Hatte ja bei amazon.co.uk Marketplace das 3. Set von der Anime-Serie “Avatar – the last airbender” bestellt. Heute kommt stattdessen “Toppers in Concert 2009″. Das ist wohl die niederländische Gruppe, die 2009 beim Eurovision Song Contest im Halbfinale rausgefolgen ist.
Anscheinend gab es bei Amazon einen Fehleintrag beim EAN-Code. Der Marketplace-Partner erstattet mir den Betrag und die falsche DVD darf ich behalten. Die werden schon wissen, warum sie die DVD nicht wieder haben wollen…
Das war jetzt schon mein zweiter erfolgloser Versuch an dieses DVD-Set zu kommen.
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Geschrieben von Oliver Hallmann in Journal, tags: Film, fun
Letzte Woche entschloss ich mich erneut einer stereoskopischen Bewegtbilddarbietung beizuwohnen. Also der 3D-Version von Alice im Wunderland. Einen Kommentar zu Film schreibe ich wohl noch. Vorab: Das Drumherum war aufregender als der Film.
Tim Burtons Filme sind schon ein Muss für mich. Also rief ich die Internetseite vom UCI-Kino in Bad Oeynhausen auf, um einen Platz zu buchen. Ich war schon kurz vor Abschluss der Bestellung als mein Blick auf den Preis fiel und er mir doch etwas zu klein vor kam. Und richtig, es war die 2D-Vorstellung. Gut, dass ich noch nicht “OK” geklickt hatte. Aber es gab keine 3D-Vorstellung von dem Film im Programm. Also fragte ich (per Twitter) beim Kino nach und bekam prompt eine Antwort. Avatar belegte noch die 3D-Kapazitäten und einen Termin für Alice im Wunderland in 3D gab es noch nicht. Unbestimmte Zeit warten oder in ein anderes Kino gehen? Ich entschloss mich einen Platz im Cinemaxx Bielefeld zu buchen, auch online.
Am Sonntag fuhr ich dann etwas knapp los. Die Baustelle in der Bielefelder Innenstadt kostet mich auch ein bisschen Zeit, aber nachdem ich meinem Navi die Baustelle beigebracht hatte, lotste es mich gut durch die diversen Einbahnstraßen um die Baustelle herum.
Ich komme ungern zu spät zu einer Kinovorstellung, weil ich nicht gerne im Dunkeln meinen Platz suchen möchte. Das musste ich vor Jahren mal in einem Mindener Kino machen und bin im Dunklen vor einen Betonpfeiler gelaufen, sehr zum Amüsement der anderen Besucher in den Sitzreihen, deren Augen sich schon an die Dunkelheit gewöhnt hatten. Wie lustig das ausgesehen haben muss, konnte ich kurze Zeit später selber miterleben, als dem nächsten Besucher das Gleiche passierte. Seit dem habe ich immer ein bisschen Panik, wenn ich spät dran bin.
10 Minuten vor Vorstellungsbeginn war ich dann aber am Kino angekommen. Riesige Schlangen vor den Kassenhäuschen. Sonntag, 15-Uhr-Vorstellung, 8 Kinosäle. Viele Eltern mit ihren Kindern. Aber ich hatte ja online bestellt und einen Abholcode für den Kartenautomaten. Aber wo war der Automat? Ich kämpfte mich zum Kartenabreisser durch und fragte diesen. Er deutet mit seinem Finger über die Menschenmenge hinweg in eine Ecke. Auch dort bekam man kein Bein mehr an die Erde. Ich schob einige Personen zur Seite und bekam so Sicht auf zwei Kartenautomaten. Und davor – niemand. Ich dachte, das kann doch nicht sein. Bin ich der einzige, der so schlau war die Karten online zu kaufen?
Triumphierend trug ich meine Karte aus dem Automaten vor mir her, schob ruhig aber bestimmt die Wartenden zur Seite auf meinem Weg zurück zum Kartenabreisser. “Kino 7, die Treppe rauf”, sagte dieser. Ab dort lief ich dann etwas gehetzter die Treppe auf, denn es war schon kurz vor Vorstellungsbeginn. Ich atmete erleichtert aus, als ich Platz nahm. Die Werbung begann.
Während der Werbung guckte ich so in die Runde und sah wie schon einige ihre 3D-Brillen aufsetzen, in der Hoffnung auch die normale Werbung in 3D sehen zu können. Sind die doof, dachte ich. Dann fiel mir aber siedendheiss ein: Ich habe ja noch gar keine 3D-Brille!
