber ich war an dem Morgen der einzige Kunde an der Warenausgabe und ich dachte, die können bestimmt besser Sachen aus dem Lager holen und auf einen Wagen packen als ich. Schließlich ist das ihr Beruf, wenn auch nicht ihre Berufung.

Wir einigten uns, dass ich den Auszug mitnehmen kann und dafür noch mal die Hälfte zahle. Wenn der verschwundene Auszug wieder auftaucht, bekomme ich das Geld zurück. Ich denke aber nicht, dass dies passieren wird. Wahrscheinlich ist das Paket auf einem fremden Einkaufswagen gelandet.

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Der O2-Surf-Stick ist angekommen und funktioniert. Für die, die nicht wissen was das ist: Ein USB-Stick, den man in das Notebook steckt und womit man dann per Mobilfunk überall surfen kann. Bis der hier war und lief waren aber noch einige Hürden zu überwinden.

Letzte Woche habe ich den über die O2-Homepage bestellt. Dann bekommt man etwas Rabatt. Bei der Bestellung musste ich meine Personalausweisnummer eingeben. Kein Problem. Nach der Bestellung bekam ich eine Mail mit dem Hinweis, dass der Stick per Post-Ident-Verfahren nur persönlich ausgeliefert wird und man sollte seinen PA bereithalten. Hm. Versandadresse war Büro, aber als persönliche Adresse hatte ich schon unseren neuen Wohnort eingetragen. Auf meinem PA steht aber noch die alte Adresse. Ich also zum Bürgerbüro. Musste mich und meine Frau ja sowieso ummelden.

Vorher habe ich mich natürlich im Internet schlau bemacht, was ich alles für eine Ummeldung brauche. Auf der Minden-Seite fand ich auch schon entsprechende PDF-Formulare, die ich herunterlud und ausfüllte. Ummeldung, Einwilligung zum Meldegesetz, Ummeldebestätigung und Bestätigung der Wohnungsgeberin. Alles schön ausgefüllt und von allen unterschreiben lassen. Dann zum Bürgerbüro.

“Das brauche ich alles nicht.”, sagte die Dame vom Bürgerbüro. “Haben sie ihren PA dabei?” Klar hatte ich. “Unterschreiben sie hier.” Und fertig. Ich schnappte mir meine ganzen Internet-Formulare und meine frisch aus dem Laserdrucker geschlüpfte Ummeldebescheinigung.

Zurück im Büro suchte ich meinen PA. In allen Taschen und im Auto. Nix. Mist. Hatte ich wohl im Bürgerbüro liegengelassen. Ich Mittags da wieder hin. Die Dame, die mich bedient hatte, war zu Tisch. Ich sollte morgen anrufen. Nachmittags kam der Hermes-Mann mit dem O2-Stick.

Aber ich hatte ja meine Ummeldebestätigung und dort war auch meine PA-Nummer vermerkt. Der gute Mann gab die in sein Terminal ein. Piep. Nummer falsch. Nochmal. Piep. Nummer falsch. Ich sagte: “Moment. Ich schaue mal auf die O2-Bestellung, ob ich die PA-Nummer dort falsch eingegeben habe.” Doch der Mann war schneller. Piep. Identifizierung fehlgeschlagen. Man hat nur drei Versuche. Auf der O2-Bestellung stand eine 9 am Ende der PA-Nummer – auf dem Bürgerbürowisch eine 99. Hm. Der Hermes-Mann musste den O2-Stick wieder mitnehmen und ich habe bei O2 angerufen: “Kein Problem, wir korrigieren die Endziffer hier auf  ’99′ und schicken ihnen einen neuen Stick.” O2 can do.

Am nächsten Tag rief ich im Bürgerbüro an. Nein, es wurde kein PA gefunden. Da bin ich noch mal mit einer Taschenlampe durchs Auto. Und hinter dem Beifahrersitz lag dann der PA. Keine Ahnung, wie der da hingekommen war. Ich schaute auf die Nummer. Nur eine ’9′ am Ende. Hm. Also hat die Tante im Bürgerbüro die Nummer falsch auf das Formular gedruckt. Ich beschloss dem Hermes-Mann nicht mitzuteilen, dass der PA sich angefunden hatte, denn er brauchte ja jetzt die Nummer mit ’99′ am Ende.

