Kategorie-Archiv: Best of

In dieser Kategorie sind alle Blog-Artikel zu finden für die ich ein positives Feedback bekommen habe oder die ich für lesenswert halte. Also nicht im Vergleich zu allem auf der Welt, sondern nur im Vergleich zu allem hier in diesem bescheidenen Blog.

Feuerwerk

Blog Rückblick/Statistik 2012

Top-Artikel

Fast gleichauf lagen im Jahr 2012 die Blogbeiträge mit dem Thema Stadtfeste in Minden und der Bericht über die Gourmetmeile Minden, welcher gleichzeitig der aufwendigste war. Kurz danach folgt das Mindener Freischießen 2012 und der Dauerbrenner über einen Haustür-Medienberater aus dem Jahr 2008. Trendy hier im Blog war im letzten Jahr das Thema “Bubble-Tea“. Erstaunlich, denn das war wohl der Artikel mit dem wenigsten Aufwand. Eigentlich nur ein Hinweis, dass zwei Bubble-Tea-Buden in Minden aufgemacht haben. Der Artikel über die Reenactment-Messe interessierte viele Besucher von außerhalb.

Weiterlesen

Gourmetmeile 2012 - Carnevale

Gourmet-Meile Minden

Gourmetmeile Minden 2013

Das Motto der diesjährigen Gourmet-Meile in Minden lautet “Die guten alten Zeiten”. Die Veranstaltung findet vom 19. bis 21.07.2013 auf dem Mindener Marktplatz (Innenstadt) statt.

Bisher inoffiziell bestätigt laut jeweils eigenen Angaben im Web: Teilnahme Victoria Hotel und Hotel Grosse Klus. Die Band “Brisant” spielt am 21.07.2013 um 17.00 Uhr.

Weiterlesen

Die merk-würige Zugfahrt

Die merk-würdige Zugfahrt

Ein Paar betrat unser Abteil. Ein respektabler Bahn-Bediensteter und Ingenieur in gehobener Position und seine Ehefrau.  Natürlich bedauerten die Beiden zuallererst, dass aufgrund der Überfüllung des Zuges sie in der dritten Klasse Platz suchen mussten. Der Herr Ingenieur betonte aber, dass dazu bestimmt eine passende Regel in den Beförderungsbestimmungen zu finden sei.

Nachdem sie Platz genommen hatten, holte der Mann eine Zeitung hervor und zeigte uns einen Artikel über den ersten Flug eines Passagierflugzeuges. Dann lass er einen Artikel über den Absturz eines Luftschiffes in England – es gab wohl Probleme beim Landemanöver. Alle konnten sich retten, aber das Luftschiff wurde komplett zerstört. “So etwas ist natürlich mit den deutschen Zeppelin-Luftschiffen unmöglich.”, kommentierte er.

Weiterlesen

Der Umtauscher

Ich stehe im Lidl an der Kasse. Vor mir ein älterer Herr mit einem Paar Walking-Schuhen in der Hand, die er natürlich nicht kaufen, sondern umtauschen möchte. Es ist wohl einer dieser netten einsamen Rentner, die gerne mal ein Pläuschchen mit der Kassiererin halten über das Wetter und den baldigen Feierabend und ähnlichen Quatsch. Die Frau an der Kasse lächelt ihn an und wirft ihm die passenden Floskeln freundlich zurück. Ich habe aber keine Zeit. Wieso kauft sich so ein Opa überhaupt Walking-Schuhe? Die passen überhaupt gar nicht zu seiner grauen Bügelfaltenhose mit Stretchbund. Und wie kann man überhaupt Schuhe beim Lidl kaufen, dazu noch in der falschen Größe? Dafür habe ich jetzt wirklich kein Verständnis.

Endlich bin ich dran. Meine vier Jersey-Spannbettlaken werden über den Scanner gezogen und die Kassiererin, der mein verächtlicher Blick zum Rentner nicht entgangen war, schaut mich mütterlich zurechtweisend an. “Haben Sie auch die richtige Größe?”, fragt sie mich recht streng. “Ja, natürlich”, sage ich und füge in Gedanken hinzu: “Ich bin doch nicht blöd!” Ich bezahle und gehe zum Auto.