Nach einer kurzen Schrecksekunde erinnerte ich mich aber daran die Brille der letzten 3D-Vorstellung in Bad Oeynhausen eingesteckt zu haben. Ich kramte sie heraus. Das Real-D-Logo auf der Brille fiel mir ins Auge und auf meiner Kinokarte stand “Maxximum 3D”, was mich überlegen lies, ob diese beiden Sachen denn kompatibel sind und ob die Brille aus dem Kino in Bad Oeynhausen hier denn funktionieren würde. Eigentlich ja, denn es gibt ja auch schon Designer-3D-Brillen für gehobene Cineasten und ich habe nichts davon gehört, dass es da unterschiedliche Brillen für unterschiedliche Verfahren gibt. Sicher war ich mir aber nicht.
Das ließ mir dann keine Ruhe und ich entschloss mich noch mal meinen Platz zu verlassen und mir so eine Maxximum-3D-Brille zu besorgen. Gleich vor dem Saal frage ich einen Teenager, der vor dem Snack-Tresen in der Schlange stand, wo er denn seine Brille her hatte. “Die gibt es an der Kasse.”, sagte er mir verdutzt. Er konnte ja nicht wissen, dass ich der einzige Schlaumeier war, der den Abholautomaten statt der Kasse benutzt hatte. Also wieder die Treppe runter, wieder zum Kartenabreisser, mein Anliegen vorgetragen, von dort zum Kassenhäuschen und dann habe ich mal so von der Seite eine Brille abgegriffen. Ich drehte mich um und stand wieder vor einem Kartenabreisser, aber diesmal vor einem anderen. Dem musste ich natürlich erst mal wieder meine Kinokarte vorzeigen. Wo hatte ich dir nur?
Nun merke ich mir immer in welche Tasche ich meine Kinokarte gesteckt habe seit ich mich einmal mit einem Kinobesucher um den Platz streiten musste. Damals ließ sich die Sache mit Hilfe der Karte und der der darauf aufgedruckten Platznummer klären (er war in der falschen Reihe). Leider musste ich damals lange suchen und mir währenddessen die erregt vorgetragenen Argumente meines Gegners anhören, was natürlich die Aufmerksamkeit auf uns zog und mir peinlich war. Ich war mir also sicher die Karte in meine rechte vordere Hosentasche gesteckt zu haben. Dort fand ich sie auch nachdem ich ein gebrauchtes Taschentuch, ein gebrauchtes Brillenputztuch und diversen anderen Müll hervorgezogen hatte. Der Kartenabreisser vermied daraufhin die Karte in die Hand zu nehmen um sie genau zu kontrollieren und lies mich wieder rein.
Ich erreichte meinen Platz rechtzeitig zum Beginn der 3D-Trailer. Auf der Leinwand konnte man lesen: “Jetzt bitte die 3D-Brillen aufsetzen.” und darunter das Logo von “Real D”. Die alte Brille hätte dann wohl auch funktioniert.
Nachtrag: Ab nächsten Donnerstag läuft Alice im Wunderland dann auch in UCI Bad Oeynhausen in 3D.
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[Der Weserspuckerartikel bei Twitter]
Lieber Weserspucker,
vielleicht hätten Sie mal, bevor Sie so einen Unfug verzapfen, ins Internet geschaut und sich ein bisschen über die Piratenpartei informiert, so wie es echte Journalisten machen (sollten).
Die Piraten sind eine Partei, die sich für die Bürgerrechte einsetzt. Das Thema Bürgerrechte ist gerade sehr aktuell. Die Datenskandale der Telekom und anderer, das vom Bundesverfassungsgericht für nichtig erklärte Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung, das von der Koalition ausgesetzte Zugangserschwerungsgesetz. Man sieht also, den Unfug im Internet haben andere gemacht.
Ein weiteres Bürgerrecht ist die Unschuldsvermutung. Das bedeutet, solange jemand nicht von einem Gericht für schuldig befunden wurde, ist er als unschuldig anzusehen. Dies gilt für jeden Bürger, auch für den Herrn Tauss. Deshalb kann man ihm auch nicht den Eintritt in die Piratenpartei verwehren. Und mit offenen Armen geschah dies auch nicht. Es gab innerhalb der Partei auch viele kritische Stimmen.
So wie ich es verstanden habe geht es bei Herrn Tauss auch nicht darum ob er pädophil ist, sondern ob er im Rahmen seiner Ermittlungen und Untersuchungen im pädophilen Umfeld als Bundestagsabgeordneter solches Material sammeln und zum Tauschen anbieten durfte oder nicht.
