Entenrennen zu Gunsten des Deutschen Kinderschutzbundes Minden-Bad Oeynhausen

Am Sonntag, den 04.09.2011, findet im Rahmen der Veranstaltung “Blaues Band der Weser” wieder das Entenrennen in Minden statt. Lose mit einer Entenstartnummer erhält man zum Beispiel bei Hagemeyer, dem E-Center oder beim Express-Ticketservice gegen eine Mindestspende von 3,- Euro. Am Sonntag werden dann tausende Kunststoffenten auf der Weser zu Wasser gelassen. Gespendete Preise im Gesamtwert von fast 10.000,- Euro werden so verlost. Darunter auch zum Beispiel ein iPad gespendet von Porta Möbel und viele andere Sachpreise.

German Photo Angst – Teil 1

 

Gestern war ich in der Altstadt um Fotos zu schießen. Dort fand ein Reenactment statt. Darsteller in historischen Kostümen liefen durch die schmalen Straßen und nutzen die alten Fachwerkgebäude als Kulisse für Szenen aus dem 18. Jahrhundert – ein Tourismusprojekt organisiert vom Stadtmarketing. Das Wetter war gut, die Besuchermenge entsprechend groß. Und natürlich gab es viele, die mit großen und kleinen Kameras fotografiert und gefilmt haben.

Praktisch jeder hat eine Digitalkamera. Man bekommt eine geschenkt, wenn man ein Zeitungsabo abschließt oder sie ist im Handy eingebaut und es wird fleißig fotografiert. Allerdings ist die Bereitschaft sich fotografieren zu lassen dagegen doch eher gering.

Die Angst geht um. Überall kann man es lesen: Vorsicht! Fotos im Internet! Achtung, Achtung! Passen Sie auf! Gefährlich, gefährlich. Ihr Leben könnte für immer zerstört werden. Das Internet vergisst nichts. Ihr Chef surft den ganzen Tag nach Fotos von ihnen im Internet und schmeißt sie raus, wenn er welche findet. Irgendwer fotografiert sie, lädt die Fotos ins Internet und dann weiß jeder wann und wo sie waren und was sie dort gemacht haben. Ungeheuerlich! Wehren sie sich!

Diese panische Angst davor auf einem Foto abgelichtet zu sein, lässt mich manchmal den Kopf schütteln. So ging ich auf der oben erwähnten Veranstaltung in ein Zelt, in dem Schneidwerkzeuge ausgestellt wurden. Dort saß auch eine Frau im Kostüm. Ich fragte: “Darf ich ein Foto machen?” Ja, durfte ich, aber es klang so eher nach: Ja, wenn’s denn sein muss. Dementsprechend gestellt wirkte dann übrigens auch das Foto. Aber egal, ich schoss das Bild, bedankte mich und trat schon wieder aus dem Zelt heraus, da hörte ich noch: “Aber das sie das nicht im Internet  veröffentlichen…”.

Das erstaunte mich und machte mich neugierig. Die Situation noch einmal: Veranstaltung für Touristen, Protagonisten in Kostümen auf den öffentlichen Straßen der Altstadt, Stadtmarketing hat fleißig Werbung dafür gemacht, allein vier Ankündigungen in der Lokalzeitung, dementsprechend überall Leute, die auch fleißig fotografieren bei schönstem Wetter. Ich wollte dann sagen: “Mädel, wenn du nicht ins Internet willst, dann hast du die falschen Klamotten an und bist hier generell auf der völlig falschen Veranstaltung.”  Stattdessen fragte ich etwas irritiert, aber natürlich freundlich, warum sie denn nicht möchte, dass die Fotos veröffentlicht werden. Und dann erklärte sie mir folgendes Angst-Szenario: Ich lade ihr Foto bei Facebook hoch. Irgendeiner erkennt sie dort und schreibt ihren Namen zu dem Foto und dann würde Facebook sie ja überall per Gesichtserkennung wieder finden. Ich wollte dann sagen: “Ja, und wenn man ganz viel Pech hat, steht man auch noch gerade dann zu hause am Fenster während das Google-Streetview-Auto vorbei fährt.”

Mittlerweile hatte sich dann noch ein zweiter kostümierter Teilnehmer der Veranstaltung dazu gesellt und hatte ähnliche Bedenken. Nachdem ich dann versprochen hatte kein Foto bei Facebook hochzuladen entspannte sich die Situation zusehends. Ich überreichte dann noch eine Visitenkarte mit meiner Flickr-Web-Adresse und das fand man dann aber doch wieder gut, dass man sich die Fotos der Veranstaltung dort anschauen kann. “Wir haben ja selber so selten eigene Fotos von uns…” Denn eine Kamera ist halt nicht das passende Accessoire für ein Kostüm aus dem Jahr 1761.

