Bloody September 2

Hier die nächsten beiden Filme, die mir den fehlenden Wahlkampf ersetzen helfen. Diesmal ein paar neuere Scheiben.

Rating: ★★★★½ Rec Mit einfachen Mitteln gedrehter spanischer Horrorfilm, der zwar von verschiedenen Filmen “geklaut” hat (z.B. Blair Witch Project), aber trotzdem oder gerade deswegen einige Schock- und Gruselmomente liefert. Am Besten im stockdunklen Wohnzimmer gucken. Für Zombie-Freunde.

Rating: ★★★★★ Watchmen – director’s cut Wer hier Superhelden á la Batman und Superman erwartet, wird enttäuscht. Die Superhelden hier sind “normale” Menschen ohne Superkräfte und ein Zerrbild der bekannten Comic-Helden. Man erkennt Parallelen zu Figuren wie Captain America, Wonder Woman und Batman, die in der Watchmen-Welt aber Comedian, Silk Spectre oder Night Owl heißen. Durch Rückblenden, die Haupthandlung findet um 1985 in einem fiktiven Amerika statt, erfahren wir die Geschichte der Entstehung der Superhelden in den 30er Jahren, wo Gangster sich lustige Kostüme angezogen hatten und Menschen, mit einer eigener Auffassung von Gerechtigkeit, sich dann ebenfalls maskiert haben, um diese zu bekämpfen. Die Presse feierte diese Leute als Superhelden und so schaukelte es sich hoch, bis es einige Superhelden in den typisch lächerlichen Kostümen der jeweiligen Zeit gab, die sich zu den Minutemen zusammenschlossen, um gemeinsam gegen das Böse zu kämpfen.

Danach gab es die zweite Generation. So wurde Night Owl durch Nnight Owl 2 ersetzt, der mit schickerem Kostüm und einigen Gadgets, wie seinem FliWaTüüt ausgestattet mit Maschinengewehren und Flammenwerfer, aufwarten konnte. Die zunehmende Selbstjustiz führte aber zu einem staatlichen Verbot dieser Superhelden,  und so setzten sich einige zu Ruhe ohne ihre wahre Identität zu enthüllen. Einige taten dies aber, wie der superintelligente Weltverbesserer Ozymandias, welcher mit Aktienhandel und Merchandising reich und berühmt wurde. Nur Rorschach, ein Typ mit schwerer Kindheit, der Schmuddel-Detektiv mit Trenchcoat, Hut und schwarz-weißer Maske, mischt weiterhin im Untergrund die Unterwelt auf.

Einen Übermenschen gibt es aber doch – Dr. Manhattan. Ein Physiker, der durch einen Unfall bei einem Experiment zum blau-leuchtenden Supermann wurde. Er kann mit seinen Fähigkeiten Menschen einfach platzen lassen, ganze Städte vernichten oder sich teleportieren. Anfangs noch als Patriot, der für Amerika die Geheimwaffe gegen die atomare Bedrohung der UDSSR darstellt, entfernt er sich im Laufe der Geschichte von seinem Mensch-Sein und sieht die Menschheit nicht mehr als das Wichtigste im Universum.

Die Geschichte beginnt mit der Ermordung von dem Comedian, der seine Superhelden-Identität benutzte, um seine sadistischen Neigungen auszuleben. Er wurde auch gerne von der Regierung für schmutzige Aufträge angeheuert. Die Superhelden in Watchmen sind halt nicht die superkorrekten Helden, sondern haben alle ihre eigene Geschichte, Beweggründe und Fehler, bis hin zur Geisteskrankheit. Rorschach vermutet nach der Ermordung vom Comedian eine Verschwörung und macht sich auf diese aufzuklären.

Der Director’s Cut ist drei (!) Stunden lang und hat die Einstufung “R”. Die unkonventionelle Superhelden-Story wird hart umgesetzt und ist nichts für schwache Gemüter. Die Songauswahl für den Soundtrack wirkt unpassend, dies aber durchgehend und passt so doch zur Geschichte. Eine Bizzaro-Gegenpolwelt zum Marvel-Universum für Erwachsene. Deshalb bitte auch nicht die beschnittene FSK-16-Version anschauen.

Diese Blogeinträge könnten Sie auch interessieren

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>