Die Piraten selbst wollen gerade nicht, wie die Frau von der Leyen das gerne im Wahlkampf 2009 angedeutet hat, die Pädophilen unterstützen. Die Piraten wollten, genau die die FDP, dass Kinderpornographie im World Wide Web gelöscht wird, statt nur den Zugriff zu erschweren.
Und wenn die Wahlplakate stören: Pech, es kommen noch viele, viele von den anderen Parteien hinzu. Aber sie verschwinden auch alle wieder nach der Wahl. Aber wie kann ich den Weserspucker abbestellen? Der landet nämlich ungefragt zusammen mit dem MT bei mir im Briefkasten. Den Weserspucker empfinde ich nämlich als überflüssigen (Werbe-) Müll am Wegesrand.
Nachtrag 08.03.2010: Twitter-Hash-Tags zum Thema: #weserspucker #piratenbespucker
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Statt das komplette Set zu kaufen habe ich von ein paar Wochen bei eBay versehentlich nur eine DVD aus dem Set gekauft. Habe ich aber erst gestern gemerkt, als ich meine DVDs sortiert habe. Kann ich also nicht mehr widerrufen.
Dumm, dass diese DVD genauso viel gekostet hat, wie das Set. Ich hatte auf den Preis geschaut und dachte das wird schon das Set sein. Die Artikelbeschreibung war aber korrekt.
Diese Preis- und Vertriebs-Unterschiede in Deutschland, UK, Niederlanden usw. bei DVDs machen es unübersichtlich. Da kostet in Deutschland eine einzelne DVD aus einem Set genauso viel, wie das komplette Set in den Niederlanden. Das Set gibt es noch gar nicht in Deutschland, weil die erst mal die DVDs einzeln verkaufen wollen. Der einzige Unterschied dabei ist natürlich nur die Verpackung. Die Scheiben sind immer englisch beschriftet und enthalten die gleichen Tonspuren, also auch die deutsche.
Wenn dann natürlich einer die niederländische Version als Einzel-DVD anbietet, aber zum Preis von der deutschen Einzel-DVD, der wiederum dem Preis des niederländischen Sets entspricht, kann man schon mal durcheinander kommen.
Ich habe jetzt noch einmal das niederländische Set in UK bestellt. Kostet übrigens die Hälfte des inzwischen erschienenen deutschen DVD-Sets.
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Das Bundesverfassungsgericht hat das Gesetz zur Vorratsdatenspeicherung für nichtig (!) erklärt. Auch hier wurde vorher wieder nicht auf die Experten gehört. Hätte die Regierung das Gesetz damals ordentlich gemacht, müssten sie jetzt nicht jammern, dass sie nun angeblich gar nix mehr haben um Terroristen zu fangen. Wie kann es überhaupt sein, dass eine Regierung Gesetze beschließt die verfassungswidrig sind? Kann man da vielleicht nicht vorher drüber nachdenken?


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Rating:     Schräger als Fiktion Die Story ist schon schräg. Die Hauptfigur in dem neuen Buch von Kay Eiffel existiert wirklich und was sie schreibt, das passiert auch dem Finanzbeamten Harold Crick, der plötzlich die Autorin als Stimme in seinem Kopf hat. Ungewöhnliche und kurzweilige Liebesgeschichte mit guten Schauspielern.
Rating:     Afro Samurai 6-Euro-Bluray-Schnäppchen bei amazon.co.uk. Anime um einen schwarzen Samurai, der von Kind an durch Rache für seinen getöteten Vater getrieben wird. Spielt irgendwie in der Zukunft. Es gibt traditionelle Schwertkämpfe, aber auch bionische Kämpfer, Roboter-Klone, Revolver und Granatwerfer. Mit der Stimme von Samuel L. Jackson als Afro bzw. Ninja Ninja. Afro redet recht einsilbig, Ninja Ninja dafür fast ununterbrochen.
Rating:     Cowboy Bebop (Der Film) Gestartet als Anime-Serie wurde danach (2001) dieser Kinofilm produziert. Ich habe es als Schnäppchen-DVD für ca. 4,50 Euro bei amazon.co.uk gekauft. Die Serie habe ich nicht gesehen und das braucht man auch nicht. Die Handlung im Film ist eigenständig. Der Film spielt in der Zukunft, wo eine Truppe Kopfgeldjäger einen Terroristen jagt und richtet sich an ein erwachsenes Publikum. Die Kopfgeldjäger werden in der Zukunft Cowboys genannt und Bebop ist der Name ihres Raumschiffes. Also kein Genre Mix aus Wild-West und SciFi, wie ich erst dachte. Für 2011 ist eine Realfilm-Version mit Keanu Reeves geplant (Gerücht).