Am Montag kam er dann. Wieder der gleiche Hermes-Mann. “So, also diese Nummer nur mit einer ’9′ am Ende”, sagte er und: Piep. Nummer falsch. Ich: “Neeeiiin!  Geben Sie die Nummer so ein, wie sie da steht!” – “Aber beim letzten Mal ging sie doch nicht.” – “Jetzt geht sie aber.” Na, beim zweiten Versuch ging es dann und ich bekam den Stick.

Ausgepackt. Ein Haufen Papier, der Stick und eine Mobilfunkkarte. Karte in Stick eingelegt. Und dann stand da noch, ich sollte die Karte aktivieren. Ganz einfach auf der O2-Homepage. Dazu musste die 19-stellige Kartennummer eingegeben werden. Das alles stand auf dem Zettel, wo auch die Karte aufgeklebt war. Und da wo die Karte geklebt hatte, stand eine 19-stellige Nummer mit Barcode. Diese habe ich dann eingegeben. Piep. Nummer falsch. Nochmal ganz langsam. Piep. Nummer falsch. Ich dachte ich werde wahnsinnig.

Man kann die Karte auch per Telefon aktivieren. Also habe ich dort angerufen. Computer war am anderen Ende. “Bitte geben sie die Nummer ein”. Ich tat es. “Die Nummer lautet 07951- ist das richtig?” Man, ich hatte 19 Ziffern eingegeben und das Ding erkannte nur fünf. Sollte ich jetzt antworten oder welche Taste muss ich für “nein” drücken? Ich: “Nein”. – Computer: “Bitte geben sie ihre Nummer erneut ein”. Ich tat es erneut. “Ihre Nummer lautet also bla bla bla – ist das richtig?” – Ich: “JA!” – Computer: “Die Nummer ist ungültig.” Ich fing an zu singen: “La la la la.” – Computer: “Ich habe sie nicht verstanden!” – Ich: “La la la la.” – Computer: “Ich habe sie immer noch nicht verstanden.” Das ging so fünf mal. Dann: “Ich stelle sie zu einem Kundenberater durch”. Endlich.

Der nette O2-Mann: “Ja, dann sagen sie mir mal die Nummer”. Ich fing an. Er: “Halt. Die Nummer muss mit ’089′ beginnen. Das ist die falsche Nummer.” Ich guckte auf den Zettel auf dem die Karte geklebt hatte. Da gab es keine andere 19-stellige Nummer. Auf der Karte selber auch nicht. Dann suchte ich in dem Berg von Papier und auf dem Lieferschein fand ich eine Nummer, die mit “S/N” gekennzeichnet war, was ich mit “Seriennummer” gleichsetzte. Die fing mit ’089′ an. Das war dann auch die richtige. Er: “So, die Karte wird jetzt in 1-2 Stunden aktiv. Es kann aber auch bis zu 24 Stunden dauern..” – Ich: “Ja, danke!” Klack. Ich hatte keine Lust mir noch sein Sprüchlein zu Ende anzuhören.

Dann habe ich den Stick in mein Notebook gesteckt. Die Software installierte sich automatisch. Mobilfunk-PIN eingegeben und – zack – war ich im Internet. Nix mit 24 Stunden. Und hier in Minden auch mit HSDPA-Geschwindigkeit. Übrigens auch in der Wesling-Klinik, jedenfalls außerhalb vom Gebäude. :-)

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Eigentlich gehe ich ganz gerne ins Kino. In der letzten Zeit immer weniger. Vielleicht liegt es an Begebenheiten wie dieser hier:

Mein Kollege und ich wollten uns heute den Stauffenberg-Film anschauen. War schon seit einer Woche abgemacht. Ich schaute ins MT (also MT-Online) und der Film läuft nur noch in Bad Oeynhausen. Wir also nach der Arbeit dort hin.