Auf dem Weg nach Hause überlege ich: Wieso hat die mich nach der Größe gefragt? War das ein Seitenhieb wegen der Sache mit dem Opa? Während ich an der roten Ampel warte schaue ich auf die Verpackungen auf dem Beifahrersitz. 180×200 steht da drauf. Oh, Sch…ade. Ich brauche doch 80×200. Seit wann gibt es beim Lidl hierfür unterschiedliche Größen?

Am nächsten Tag fahre ich morgens vor der Arbeit wieder zum Lidl – zum Umtauschen. Von draußen schaue ich durch den Glaseingang kurz in den Kassenbereich. Ah, Gott sei Dank. Dieses Mal sitzt ein Mann dort. Wäre ja peinlich, wenn ich die Kassiererin von gestern wiedertreffen würde. Ich gehe durch die Eingangsschranke, laufe zum Non-Food-Bereich, schnappe mir vier Bettlaken in der richtigen Größe und stelle mich dann an der Kasse an. “Umtausch oder Geld zurück?”, fragt mich der junge Mann an der Kasse. “Umtausch.”, sage ich. “Haben die den gleichen Preis?” “Nein.”, antworte ich. “Kleinen Moment bitte!” Er drückt auf einen Knopf und es ertönt zwei Mal ein Gong, den man im ganzen Laden hören kann. Hinter mir stehen zirka fünf Kunden, die beim Ertönen des Gongs fast gleichzeitig die Augen verdrehen. Eine Kassiererin kommt mit dem Geld-Zurück-Kassenschlüssel. Es ist natürlich nicht irgendeine Kassiererin, sondern die von gestern…

Haarschnitt F6 mit Brett

Seit ich meiner Stamm-Frisörin wegen Terminverschluderung vor ein paar Jahren die Freundschaft gekündigt habe, suchte ich einen Frisör in der Innenstadt, der meinen Männer-Bürstenhaarschnitt vernünftig hin bekommt. So probierte ich mehrere aus. Eine ist mehrmals umgezogen, bei den Ketten bediente mich immer eine andere Dame. Vor einem Monat schaffte es eine Fachkraft mir in meinen Kurzhaarschnitt Stufen reinzuschneiden. Erst habe ich das gar nicht bemerkt. Weiterlesen

Das Eurovision-Loch

Das Finale des  Eurovision Song Contests 2010 stand an. Ich hatte eingeladen. Endlich konnte ich das Vorhaben umsetzen im Wintergarten eine Satelliten-Dose zu installieren. Ich besorgte mir also im Baumarkt den längsten Bohrer, 600mm, um ein Loch durch die Außenwand in den Keller zu bohren. Der Boden vom Wintergarten liegt etwas tiefer. Eigentlich müsste ich im Keller rauskommen, wenn ich so ca. 10cm vom Boden aus ansetzte. Weiterlesen

Ollies neues Kinoabenteuer

Letzte Woche entschloss ich mich erneut einer stereoskopischen Bewegtbilddarbietung beizuwohnen. Also der 3D-Version von Alice im Wunderland. Einen Kommentar zu Film schreibe ich wohl noch. Vorab: Das Drumherum war aufregender als der Film.

Tim Burtons Filme sind schon ein Muss für mich. Also rief ich die Internetseite vom UCI-Kino in Bad Oeynhausen auf, um einen Platz zu buchen. Ich war schon kurz vor Abschluss der Bestellung als mein Blick auf den Preis fiel und er mir doch etwas zu klein vor kam. Und richtig, es war die 2D-Vorstellung. Gut, dass ich noch nicht “OK” geklickt hatte. Aber es gab keine 3D-Vorstellung von dem Film im Programm. Also fragte ich (per Twitter) beim Kino nach und bekam prompt eine Antwort. Avatar belegte noch die 3D-Kapazitäten und einen Termin für Alice im Wunderland in 3D gab es noch nicht. Unbestimmte Zeit warten oder in ein anderes Kino gehen? Ich entschloss mich einen Platz im Cinemaxx Bielefeld zu buchen, auch online.

Am Sonntag fuhr ich dann etwas knapp los. Die Baustelle in der Bielefelder Innenstadt kostet mich auch ein bisschen Zeit, aber nachdem ich meinem Navi die Baustelle beigebracht hatte, lotste es mich gut durch die diversen Einbahnstraßen um die Baustelle herum.