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Kurz vor der Wahl 2009 peitscht die CDU ein Sperrgesetz, welches sie später Zugangserschwerungsgesetz nennen, zum Sperren von www-KiPo -Seiten durch. Unter Missachtung sämtlicher Expertenmeinungen und mit großer Polemik. Es kommt zur bisher meist unterzeichneten Petition in der Geschichte der BRD gegen dieses Gesetz, weil man der Meinung ist, dass es doch viel besser wäre, wenn man diese KiPo-Seiten löscht und nicht nur mit einer Sperre versieht, die dazu noch leicht zu umgehen ist, und weil man keine Sperrinfrastrukur wünscht. Verfassungsrechtliche Bedenken wurden geäußert.
Nach der Wahl einigt sich die neue Koalition darauf das Gesetz so erst mal nicht anzuwenden und zeigt damit, dass eigentlich alle Parteien eingesehen haben, dass dieses Gesetz Schwachsinn ist und es auch keiner mehr haben möchte. Es lag beim Bundespräsidenten zur Unterschrift. Der hätte jetzt das unliebsame Gesetz einfach vom Tisch fegen können. Hat er aber nicht gemacht, sondern er hat es unterschrieben. Warum auch immer.
Gestern wurde über die Aufhebung des Gesetzes diskutiert und alle bis auf die CDU/CSU haben sich dafür ausgesprochen. Und in der gesamten Debatte ging es meiner Meinung nach nicht um Kinder oder Sperren oder verfassungsrechtliche Bedenken, sondern es ging nur darum sein Gesicht zu wahren. Die FDP versucht das mit einem neuen Löschgesetz, was aber eigentlich nicht benötigt wird, weil das Löschen geht und ging schon immer. Die bestehenden Gesetze reichen dazu schon aus. Außerdem gibt es noch keine Informationen darüber, wie dieses Löschgesetz überhaupt aussehen soll.
Die CDU/CSU sagt, sie will keinen Rückschritt und das jetzt in Kraft getretene Zugangserschwerungsgesetz wäre doch schon mal was, besonders mit dieser merkwürdigen Anweisung das Gesetz so jetzt erst mal nicht anzuwenden. Ich meine aber, das Gesetz ist schon an sich ein Rückschritt.
Ich verstehe auch nicht, wie man ein in Kraft getretenes Gesetz einfach so mal nicht anwenden will. Ein Beispiel gab es in der Diskussion: Was wenn wir ein neues Steuergesetz machen, wodurch Spitzenverdiener mehr Steuern zahlen (und das als tollen Fortschritt durch die Bildzeitung jagen) und dieses dann einfach mal nicht anwenden? Die neue Frau Schröder (CDU) nannte es “juristisch ein interessantes Konstrukt“.
Die SPD hat ihre Fehler damals in der großen Koalition in diesem Zusammenhang zugegeben und möchte das Gesetz aufheben. Die CDU/CSU möchte mehr internationale Zusammenarbeit, ganz klar Prinzip “Löschen” anwenden, mit den Experten und der Internetgemeinde zusammenarbeiten, aber keinen reinen Tisch machen und das Zugangserschwerungsgesetz nicht aufheben. Wie ernst gemeint sollen diese Zusagen sein, wenn sie lieber in Kauf nehmen Kraft und Zeit für die dann sicherlich nicht endende Diskussion um dieses Gesetz zu verschwenden, statt sich auf die von ihnen aufgeführten Maßnahmen zu konzentrieren? Kann man so sein Gesicht wahren?
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Ein Gemeinschaftsprojekt der Bibliotheken in Ostwestfalen-Lippe trug der Tatsache Rechnung, dass Jungen einen Nachholbedarf beim Thema Lesen und besondere Motivation und Förderung nötig haben. So wurde neues Lesefutter angeschafft und Lesungen von “Mann-zu-Mann” organisiert. Es fehlt den Jungen wohl auch an männlichen Lese-Vorbildern. (siehe MT-Online-Artikel).