An der Kasse: “Stauffenberg läuft heute nicht.” – “Steht aber im MT.”, sagte ich. Er guckt ins Programmblättchen. “Ja, der läuft jeden Tag um 17:20 Uhr. Nur heute nicht.” Da hatte ich schon “gute Laune”. Wir haben dann Karten für “The International” gekauft.

War noch ein bisschen Zeit bis der Film anfing. Wir stellten uns an die Stehtische im Gang vor den Kinosälen. War nicht viel los.

Kommt ein Typ mit einer Schale Nachos in der Hand und verschwindet in der Toilette. Ich tuschel zu meinem Kollegen: “Haste gesehen? Der ist mit den Nachos aufs Klo gegangen.” Und ich fand das recht lustig. Wo will er die abstellen? Auf dem Pinkelbecken? Oder behält er die in der Hand? Er hätte ja auch erst aufs Klo gehen und dann seine Nachos kaufen können. Da war keine Schlange.

So eine Perle vom Stehtisch auf der anderen Seite hatte mich wohl gehört, ging an uns vorbei und meinte im Vorbeigehen: “Wer selber Scheiße aussieht, sollte sich nicht über andere lustig machen!” Das kann ich ja gut leiden. Im Vorbeigehen Leute vollquatschen und schnell verschwinden, damit ja nicht geantwortet werden kann. Und was wollte die überhaupt? Ich habe über das Aussehen des Typen gar nicht gesprochen. Nur über seine ekelige Angewohnheit Essen mit aufs Klo zu nehmen.

Sie hatte aber noch ein Stück Weg zum Kinosaal und so konnte ich noch schnell sagen: “Ich habe mich nicht über sein Aussehen lustig gemacht, sondern weil er sein Essen mit aufs Klo genommen hat. Das ist unhygienisch.” Sie antwortet noch irgendwas, aber das habe ich mir nicht gemerkt. Ich meinte dann noch kurz bevor sie in der Tür verschwand: “Leute anpöbeln ist aber auch nicht so nett!” Sie rief dann noch aus dem Saal raus: “Doch, das ist genau das Richtige.” Ich wollte noch sagen: “Kannst dich ja neben ihn setzen und dir ein paar Nachos nehmen, wenn du dich traust.”, aber das wäre aufgrund der Entfernung zu laut geworden.

Also erstmal ist es ja nicht so die feine Art anderer Leute Gespräche zu belauschen. Wenn man das aber schon macht, dann sollte man wenigstens richtig hinhören. Offensichtlich dachte sie ja wohl, dass ich mich über das Aussehen des Typen lustig machen würde. Da ist mir aber gar nix aufgefallen. Warum kam sie zu so einer Annahme? Weil ihr wohl irgendwas an seinem Aussehen auffiel und meinte ich würde genauso denken. Man sollte nicht von sich auf andere schließen.

Nun dachte sie ja, ich würde mich über Äußerlichkeiten lustig machen und was macht sie? Sagt mir ich würde Scheiße aussehen. Also begibt sich auf mein angebliches Niveau, was sie selber ja so schlimm findet. Dann ist sie auch noch feige. Von einem halbwegs gebildeten und wohl erzogenem Moralapostel hätte ich erwartet, dass er an den Tisch kommt und sowas sagt wie: “Guten Tag. Ich habe gerade ihr Gespräch mit anhören müssen und finde sie sollten sich nicht über die Äußerlichkeiten von anderen Leuten lustig machen.” Aber nicht vorbeirauschen und “Scheiße. Scheiße. Selber Scheiße” oder so rufen. Man kann solche Sachen auch ausdiskutieren.

Aber so ist es halt mit dem Pöbel. Rummeckern, Leute beleidigen und dann im Saal 2 “Effi Briest” gucken.

Die erste halbe Stunde vom Film habe ich nichts mitbekommen, weil ich mich so über diese Müslitante geärgert habe.

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Heute war dieser Kerl bei meiner 83jährigen Mutti, die Gott sei Dank eigentlich für solche Heinis nicht die Tür öffnet. Es war heute aber eine Bekannte zu Besuch und die war gerade an der Tür.