Ich komme ungern zu spät zu einer Kinovorstellung, weil ich nicht gerne im Dunkeln meinen Platz suchen möchte. Das musste ich vor Jahren mal in einem Mindener Kino machen und bin im Dunklen vor einen Betonpfeiler gelaufen, sehr zum Amüsement der anderen Besucher in den Sitzreihen, deren Augen sich schon an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Wie lustig das ausgesehen haben muss, konnte ich kurze Zeit später selber miterleben, als dem nächsten Besucher das Gleiche passierte. Seit dem habe ich immer ein bisschen Panik, wenn ich spät dran bin.

10 Minuten vor Vorstellungsbeginn war ich dann aber am Kino angekommen. Riesige Schlangen vor den Kassenhäuschen. Sonntag, 15-Uhr-Vorstellung, 8 Kinosäle. Viele Eltern mit ihren Kindern. Aber ich hatte ja online bestellt und einen Abholcode für den Kartenautomaten. Aber wo war der Automat? Ich kämpfte mich zum Kartenabreisser durch und fragte diesen. Er deutet mit seinem Finger über die Menschenmenge hinweg in eine Ecke. Auch dort bekam man kein Bein mehr an die Erde. Ich schob einige Personen zur Seite und bekam so Sicht auf zwei Kartenautomaten. Und davor – niemand. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Bin ich der einzige, der so schlau war die Karten online zu kaufen?

Triumphierend trug ich meine Karte aus dem Automaten vor mir her, schob ruhig aber bestimmt die Wartenden zur Seite auf meinem Weg zurück zum Kartenabreisser. “Kino 7, die Treppe rauf”, sagte dieser. Ab dort lief ich dann etwas gehetzter die Treppe auf, denn es war schon kurz vor Vorstellungsbeginn. Ich atmete erleichtert aus, als ich Platz nahm. Die Werbung begann.

Während der Werbung guckte ich so in die Runde und sah wie schon einige ihre 3D-Brillen aufsetzen, in der Hoffnung auch die normale Werbung in 3D sehen zu können. Sind die doof, dachte ich. Dann fiel mir aber siedendheiss ein: Ich habe ja noch gar keine 3D-Brille!

Nach einer kurzen Schrecksekunde erinnerte ich mich aber daran die Brille der letzten 3D-Vorstellung in Bad Oeynhausen eingesteckt zu haben. Ich kramte sie heraus. Das Real-D-Logo auf der Brille fiel mir ins Auge und auf meiner Kinokarte stand “Maxximum 3D”, was mich überlegen lies, ob diese beiden Sachen denn kompatibel sind und ob die Brille aus dem Kino in Bad Oeynhausen hier denn funktionieren würde. Eigentlich ja, denn es gibt ja auch schon Designer-3D-Brillen für gehobene Cineasten und ich habe nichts davon gehört, dass es da unterschiedliche Brillen für unterschiedliche Verfahren gibt. Sicher war ich mir aber nicht.

Das ließ mir dann keine Ruhe und ich entschloss mich noch mal meinen Platz zu verlassen und mir so eine Maxximum-3D-Brille zu besorgen. Gleich vor dem Saal frage ich einen Teenager, der vor dem Snack-Tresen in der Schlange stand, wo er denn seine Brille her hatte. “Die gibt es an der Kasse.”, sagte er mir verdutzt. Er konnte ja nicht wissen, dass ich der einzige Schlaumeier war, der den Abholautomaten statt der Kasse benutzt hatte. Also wieder die Treppe runter, wieder zum Kartenabreisser, mein Anliegen vorgetragen, von dort zum Kassenhäuschen und dann habe ich mal so von der Seite eine Brille abgegriffen. Ich drehte mich um und stand wieder vor einem Kartenabreisser, aber diesmal vor einem anderen. Dem musste ich natürlich erst mal wieder meine Kinokarte vorzeigen. Wo hatte ich dir nur?