Dieses und viele andere Projekte in dieser Richtung sind erfreulich. Jungen greifen nicht so oft und gerne zum Buch wie Mädchen. Aber nicht, weil sie dümmer sind, sondern weil Jungen anderes zum Lesen und zu Büchern geführt werden müssen als Mädchen. Diese Erkenntnis sollte sich nicht nur bei den Bibliotheken herumsprechen, sondern auch in den Schulen und Kindergärten. Hier mangelt es auch oft an männlichen Vorbildern, sind doch die meisten Pädagogen weiblich und wählen, oft auch unbewusst, Themen und Bücher aus, die eher ein weibliches Publikum ansprechen. Man beachte dazu passend übrigens das Bild der Bibliotheksmitarbeiter im MT-Online-Artikel (s.o), diese Kuchengrafik über das Personal in Kindertageseinrichtungen und diese Statistik über Lehrkräfte an Schulen und dort besonders den Anteil an weiblichen Lehrkräften in Grundschulen 87,7%.
Nun sind Jungen nicht nur beim Lesen ins Hintertreffen geraten, sondern werden auch auf anderen Gebieten benachteiligt. 1970 waren zum Beispiel 61% der Abiturienten mit Abschluss männlich. Hier wurde natürlich und zurecht durch die Frauen- und Mädchenförderung Abhilfe geschaffen. Leider hat man aber die Jungen dabei aus den Augen verloren. So sank die Zahl 2001 auf 44%. Hier, und eigentlich schon viel früher, hätte man schon gegensteuern müssen. Die Zahlen von 2008 lassen aber keine Erfolge sichtbar werden und es ist auch nichts oder nicht viel unternommen worden. 2008, also sieben Jahre später, lag der Anteil immer noch oder schon wieder bei nur 44%. Man beachte auch die Verteilung bei denen ohne Hauptschulabschluss.
Quelle: Statistisches Bundesamt und Manndat.de
Irgendwie und irgendwann lief die Förderung von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern, in die falsche Richtung. Prominentes Beispiel ist der Girl’s Day. Eine mit sehr viel Geld geförderte Veranstaltung wo Mädchen männertypische Berufe und Studiengänge an Herz gelegt wurden und werden. Seit 2000 gibt es diese Veranstaltung. Nun ist das ja nichts negatives, wenn Mädchen sich auch mal anschauen, ob sie nicht vielleicht KFZ-Mechaniker oder Tiefbau-Ingenieur werden möchten. Doch was bring das? Wenn man aber Jungen für soziale Berufe oder ein Pädagogik-Studium begeistern könnte, wäre dies doch im Hinblick auf die am Anfang aufgezeigten Missstände zumindest genauso sinnvoll. Siehe auch diese Grafik zum Thema “männliche Studienanfänger in ausgewählten Studienfächern”.
Dieser Kritik am Girl’s Day nahm man sich wohl eher zögerlich an und so gibt es jetzt auch “Neue Wege für Jungs”. Was mir auffiel: Während es den Girl’s Day seit 2000 gibt, ist die älteste Pressemitteilung bei “Neue Wege für Jungs” vom März 2008. Aber immerhin. Wenn man die Webauftritte der beiden Projekte mal vergleicht, sieht es bei den “Jungs” aber schlechter aus. Auf der Girl’s Day Seite komme ich mit einem Klick gleich auf eine Deutschlandkarte, wo alle Veranstaltungen zum Girl’s Day am 22. April 2010 eingetragen sind. Auf den “Jungs”-Seiten habe so etwas nicht gefunden. Hier finde ich nur allgemeine Informationen wie sich Jungen bei Unternehmen oder Behörden um einen Praktikumsplatz bewerben können. Eine aufwendigen, bundesweiten “Boy’s Day” gibt es nicht. Auch hier fließen die Fördergelder wohl in die falsche Richtung.
Diese Entwicklung zur Benachteiligung vom männlichen Geschlecht zieht sich übrigens durch viele Bereiche und ist nicht nur bei der Leseförderung, Schulabschlüssen oder Förderungen zur Berufsorientierung zu finden.
| 2008 |
|
|
|
|
|
|
gesamt |
weibliche |
weibliche % |
männliche |
männliche % |
| allgem. Hochschulreife |
266.550 |
149.362,00 |
56,0 |
117.188 |
44,0 |
| Fachhochschulreife |
14.179 |
7.641,00 |
53,9 |
6.538 |
46,1 |
| Realschulabschluss |
373.504 |
186.834,00 |
50,0 |
186.670 |
50,0 |
| Hauptschulabschluss |
210.311 |
89.713,00 |
42,7 |
120.598 |
57,3 |
| ohne Haupschulabschluss |
64.918 |
25.046,00 |
38,6 |
39.872 |
61,4 |
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