Er stellte sich als Mitarbeiter eines regionalen Kabelfernsehanbieters vor (“Sie haben ja einen analogen Kabelanschluss von uns”) und soll sehr ungehalten gewesen sein. Ich war ja leider nicht dabei. Er soll gesagt haben, meine Mutter wäre ja schon mehrfach angeschrieben worden und sie hätte sich darauf gar nicht gemeldet. Und wenn sie sich nicht melden würde, würde der Kabelanschluss stillgelegt werden.

Ich sagte nur: “Ja, klar!” Die Masche kennen wir doch schon. Der Typ hatte eine Karte da gelassen. Sowieso “Im Auftrag” des Kabelfernsehbetreibers. Also nix Mitarbeiter. Sein Name und Handynummer eingestempelt. Klar, nur eine Handynummer, keine Büroadresse. Angekreuzt war “Unser Medienberater bittet dringend um Rückruf”. Dem gefallen habe ich ihm gleich getan.

Gedächtnisprotokoll:

Ich: “Sie waren heute bei meiner Mutter, <Adresse>. Worum ging es denn?”.

Er: “Ja, sie haben doch einen analogen Kabelanschluss bei uns.”

Ich: “Ja, und?”

Er: “Wir haben sie doch mehrfach angeschrieben. Es geht um den Umstieg auf Digital-Fernsehen.”

Ich: “Ja, und?”

Er: “Ja, das analoge Kabelsignal wird ja im Sommer nächsten Jahres abgeschaltet.”

Ich: “Gut, dann läuft der Vertrag dann ja aus.”

Ich dachte: “Was redet er da für einen Quatsch.”

Er: “Ja, aber das ist doch ja auch günstiger mit dem Digitalfernsehen.”

Ich: “Ja, aber ich müsste einen neuen 2-Jahresvertag abschließen.”

Er: “Ja, aber dafür erhalten sie eine Preisgarantie für diese Zeit.”

Das Verkäufergeschwafel wurde mir zu blöd und um das Gespräch zu beenden sagte ich:
“Wir planen nächstes Jahr auf Satellit umzustellen. Das lohnt sich also für uns nicht mehr.”

Er, etwas missgelaunt: “Dann hat sich die Sache ja erledigt.”

Das war der “dringende” Rückruf.

War also genauso, wie ich es mir gedacht hatte. Das ist nur ein Vertreter, der den Leuten neue 2-Jahresverträge aufschwatzt und dafür Provision bekommt.

Ich gehe morgen mal zur Verbraucherberatung und frage, ob sie schon mal von dem Typen gehört haben…

Update: Habe eben mit dem Kabelfernsehbetreiber telefoniert. Die haben natürlich noch keinen Abschalttermin für Kabelanalog. Frühestens 2010 laut Vorschlag der Bundesregierung (bzw. EU) aber bei dem Unternehmen ist noch kein Termin fixiert. Die Dame am Telefon hat sich den Namen des “Medienberaters” notiert.

Siehe auch:

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Lower Saxony Dragons

Lower Saxony Dragons

Ein Team des Weserdrachen-Cups heißt “Lower Saxony Dragons”. Einer der Moderatoren sprach es immer “Säx-Sony” aus. Und “Sony” dann immer so wie die Firma, die den Walkmann erfunden hat. Das fand ich recht lustig. Nach dem 30. Mal fragte ich mich, ob das nicht vielleicht doch richtig ist. Ich spreche ja auch gerne mal englische Wörter falsch aus.

Also fragte ich einen aus dem Team und der wollte mir fast an die Gurgel (nicht wirklich ;-) ). Also es wird so ausgesprochen und bedeutet einfach nur “Niedersachsen”. Es wurde aber wohl auch schon auf anderen Drachenboot-Veranstaltungen falsch ausgesprochen.

Für das nächste Mal sollte das Team vielleicht die Schreibweise anpassen. So wie “Se riel blu Dräggens” (ja, die schreiben sich wirklich so). :-)

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