 

 

Erinnerungen wecken

Vor Kurzem hat Mario Vogelsteller auf Facebook die Gruppe “Wenn Du in Minden aufgewachsen bist, dann…” erstellt. Heute morgen, als ich hinzugefügt wurde, hatte die Gruppe 450 Mitglieder, jetzt sind es schon fast 1000.

In der Gruppe werden Jugenderinnerungen ausgetauscht. Es ist erstaunlich: Jemand postet eine Kleinigkeit, wie zum Beispiel:

  • “… sagst du anstatt Geld -Lobi und anstatt Wasser- Pani?” oder
  • “… hast Du Deine Schulsachen prinzipiell bei Doepner gekauft, weil Doepner ALLES hatte”

und schon fallen einem Sachen ein, die man schon längst vergessen oder verdrängt hatte.

Es geht vielen so, es wird viel geschrieben und im Moment ist richtig etwas los in dieser Gruppe. Auch alte Fotos werden hoch geladen. Schaut vorbei, wenn ihr in Minden aufgewachsen seid… (und ein Facebook-Account habt).

Update: Der Admin hat das Handtuch geworfen und die Gruppe gelöscht.

 

Gourmet-Meile Minden

Gourmet-Meile 2011

Update 01.08.2011: Podcast über die Gourmet-Meile Minden 2011 ist online.

Vom 22. bis 24. Juli 2011 fand in Minden wieder die Gourmet-Meile statt. Auf dem Mindener Marktplatz präsentierten sich Lebensmittelhändler und Restaurants mit ihren Tafelgenüssen. Dieses Jahr gab es zum ersten Mal auch eine Fachjury, welche die Gerichte bewertete. Ich habe einige Gerichte probiert und bewertet (s.u.) und auch wieder Fotos gemacht.

(Den Gourmet-Flyer / Programmheft / Speisekarte findet man als PDF-Datei auf den Seiten der Minden Marketing.)

Alle meine Fotos von der Gourmet-Meile bei Flickr:

Fotos Gourmet-Meile Minden 2011

Fotos Gourmet-Meile Minden 2011

Meine Flickr-Fotos haben die Lizenz CC-BY 2.0Oliver Hallmann.

Mein Besuch am Freitag:

Heute besuchte ich mit einem Kollegen zusammen die Gourmet-Meile gleich Mittags kurz nach der Eröffnung. Wir vergaben Punkte. Zehn ist dabei die höchste und beste Punktzahl.

Himmlisches Tütchen – Hotel Bad Minden

Himmlisches Tütchen - Hotel Bad Minden

Himmlisches Tütchen - Hotel Bad Minden

Eine Vorspeise aus Fetakäse, Oliven, Paprika, Fleur de Sel und Thymian im Aromabeutelchen gegart. Sehr lecker und hübsch anzuschauen. Dies war von den drei Gerichten, die ich heute probiert habe, das beste. 9 von 10 Punkten.

Dieses Gericht bekam den Sonderpreis der Fachjury “Überraschung des Jahres”.

Genießerwölkchen – Victoria Hotel

Genießerwölkchen - Victoria Hotel

Genießerwölkchen - Victoria Hotel

Eine weitere (kalte) Vorspeise: Petersilienpfannkuchen mit zart rosa gebratenem Roastbeef und Kräuter-Crême-Fraîche gefüllt. Und genau das habe ich auch bekommen. Das Roastbeef war zart und rosa. Dazu gab es Rucola mit einem Balsamico-Dressing. Ich denke es war nur Balsamico. Gut fand ich, dass der dunkle Essig relativ sparsam eingesetzt wurde. So blieb der Pfannkuchen davon verschont. 8 von 10 Punkten.

Höllenfeuer – Restaurant Grosse Klus

Höllenfeuer - Restaurant Grosse Klus

Höllenfeuer - Restaurant Grosse Klus

Lecker, Lecker. Ein Zwischenrippenstück vom Rind direkt am Stand am Spieß gebraten und dann in Scheiben serviert. Dazu gab es dicke Bohnen, die noch ein bisschen Biss hatten und eine fruchtige Salsa-Soße, die zwar auch gut schmeckte, aber nicht feurig, also nicht so scharf war, so wie es in der Karte stand. Aber das mit der Schärfe ist ja immer sehr subjektiv. Ich fand aber, es war zu viel von der Salsa-Soße auf dem Teller und leider wurde sie auch halb über das schöne Fleisch gegossen. Das war unnötig, denn das Fleisch war saftig und schmeckte auch ohne Soße. 7 von 10 Punkten.