Nun merke ich mir immer in welche Tasche ich meine Kinokarte gesteckt habe seit ich mich einmal mit einem Kinobesucher um den Platz streiten musste. Damals ließ sich die Sache mit Hilfe der Karte und der der darauf aufgedruckten Platznummer klären (er war in der falschen Reihe). Leider musste ich damals lange suchen und mir währenddessen die erregt vorgetragenen Argumente meines Gegners anhören, was natürlich die Aufmerksamkeit auf uns zog und mir peinlich war. Ich war mir also sicher die Karte in meine rechte vordere Hosentasche gesteckt zu haben. Dort fand ich sie auch nachdem ich ein gebrauchtes Taschentuch, ein gebrauchtes Brillenputztuch und diversen anderen Müll hervorgezogen hatte. Der Kartenabreisser vermied daraufhin die Karte in die Hand zu nehmen um sie genau zu kontrollieren und lies mich wieder rein.

Ich erreichte meinen Platz rechtzeitig zum Beginn der 3D-Trailer. Auf der Leinwand konnte man lesen: “Jetzt bitte die 3D-Brillen aufsetzen.” und darunter das Logo von “Real D”. Die alte Brille hätte dann wohl auch funktioniert. :-)

Nachtrag: Ab nächsten Donnerstag läuft Alice im Wunderland dann auch in UCI Bad Oeynhausen in 3D.

Der hallmännische Fluch

Für den Wintergarten brauchten wir einige Schränke, um dort mal ein bisschen Ordnung reinzubringen. Habe mir bei Ikea den Küchenplaner runtergeladen und mir zwei Hochschränke und einen Unterschrank mit Arbeitsplatte zusammengebastelt. Das Ganze bei Ikea hochgeladen und heute war ich da, um die Sachen zu kaufen. Habe extra heute, am Montag, Urlaub genommen, weil ich keine Lust hatte dort am Samstag aufzuschlagen.

In der Küchenabteilung kam ich dann auch gleich dran. Der Ikea-Mitarbeiter dort hat sich meine Planungsdatei geholt und mir noch eine andere Arbeitsplatte empfohlen, die gerade im Angebot war. Dadurch war noch Luft für einen Staubsaugerauszug für einen der Hochschränke. Der Auszug kostet nämlich fast so viel, wie ein kompletter Schrank (und so viel, wie unser Staubsauger).

Dann hatte ich einen Haufen Papier. Einen Teil der Sachen musste ich mir im SB-Lager zusammensuchen, den anderen bei der Warenausgabe abholen. Also ich habe meine Sachen korrekt aus dem SB-Lager geholt…

Kam mir beim Einladen ins Auto schon merkwürdig vor. Ein Haufen Kartons, hauptsächlich Holz. Lang und schwer. Dieser Auszug ist aber sperrig und leicht. Na, in einem der Kartons wird er wohl schon drin sein, dachte ich. Vielleicht irgendwie zusammengefaltet und zum Selbstzusammenstecken oder so. Zu Hause merkte ich dann, dass einer der beiden hallmännischen Flüche zugeschlagen hatte. Der erste ist Bauch ab 30 und der zweite ist ein oder mehrere fehlende Teile beim Einkaufen. Der Auszug fehlte.

Habe mich dann erst mal bei Ikea mit dem Telefoncomputer unterhalten, um zu erfahren, dass ich das vor Ort regeln musste. Also bin ich wieder nach Bielefeld gefahren. Dort erfuhr ich, dass die Ware korrekt das Lager verlassen hatte und es keinen Fehlbestand gab. Man zeigte mir noch mal das Paket mit dem Auszug und das hatte ich definitiv nicht auf dem von der Warenausgabe gepackten Einkaufswagen. Es war groß, leicht und das einzige mit Plastikbändern.

Man machte mich darauf aufmerksam, dass ich die Waren von der Warenausgabe zu kontrollieren habe. Steht zwar dick auf einem der Zettel aus dem Zettelhaufen und ist eigentlich auch klar, aber ich war an dem Morgen der einzige Kunde an der Warenausgabe und ich dachte, die können bestimmt besser Sachen aus dem Lager holen und auf einen Wagen packen als ich. Schließlich ist das ihr Beruf, wenn auch nicht ihre Berufung.

Wir einigten uns, dass ich den Auszug mitnehmen kann und dafür noch mal die Hälfte zahle. Wenn der verschwundene Auszug wieder auftaucht, bekomme ich das Geld zurück. Ich denke aber nicht, dass dies passieren wird. Wahrscheinlich ist das Paket auf einem fremden Einkaufswagen gelandet.