Praterstern – Restaurant Grosse Klus

Praterstern - Restaurant Grosse Klus

Praterstern - Restaurant Grosse Klus

Mein Kollege, der etwas kritischer beim Thema Essen ist, probierte das Wiener Schnitzel vom Kalb mit steirischem Kartoffelsalat. Die Kartoffeln fand er nicht ganz durch und die steirische Art mit Kürbiskernöl on top war auch nicht so sein Geschmack. Am Kalbsschnitzel fand er am Rand etwas sehenartiges. Seine Bewertung: 3-4 Punkte.

Sonne, Mond und Sterne – Victoria Hotel

Von dem gegrilltem Lachsfilet auf einem Kartoffel-Fenchel-Pürree habe ich leider kein Foto, weil mein Kollege nicht warten konnte und sofort zu spachteln anfing. Seine Bewertung: Hätte zwar etwas heißer seinen können aber schmeckte hervorragend, was bei ihm die Punktzahl 8 bedeutet.

Mein Besuch am Samstag:

Heute besuchte ich die Gourmet-Meile zusammen mit Sven vom Culinaricast, den ich über Twitter kennen gelernt habe.

Wir trafen auch Frau Wimmer vom Weinmesse-Blog, die mit uns einen kleinen Weinprobe-Rundgang machte. Aber nun zu meiner Laienbewertung der Gerichte, die ich heute probiert habe:

Entenbrust – Hotel Restaurant Schäferhof

Entenbrust - Hotel Restaurant Schäferhof

Entenbrust - Hotel Restaurant Schäferhof

Die Kartoffelrösti waren trocken und ich glaube die waren auch (wieder) nicht selbst gemacht. Eine Linsensuppe esse ich eigentlich ganz gerne, aber die Linsenbeilage hier war nicht so mein Fall. Die “rosa Entenbrust” war auch nicht rosa und ein bisschen trocken. Die Orangensoße schmecke mir zu wenig nach Orange. Eigentlich schmecke sie gar nicht nach Orange. 3 von 10 Punkten.

Jakobsweg – Mindener Feinkosthaus

Jakobsweg - Mindener Feinkosthaus

Jakobsweg - Mindener Feinkosthaus

Das “Pilgerbrot” war endlich mal so, wie ich mir eine Brotbeilage auf der Gourmet-Meile gewünscht habe. Es wurde am gleichen Tag frisch gebacken und am Stand auch frisch überbacken mit Käse. Auf den anderen Ständen bekommt man meist nur einfache nackte Baguette-Scheiben. Das Pilgerbrot schmecke saftig und lecker. Die Jakobsmuscheln waren mariniert und wurden auch am Stand für die Kunden frisch in der Pfanne gebraten. 8 von 10 Punkten.

Dieses Gericht wurde von der Fachjury als bestes gewertet.

Himmel trifft Hölle – Mindener Feinkosthaus

Himmel trifft Hölle - Mindener Feinkosthaus

Himmel trifft Hölle - Mindener Feinkosthaus

Ein Vorspeisenteller mit verschiedenen guten Käsesorten. Dazu Cassis-Senf, der fruchtig und leicht scharf geschmeckt hat und dazu passte. Dazu noch Weintrauben, eine Portwein-Feige und eine Art Kürbiskern-Keks. Einfach und gut. 7 von 10 Punkten.

Teufelsspieß – Hotel Bad Minden

Teufelsspieß - Hotel Bad Minden

Teufelsspieß - Hotel Bad Minden

Die beiden Stücke Seeteufel fand ich nicht sehr prickelnd. Den Ingwer aus der Marinade habe ich nicht heraus geschmeckt und auch nicht den Safran in dem Safran-Limettenschmand. Schade. 5 von 10 Punkten.

Sanfter Engel 2011 – Hotel Bad Minden

Sanfter Engel 2011 - Hotel Bad Minden

Sanfter Engel 2011 - Hotel Bad Minden

Ein rundherum gelungene Nachspeise. Das Blutorangensorbet war hausgemacht. Die Bourbon-Vanillesauce hatte die kleinen schwarzen Vanillepünktchen und war wohl auch hausgemacht. Der Blue-Curacao-Kaviar stammt aus der Molekularküche. 8 von 10 Punkten.

Entenbrust – Holland’s Gourmet Service

Entenbrust - Holland's Gourmet Service

Entenbrust - Holland's Gourmet Service

Der Geschmack der Ente ging in der Gemüstekruste unter. Die Beilagen waren Standard. 5 von 10 Punkten.

Tranchen vom Kalbsrücken – Holland’s Gourmet Service

Tranchen vom Kalbsrücken - Holland's Gourmet Service

Tranchen vom Kalbsrücken - Holland's Gourmet Service

Die Tranche war keine Tranche, sondern ein recht dickes Stück. Ich fand es etwas trocken und das getrüffelte Kartoffel-Blumenkohlpüree schmeckte nicht nach Trüffel. Es hatte auch eine leicht bittere Note, wohl wegen des Blumenkohls. Und was sind bitte Steinpilzchampignons? Beide Gerichte vom Gourmet-Service fand ich für ein Catering o.k., aber in einem gehobenen Restaurant hätte ich mehr erwartet. 5 von 10 Punkten.

 

die Gourmet-Meile 2011 im Mindener Tageblatt:

Die Gourmet-Meile für Vegetarier

Videos über die Gourmet-Meile

Alle Artikel zur Gourmet-Meile Minden

Klickt auf dieses Tag (Schlagwort), um alle alten und aktuellen Blogartikel zur Gourmetmeile zu sehen:

Gourmetmeile

 

 

Film-Tipp: „Die 4. Revolution – Energy Autonomy“ am 19.07.2011 in Minden

Wo: Hamburger Hof – Markt 9, 32423 Minden
Wann: Dienstag, 19. Juli 2011, 19.00 Uhr

http://www.4-revolution.de/

Eintritt frei
Spende erwünscht, um die Kosten der GEMA, Flyer und Plakate zu decken

Ich habe diesen Dokumentarfilm schon gesehen und kann diesen nur jedem wärmstens ans Herz legen! Er ist wirklich interessant.

Zwei Mindener suchen Rat

Jürgen Schnake und Sven Brandhorst suchen Menschen,  die in der Lage und gewillt sind, persönlich Verantwortung zu übernehmen, um eine neue und bessere Zukunft zu schaffen – in Minden. Sie sind der Meinung Minden braucht einen neu zusammengesetzten Stadtrat, der endlich wieder seine Bürger in aller Vielfalt repräsentiert, jenseits von Parteigezänk und ideologischen Kämpfen. Eine utopische Forderung oder muss nur endlich jemand damit anfangen? In einer Sache haben sie meiner Meinung nach Recht: Nur dagegen sein ist zu wenig. Nur nörgeln reicht nicht.

Hier der Aufruf der beiden (PDF): http://bit.ly/derneuerat

Oliver und das Geheimnis der Einkaufswagen

Kennt ihr diese Nummern unten an den Einkaufswagen im Kaufland? Nachdem ich einige Male dort war fiel mir auf, dass die Kassiererinnen diese Nummern immer in die Kasse tippen. Warum? Wozu ist das gut? Je öfter ich dort war, desto neugieriger wurde ich.

Also fragte ich heute einfach mal meine Kassiererin als ich wieder dort einkaufte. Die Antwort lautete: “Die müssen wir eintippen, sonst können wir nicht weiter machen.” Jetzt bin ich also auch nicht schlauer. Durfte sie mir den wahren Grund nicht nennen? Ist das geheim? Wurde ihr selber der wahre Grund verschwiegen? Oder ist das aus ihrer Sicht einfach die korrekte, plausible und einzig logische Antwort?

Jetzt grüble ich erneut darüber wozu diese Nummern da sind und warum sie vor jedem Kassiervorgang in die Kasse getippt werden müssen. Sind das einfach nur nichtssagende Nummern mit einer Prüfziffer am Ende, so dass durch Ablesen und Eintippen die Kassiererin dazu gezwungen wird in den Wagen zu sehen, um zu kontrollieren ob er leer ist? Wird erfasst, wie oft der Wagen in Benutzung war, um dadurch einen Wartungsintervall zu berechnen? Wird über die EC-Kartendaten und Videoüberwachung der letzte Benutzer des Wagens gespeichert um Wagendiebe oder Vandalen zu verfolgen? Oder steht ein noch größeres Geheimnis dahinter? Falls es jemand weiß, möge er mich bitte aufklären.

Übrigens: Diese Hölzchen für das Laufband an der Kasse heißen Warentrenner. Konnte mir auch keine Kassiererin beantworten…

 

Abenteuer der Wissenschaft

Prof. Dr. Lesch*

Prof. Dr. Lesch*

Harald Lesch ist u.a. Professor für Physik an der LMU München und Moderator der Fernsehsendung “Abenteuer der Wissenschaft”. Die letzte Sendung befasste sich mit der Kraft des Atoms – hier in der ZDF-Mediathek zu sehen. Ich fand diese sehr informativ und auch neutral gehalten. Ich denke sowohl Atomkraftbefürworter als auch -gegner werden hier jeweils Punkte für sich finden können. So konnte er der Atomkatastrophe in Japan auch noch etwas Gutes abgewinnen. Durch das verstrahlte Wasser lassen sich jetzt die weltweiten Meeresströmungen besser verfolgen. Wissenschaftler sind schon ein komisches Völkchen.

Noch sehr viel sehenswerter ist aber der Epilog zur Sendung, den es wohl nur online gibt. Hier geht es u.a. um den Zusammenhang von AKW/Klimaschutz und Wissenschaft/Wirtschaft mit einem interessanten Appell am Schluss.

*Bild-Lizenz: CC BY-SA 3.0 Ra Boe